Diese Seite enthält alle Zeugnisse der Grundschule [Ortschaft]!

Letzte Bearbeitung: 07.10.1999
1. Klasse, 1. u. 2. Halbjahr 3. Klasse , 1. Halbjahr 4. Klasse , 1. Halbjahr
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Zeugnis Klasse 1a, 1. und 2. Halbjahr
Till-Philipp ist sehr gut in die Klassengemeinschaft der Lerngruppe integriert, hat Kontakte zu allen Mitschülern und freundschaftliche Beziehungen zu einigen Kindern aufgebaut.
Er wird in seinen individuellen Bedürfnissen, Lernständen und -fortschritten von allen Lerngruppenmitgliedern wahr- und ernstgenommen. Er ist ein voll integrierter, beliebter und umsorgter Spielpartner für fast alle Kinder.
Till-Philipp benötigt bei allen unterrichtsbezogenen Aufgaben noch immer die besondere Aufmerksamkeit und Ermutigung durch die Lehrerinnen, sowie klare Strukturen, Rituale und Regeln.
Till-Philipp nimmt an fast allen Unterrichtsvorhaben der Klasse im Rahmen seiner Möglichkeiten oder mit besonderen Aufgaben teil, benötigt und nutzt aber auch die Rückzugsmöglichkeiten seiner Spielecke und des Nebenraums, wenn seine Konzentration erschöpft ist.
Die Bewältigung der individuellen und lehrplanbezogenen Aufgaben und Anforderungen ist stark abhängig von Till-Philipps aktueller Motivationslage. Anstrengungsbereitschaft und Arbeitstempo sowie Konzentrations- und Ausdauerleistungen stehen damit im engen Zusammenhang und sind entsprechend schwankend. Inhaltlich und medial neuen Unterrichtsangeboten steht Till-Philipp in der Regel skeptisch, mitunter explizit ablehnend gegenüber. Andererseits zeigt er gelegentlich gute Fähigkeiten und Fertigkeiten, wenn ein Angebot seinem momentanen Bedürfnis oder einem angestrebten Ziel weitestgehend entspricht.
Besondere Aufgaben und Dienste nimmt er im Rahmen seiner Möglichkeiten und z.T. mit Hilfen gewissenhaft und begeistert wahr.
Die Hausaufgaben erledigt Till-Philipp immer vollständig .

Entwicklungsorientierte Lernbereiche
Grobmotorik

Till-Philipp benötigt vielfältige, auf seine Bedürfnisse ausgerichtete Bewegungsangebote, die er zunehmend aufgeschlossener und selbstsicherer aufnimmt und erprobt.
Seine Bewegungsfreude zeigt sich in der Bereitschaft, neue Bewegungsmuster (Hopsen, Hüpfen auf einem Bein, Froschhüpfen, "Wackelgang", Rückwärts- und Seitwärtslaufen, Balancieren, Hüpfen, Schaukeln, Liegen, Rollen auf dem Sitz- und Gymnastikball) auszuprobieren. Er verlangt dabei immer seltener die Hilfestellung durch die Lehrerin.
Gezielte, auf Stimulation des vestibulären (Gleichgewicht) und des propriozeptiven (Tiefensensibilität) Systems gerichtete Angebote und Übungen zeigen deutliche Erfolge in der Erhöhung der Gesamtkörperspannung sowie eine Verbesserung der Bewegungsökonomie und -sicherheit.

Feinmotorik

Till-Philipp bewältigt fast alle feinmotorischen Anforderungen mit guter Auge-Hand-Koordination und zunehmend angemessener Kraftdosierung.
Bei neu eingeführten Aufgaben benötigt er immer seltener der individuellen Unterstützung bei der sachgerechten Handhabung des Materials.
Till-Philipp konnte durch den Einsatz von Hilfsmitteln die falschen Bewegungsmuster bei der Stifthaltung abbauen und eine sachgerechte Handhabung aller Schreib- und Malgeräte aufbauen.
Er kann Linien und Formen mit dem Stift nachspuren und innerhalb vorgegebener Bereiche auch mit Richtungsänderungen selbständig zeichnen und kann kleinflächige Figuren mit geringen Linienüberschreitungen ausmalen.
Er kann mit der Schere abschneiden und mit dem Klebestift sachgerecht umgehen.
Bei eindeutiger rechtsseitiger Handdominanz zeigt Till-Philipp eine gute Beidhandkoordination.

Wahrnehmung/Denken

Till-Philipp verfügt über eine außerordentlich gute visuelle Aufnahme- und Speicherfähigkeit. Enaktiv und ikonisch dargebotene Handlungseinheiten und Inhalte kann er im Detail aufnehmen und nachvollziehen. Auch nach längeren Pausen kann er Zusammenhänge abrufen und wiederherstellen.
Till-Philipps Lernen ist sehr durch Nachahmung der Handlungen und des Verhaltens der Grundschüler geprägt. Er folgt ihrem Tun häufig interessiert beobachtend und zeigt nach einiger Zeit entsprechende Handlungen in z.T. situativ angemessenen Zusammenhängen. Zum simultanen Mitvollzug der Handlungseinheiten der Mitschüler ist er selten zu bewegen.
Inwieweit er das vorausschauende und rückschauende Denken beherrscht, ist nur zu vermuten , da Till-Philipps Handlungen stark von der aktuellen und allgemeinen Bedürfnis- und lnteressenslage gesteuert sind. Insbesondere bei der Durchsetzung seiner Bedürfnisse entwickelt er mitunter erstaunliche Strategien, um unerwünschte Konsequenzen zu vermeiden. In diesem Zusammenhang werden auch seine Problemlösungsstrategien transparent. Till-Philipps Lernfortschritte erfolgen in zeitlich und umfänglich unberechenbaren und unterschiedlich großen Entwicklungsschüben.
Er kann Objekte nach Merkmalen ordnen, einfache Reihungen fortsetzen, mit Hilfe Kategorien bilden und einige Oberbegriffe (Tiere, Obst, Spielzeug etc.) sprachlich richtig anwenden.

Sprache/Kommunikationsverhalten

Till-Philipps Sprachkompetenz hat sich in allen Bereichen wesentlich verbessert. Er hat seinen aktiven Wortschatz stark erweitert und zeigt besonderes Interesse an neuen Einzelwörtern, die er nachhaltig wiederholt in komplexere Sprachzusammenhänge integriert.
Satzbaumuster haben sich auf Drei-Wort-Sätze, in seinen Monologen auch auf komplexere Strukturen erweitert.
Till-Philipp ist zunehmend in der Lage, Gedanken und Anliegen gegenüber anderen sprachlich umzusetzen. Es gelingt ihm immer besser, Handlungen mitvollziehend bzw. erklärend zu versprachlichen. Sprachliche Stereotypien verwendet er immer seltener.
Er zeigt noch immer eine Tendenz zur Echolalie.
Die Dyslalie beschränkt sich bei insgesamt verwaschener Aussprache auf einen interdentalen Sigmatismus.

Handlungsorientierte Lernbereiche
Selbstversorgung

Till-Philipp ist in allen lebenspraktischen Bereichen wesentlich selbständiger geworden.
Er kann sein Frühstück selbständig organisieren und verlangt hierbei immer seltener nach Hilfe, kann sein benutztes Geschirr ohne Hilfe säubern und wegräumen und entstandenen Abfall richtig entsorgen.
Er kann seine Jacke und seine Hausschuhe selbständig an- und ausziehen und an dem dafür vorgesehenen Platz der Garderobe deponieren.
Das An- und Auskleiden im Rahmen des Sportunterrichts beherrscht er mit immer weniger Hilfen. Lediglich die Handhabung von Knöpfen und das An- und Ausziehen von Straßenschuhen bereiten ihm noch größere Schwierigkeiten.
Till-Philipp kann seinen Arbeitsplatz weitgehend selbständig einrichten und sich Materialien von bekannten Standorten nach Anweisung selbständig beschaffen. Seine Arbeitsblätter kann er mit Hilfe in die Mappen abheften.

Spiel

Till-Philipps Spielrepertoire hat sich wesentlich erweitert.
Er kann einfachste Brettspiele (mit Farbwürfel), Memories und Puzzles mit Hilfe der Lehrerin, nicht aber mit Mitschülern durchführen, da ihm die Einhaltung vorgegebener Regeln noch immer massive Schwierigkeiten bereitet.
Das kooperative Spiel mit Gleichaltrigen im Unterrichts- oder Pausenbereich gelingt ihm zunehmend besser, insbesondere dann, wenn er die Spiele der anderen adaptiert. Auch in diesem Bereich ist die Tendenz, Spiele nach eigenen Ideen bzw. "Regeln" umzugestalten, sehr massiv.
Till-Philipp zeigt ein besonderes Interesse an Rollenspielen, die er in Freispielphasen mit Hilfe von Handpuppen oder anderen Spielfiguren durchführt. Er kommuniziert dabei mit einer Figur oder läßt verschiedene Figuren interagieren.
Bei Konstruktionsspielen, für die er ein ausgeprägtes Interesse zeigt, kann er differenzierte Formen nach Anleitung und frei bauen, wenn das Spiel in ein für ihn interessantes Rahmenthema (z.B. "Baustelle") eingebunden ist.
Das Betrachten ausgewählter Bilderbücher bereitet ihm besondere Freude.

Soziale Beziehungen

Till-Philipp hat seine soziale Handlungskompetenz massiv erweitert.
Er hat angemessene Strategien der Kontaktaufnahme und Interaktion mit Gleichaltrigen entwickelt und erweitert diese beständig. Er geht zunehmend häufiger und selbstsicherer auf Mitschüler zu und versucht, sie in seine Vorhaben miteinzubeziehen. Erste Ansätze des konstruktiven kooperativen Spiels sind erkennbar.
Till-Philipp sucht sehr häufig die körperliche Nähe der Mitschüler. Seine zu Beginn des Schuljahres für andere häufig schmerzhaften Annäherungen hat er fast vollständig abgebaut und angemessene Umgangsformen (sanfte Umarmung und Streicheln) aufgebaut.
Till-Philipp zeigt sich gegenüber Mitschülern auch anderer Klassen, Lehrerinnen und Fremden stets freundlich und aufgeschlossen für jede Zuwendung. Seine Fixierung auf Erwachsene läßt zusehends nach, er bedarf jedoch noch immer ihrer ständigen Zuwendung und Führung, da er alle für das Schulleben relevanten sozialen Regeln zwar kennt, aber nicht immer einhält.

Mathematik

Im pränumerischen Bereich kann Till-Philipp einfache geometrische Formen nach 3 Merkmalen (Größe, Farbe, Form) gruppieren und diese benennen. Die Bestimmung von Relationen (groß, klein) gelingt ihm sicher. Er kann einfache Reihungen und 1:1-Zuordnungen vornehmen.
Er erkennt die Ziffern 0 bis 10 und kann diese benennen und verschriften. Er kann Mengen bis 2 sicher simultan erfassen, ab 3 muß er abzählen. Mengen bis 4 kann er abzählen und der entsprechenden Ziffer zuordnen. Die Zahlen 1 bis 4 ordnet er den Würfelbildern zu.
Bei der Bearbeitung der Inhalte im Bereich des Mathematikunterrichts bedarf Till-Philipp der unmittelbaren Unterstützung durch eine Lehrkraft. Lediglich das Nachspuren der Ziffern bewältigt er selbständig.

Lesen/Schreiben

Till-Philipp kennt die im Unterricht behandelten Buchstaben (Großantiqua) 0, I, N, T, F, B, R, E, A, S, M, U, D als graphische Gestalt und kann sie visuell differenzieren. Er ordnet sie relativ sicher den dazugehörigen Lauten zu. Er kann die Laute einigen (lautlich gespeicherten) Signalwörtern zuordnen : "O" wie Oma, "M" wie Mutti.
Er kann Wörter visuell durchgliedern und gleiche Buchstaben in verschiedenen Wörtern wiedererkennen.
Neben seinem eigenen Namen liest er die Wörter OMA, TONI, FINE, BALL, ENTE, MAUS und MUTTI ganzheitlich.
Die Leserichtung hat er verinnerlicht.
Die bekannten Buchstaben kann Till-Philipp weitgehend formgetreu nachspuren. Er ist in der Lage, fast alle Buchstaben nach Vorlage und nach Diktat zu verschriften. Bei der Verschriftung ohne Vorlage zeigen sich noch Raum-Lage-Unsicherheiten.
Die erlernten Wörter kann Till-Philipp nachspuren.
Bei der Bearbeitung der Inhalte im Bereich Lesen und Schreiben bedarf Till-Philipp der unmittelbaren Unterstützung durch eine Lehrkraft. Lediglich das Nachspuren der Buchstaben bewältigt er selbständig.

Fachorientierte Lernbereiche
Musik/ Rhythmik

Till-Philipp zeigt zunehmend stärkeres Interesse an musikalischen Unterrichtsinhalten.
Während er anfangs dem Musikunterricht der Klasse eher passiv beobachtend folgte, beteiligt er sich in-zwischen seinem Entwicktungsstand und seiner Bedürfnislage entsprechend unterschiedlich aktiv. Er reagiert vornehmlich auf an Musik gekoppelte Bewegungsanreize und zeigt in besonderem Maße Freude bei der Bewegungsübertragung im Puppenspiel. Dabei gelingt es ihm sogar, kontrastreiche an Musikstimmungen gebundene Bewegungsmuster verzögert nachzuahmen.
Er zeigt sich am Orff-Instrumentarium interessiert und versucht, diesem immer gezielter Geräusche und Klänge zu entlocken.
Bei elementarer Begleitung von Musikinstrumenten mit Rhythmusinstrumenten benötigt er jedoch Hilfe und die Orientierung an den Mitschülern.

Ästhetische Erziehung

Till-Philipp malt mit Pinseln, verschiedenen Stiften und Schwamm.
Das grobflächige Ausmalen von Blättern entspricht nicht seiner Interessenslage und bereitet ihm Schwie-rigkeiten. Das kleinflächige Ausmalen von Formen beherrscht er mit dem von ihm bevorzugten Medium "Filzstift" zunehmend besser.
Beim Ausmalen kann er Begrenzungen immer besser einhalten.
Insofern es seiner aktuellen Motivationslage entspricht, kann Till-Philipp einfache Formen und gegen-ständliche Vorlagen kopieren und auch frei gegenständlich malen.
Einigen gestalterischen Ausdrucksformen gegenüber, z.B. der Gestaltung mit Kleister und Sand, dem Drucken und Stempeln und dem Plastizieren gegenüber zeigt er sich sehr interessiert.
Er kann aus plastizierbaren Massen Kugeln und Schlangen formen.

Hauswirtschaft

Das Ausführen einfacher hauswirtschaftlicher Tätigkeiten wie Abwaschen, Tischdecken, Umrühren, Ab-schneiden mit dem Messer, Wegräumen und Ordnen der Arbeitsmaterialien gelingen ihm mit nur noch wenig Hilfestellung.
Er kann im Rahmen der "Klassendienste" unter Anleitung den Kakaokasten holen, die Tafel reinigen, die Blumen gießen und Müll entsorgen.

Sport

Till-Philipp zeigt besondere Freude am Sportunterricht.
Bewegungslandschaften mit Hindernis- und Kletterparcoure stellen für ihn inzwischen eine Herausforde-rung dar. Er begreift sie als Anreiz, verschiedene Fortbewegungsarten zu erproben und seine Ängste im Bereich der Überwindung von Höhenunterschieden zu überwinden.
Übungen zur Schulung des Gleichgewichtssinnes und des Springens bewältigt er immer selbstsicherer. Die Rolle vorwärts beherrscht er ohne Hilfe. Er zeigt zunehmend Freude am Umgang mit Bällen.
An Lauf- und Fangspielen der Lerngruppe nimmt Till-Philipp mit großer Freude teil.

Bemerkungen

Till-Philipp nimmt teil am Unterricht einer Integrationsklasse. Er wird nach den Rahmenrichtlinien der Schule für Geistigbehinderte beschult.
21. Juni 1995
Unterschrift der Klassenlehrerin und der Sonderschulpädagogin

Zeugnisanfang
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Zeugnis Klasse 2a, 1. Halbjahr
Till-Philipps Integration in die Gemeinschaft der Lerngruppe wie auch die sozialen Beziehungen zu einzelnen Mitschülern haben sich im Verlauf des Schulhalbjahres weiter stabilisiert. Interaktionen erfolgen wechselseitig und zunehmend symmetrischer. Er ist immer häufiger in der Lage, sich situativ angemessen in die Spiele und Aktivitäten der Mitschüler einzubringen und diese konstruktiv - im Rahmen seiner Möglichkeiten - mitzugestalten.
Er partizipiert zusehends aktiver und selbständiger an den Unterrichtsformen und -inhalten der Grundschüler, imitiert und erprobt deren Verhaltensmuster in verschiedenen Situationen. Die Ermutigung und das ausdrückliche Lob durch die Kinder sind hierbei von zunehmender Bedeutung.
Noch immer benötigt Till-Philipp eine überproportional hohe individuelle Betreuung durch eine Lehrerin. Seine Fähigkeit, selbständig und ohne unmittelbare Führung und Ermutigung zu arbeiten, beschränkt sich auf maximal 10 Minuten pro Unterrichtsstunde. Er nutzt häufig die Möglichkeit des Rückzugs in seine Spielecke.
Till-Philipps allgemeine Leistungsmotivation, Anstrengungsbereitschaft, Konzentrations- und Ausdauerleistungen sind noch immer schwankend und stehen in engem Zusammenhang mit seiner aktuellen Bedürfnislage. Regeln, Ge- und Verbote der Schule kennt und befolgt er mit temporären Ausnahmen.
Klassendienste und Hausaufgaben erledigt er gewissenhaft.

Entwicklungsorientierte Lernbereiche
Grobmotorik

Till-Philipps Fähigkeiten und Fertigkeiten in diesem Bereich haben sich im Hinblick auf Bereitschaft und Sicherheit in der Erprobung neuer und vertrauter Bewegungsmuster weiter verbessert.
Till-Philipps Bewegungen werden schneller, zielgerichteter und ökonomischer. Er nimmt an Lauf- und Fangspielen der Mitschüler im Pausen- und Sportbereich teil.
Durch das Sitzen auf dem Ball und Übungsangebote ausgerichtet auf das vestibuläre System (Balancieren, Pedalo-Fahren, Stehen und Fortbewegen auf einem Bein) und das Klettern auf den Geräten im Pausen- und Sportbereich und Übungen ausgerichtet auf das propriozeptive System (Hindernisparcoure, Trampolinspringen) haben sich sein Gleichgewichtssinn und seine Tiefensensibitität gesteigert.
Die Kraftdosierung bei der Handhabung von Geräten und Materialien gelingt Till-Philipp angemessener.

Feinmotorik

Till-Philipp zeigt auch im Bereich der feinmotorischen Fertigkeiten deutliche Fortschritte. Er kann mit allen unterrichtsrelevanten Materialien sachgerecht und weitgehend selbständig umgehen.
Das Nachspuren auch kleinerer und komplexerer Formen sowie die gezielte Produktion von graphischen Formen oder Zeichen gelingt ihm mit immer größerer Präzision.
Beim Ausmalen und -stempeln vorgegebener Figuren ist er in der Lage, die Begrenzungslinien einzuhalten.
Till-Philipp kann mit der Schere auf geraden und gebogenen Linien entlang schneiden und mit Hilfen auch einfache Formen ( Vierecke, Dreiecke und Kreise) ausschneiden. Diesbezügliche Präzision und visuelle Kontrolle sind abhängig von seiner aktuellen Motivation.

Wahrnehmung/Denken

Till-Philipp kann Vorhaben und Handlungseinheiten inzwischen detailliert nachvollziehen, abspeichern und hinterfragen. Er zeigt in situativ vertrauten Zusammenhängen die Fähigkeit des voraus- und rückschauenden Denkens und kann die Folgen seines Handelns immer besser abschätzen. Dieses dokumentiert sich besonders deutlich in seinen aktionsbegleitenden Monologen und in dialogischen Handpuppenspielen.
Er verfügt über einige Problemlösungsstrategien.
Till-Philipp nimmt soziale Zusammenhänge und Regeln deutlicher wahr und partizipiert häufiger in situativ angemessenen und simultan mitvollziehenden Handlungsweisen aktiv am Klassenunterricht.
Ordnungen, Reihungen und Kategorisierungen von Objekten gelingen ihm in zunehmend größeren Zusammenhängen.

Sprache/Kommunikationsverhalten

Till-Philipps Sprachkompetenz hat sich kontinuierlich erweitert.
Er verfügt über ein außerordentlich gutes Sprachverständnis und kann verbale Anweisungen und Aufträge angemessen umsetzen.
Die Freude an neuen Wörtern hat ihm zu einer Erweiterung seines aktiven Wortschatzes verholfen.
Syntaktische und grammatikalische Strukturen haben sich soweit verbessert, daß er komplexere gedankliche Zusammenhänge versprachlichen kann. Er bildet in der Regel Zwei- bis Vierwortsätze, mitunter auch Satzgefüge komplexeren Umfangs.
Sowohl mit den Mitschülern als auch mit den Lehrkräften entwickeln sich echte Dialogsituationen, in denen er Gedanken und Vorstellungen einbringt. Die Tendenz der Echolalie und die Dyslalie haben sich weiter abgebaut.

Handlungsorientierte Lernbereiche
Selbstversorgung

Till-Philipp zeigt ein intensives Bemühen um größere Selbständigkeit in allen lebenspraktischen Bereichen, fordert und benötigt immer seltener Hilfestellung durch Lehrerinnen oder Mitschüler.
Das An- und Auskleiden zur Pause und zum Sportunterricht gelingt ihm nach gezielter Aufforderung weitgehend eigenständig. Er benötigt noch Hilfe bei Verschlüssen.
Im Hygienebereich (Händewaschen, Toilettengang) bedarf er noch der Hilfe einer Lehrkraft.
Till-Philipp kann seinen Arbeits- und Frühstücksplatz zumeist ohne besondere Aufforderung und Hilfe einrichten und aufräumen, Materialien von ihm bekannten Orten beschaffen und sie dorthin zurückbringen.

Spiel

Till-Philipps Spielfähigkeit hat sich im Zusammenhang mit seinem Interesse an sozialen Zusammenhängen und seiner Dialogfähigkeit weiter verbessert. Er nimmt zunehmend aktiver und konstruktiver teil an selbst- und fremdinitiierten Spielen mit Mitschülern. Er durchschaut Gruppenregeln, auch wenn er noch häufig versucht, sie nach seinen Vorstellungen zu manipulieren.
Er beherrscht einfache Brettspiele mit Spielstein und Farb- bzw. Punktewürfel (bis 6). Dabei hält er die Spielrichtung ein. Lediglich bei der Einhaltung der Regeln (Reihenfolge der Spieler, Häufigkeit des Würfelns) hat er noch Schwierigkeiten.
Konstruktions- und Rollenspiele (mit Handpuppen), die er zumeist allein durchführt, sowie das Anschauen von Bilderbüchern stellen seinen Interessenschwerpunkt in Freispielphasen dar.

Soziale Beziehungen

Till-Philipp erweitert und intensiviert seine soziale Interaktionsfähigkeit beständig.
Er hat intensive freundschaftliche Beziehungen zu einigen Mitschülern entwickelt und "pflegt" diese Kontakte.
Die Kontaktaufnahme zu Kindern der eigenen oder anderer Klassen ist immer seltener körperlich ( Schmusen, "Rangeln" etc.) als vielmehr ideell, konstruktiv-kooperativ oder sprachlich-dialogisch ambitioniert. Till-Philipp kann Bedürfnisse und Stimmungen der anderen Schüler wahrnehmen, einschätzen und zumeist angemessen darauf reagieren. Wenngleich Till-Philipp noch immer der besonderen Aufmerksamkeit und Führung einer Lehrkraft bedarf, löst er sich weiter aus der absoluten Fixierung auf diese und läßt sich auch durch Gleichaltrige leiten. Till-Philipp zeigt noch immer das Bestreben, Guppenregeln zu umgehen oder nach seinen Bedürfnissen zu verändern.

Mathematik

Till-Philipp beherrscht die Zahlen 0 bis 10. Er kann sie sicher benennen, und der Größe nach ordnen. Mit Hilfe kann er ihnen vorgegebene Mengen zuordnen.
Er kann Mengen bis 4 simultan erfassen, ab 5 zählt er ab. Für das Abzählen von Mengen ab 7 benötigt er Hilfen.
Die Zahlen 1 - 6 ordnet er den Würfelbildern zu.
Bei der Bearbeitung der mathematischen Inhalte benötigt Till-Philipp noch immer die unmittelbare Hilfe einer Lehrkraft.
Die Zahlzerlegung im Zahlenraum bis 4 gelingt ihm in handlungsorientierten Zusammenhängen und mit Vorstellungshilfen noch nicht sicher.
Bei der Verschriftung der Zahlen ohne Vorlage zeigt er noch häufig Raum-Lage-Unsicherheiten.

Lesen/Schreiben

Till-Philipp kennt die Mehrzahl der Großbuchstaben und einige Kleinbuchstaben des Druckschriftalphabets, kann ihnen Laute zuordnen und sie in Wörtern wiedererkennen.
Die im Rahmen des Leselehrganges (Lesen mit Lo) behandelten Buchstaben ( L,l; O,o; I,i; A,a; M,m) beherrscht er sicher mit den dazugehörigen Sprechbewegungsbildern.
Er kennt die im Rahmen des Leselehrganges behandelten Wörter (Lo, Lilo, Ali, Mama und Oma) und kann diese nach Vorlage verschriften.
Er hat die Wörter ganzheitlich gespeichert.
Er kann sie selbständig zergliedern, die Synthese gelingt ihm nur mit Hilfen. Till-Philipp hat einige weitere Wörter, z.B. seinen und anderer Kinder Namen gespeichert und erliest sie in verschiedenen Zusammenhängen. Buchstaben und Wörter kann Till-Philipp ohne Hilfen formgetreu nachspuren. Die selbständige Verschriftung nach Vorlage und nach Diktat gelingt ihm mit Hilfen.
Bei der Verschriftung auch geübter Buchstaben zeigt er noch immer Raum-Lage-Unsicherheiten.
Till-Philipp hat den kommunikativen Aspekt des Schreibens durchschaut und verfaßt mit besonderer Freude "Kritzelbriefe".

Fachorientierte Lernbereiche
Musik/Rhythmik

Till-Philipps Interesse in diesem Bereich hat sich über die musikalisch-rhythmischen Inhalte hinaus auf Liedtexte erweitert. Oft wiederholte Lieder kann er annähernd melodiegetreu mitsingen.
Sein besonderes Interesse gilt der gezielten und unterschiedlich modulierten Geräuscherzeugung mit Klang- und Rhythmusinstrumenten.

Ästhetische Erziehung

Till-Philipp hat seine Ausdrucksmöglichkeiten mit Hilfe verschiedener Materialien (Pinsel, verschiedene Stifte, Schwamm, Stempel) erheblich erweitert. Er kann im Rahmen differenzierter Aufgabenstellungen und mit Hilfen am Kunstunterricht der Grundschüler partizipieren.
Beim farbigen und flächigen Gestalten bevorzugt Till-Philipp noch immer die Einfarbigkeit - vornehmlich schwarz - , läßt sich jedoch bereitwilliger zu mehrfarbigen Gestaltungsversuchen bewegen. Mehrfarbige Vorlagen kann er kopieren.
Das Ausmalen von einfachen und komplexeren Formen gelingt ihm unter weitgehender Einhaltung der Begrenzungslinien.
Till-Philipp zeigt verstärktes Interesse am gegenständlichen Zeichnen. Er hat grundlegende Schemata für Mensch, Gesicht, Tier, Auto u.ä. entwickelt und erprobt diese nachhaltig in thematisch gebundenen und freien Gestaltungssituationen.

Hauswirtschaft

Till-Philipp hat seine Fähigkeiten in diesem Bereich im Hinblick auf selbständige Vorbereitung und Durchführung des Frühstücks ausgeweitet. Alle diesbezüglichen Tätigkeiten, z.B. den Tisch für eine Geburtstagsfeier eindecken, Abwaschen und Abtrocknen des Geschirrs gelingen ihm ohne Hilfen. Die Klassendienste erledigt er gewissenhaft.

Sport

Till-Philipp zeigt besondere Freude an allen Bewegungsangeboten. Die Erprobung seiner Schnelligkeit, Kraft und Geschicklichkeit sind hierbei von besonderer Bedeutung.
Er partizipiert im Rahmen seiner Möglichkeiten am Sportunterricht der Grundschüler. An Lauf- und Fangspielen in der Gruppe, an Hindernisparcouren (Bewegungslandschaften) nimmt er mit besonderem Engagement teil. Einfache Spielregeln kann er einhalten.
Im Rahmen der Einzelförderung hat er das Schwingen an einem Seil mit Hilfestellung, das Springen auf und von dem Trampolin ohne Hilfestellung und die freihändige Fortbewegung auf dem Pedalo erlernt.
Das gezielte Werfen und Fangen mit Bällen gelingt ihm inzwischen besser.

Bemerkungen

Till-Philipp nimmt teil am Unterricht einer Integrationsklasse. Er wird nach den Rahmenrichtlinien für Geistigbehinderte beschult.
26.01.1996
Unterschrift der Klassenlehrerin und der Sonderschulpädagogin
 

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Zeugnis Klasse 2a, 2. Halbjahr
Till-Philipp hat seine Stellung in der Klasse im Zusammenhang mit seinen beständig erweiterten sozialen Kompetenzen ausbauen können. Er ist ein voll akzeptiertes und in seinen Bedürfnissen und Aktivitäten ernst genommenes Mitglied der Lerngruppe. Er fühlt sich in der Gemeinschaft sehr wohl.
Immer häufiger und vielfältiger nimmt er im Unterricht und im Pausenbereich an den Aktivitäten der Grundschüler teil und gestaltet diese nach seinen Möglichkeiten mit.
Till-Philipps Leistungsbereitschaft und -fähigkeit haben sich wesentlich verbessert. Er vermag nunmehr bis zu 15 Minuten ohne direkte Führung durch eine Lehrerin zu arbeiten. Die Möglichkeit des Rückzugs in die Spielecke nutzt er nur noch selten im Anschluß an konzentrierte Arbeitsphasen oder zum Ende eines Schultages. Seine Konzentrations- und Ausdauerleistungen sind abhängig vom Aufforderungsgrad einer Aufgabe und von der jeweiligen Tagesform.
Lob und Anerkennung durch die Lehrerinnen und Mitschüler gewinnen für ihn eine immer größere Bedeutung und stellen eine maßgebliche Leistungsmotivation dar.
Regeln, Ge- und Verbote der Schule hat er weitgehend internalisiert.

Entwicklungsorientierte Lernbereiche
Grobmotorik

Till-Philipps motorische Koordinationsfähigkeit hat sich weiter ausdifferenziert. Seine Bewegungen sind schneller, zielgerichteter und ökonomischer geworden, Ausdauer und Belastbarkeit z.B. bei Lauf- und Fangspielen im Sport- und Pausenbereich sowie bei längeren Unterrichtsgängen haben sich verbessert.
Till-Philipp sucht und erprobt gezielt neue Bewegungsmuster (z.B. Hüpfen, Rückwärtslaufen, Kriechen) und wird in der Ausführung immer sicherer.
Die Überwindung von Höhenunterschieden gelingt ihm jetzt angstfreier. Die Kraftdosierung im Umgang mit Materialien und Mitschülern vermag er besser zu steuern.

Feinmotorik

Till-Philipp hat seine Fertigkeiten im Bereich der Feinmotorik erweitert. Zielgenauigkeit, Kraftdosierung und visumotorische Kontrolle ermöglichen ihm wesentlich verbesserte Ergebnisse beim Kleben, Schneiden, Stempeln und Malen.
Das Ausmalen kleinflächiger komplexer Formen gelingt ihm gut.
Er ist nunmehr in der Lage, bekannte Buchstaben ohne Führungslinien annähernd formgetreu zu reproduzieren.

Wahrnehmung / Denken

Till-Philipp überschaut Vorhaben und Handlungseinheiten im Detail. In Ansätzen gestaltet er sie problemlösend mit und speichert die Inhalte langfristig ab. Er kann auch nach längeren Pausen Zusammenhänge abrufen und wiederherstellen.
Seine Fähigkeit des rück- und vorausschauenden Denkens hat sich wesentlich verbessert, was sich eindrucksvoll in seinen Bemühungen zeigt, Bedürfnisse durchzusetzen und unerwünschte Handlungskonsequenzen zu umgehen.
Er verfügt über vielfältige Problemlösungsstrategien.
Ordnungen, Reihungen und Kategorisierungen gelingen ihm in zunehmend größeren Zusammenhängen.

Sprache /Kommunikationsverhalten

Till-Philipps Sprachkompetenz hat sich im Bereich des Wortschatzes erweitert. Er kann gegenüber Lehrkräften und Mitschülern seine Bedürfnisse und Gedanken verständlich machen. Er tritt zunehmend auch mit weniger vertrauten Personen in Kommunikation und stellt echte Dialogsituationen her.
Till-Philipps Fähigkeit des zunehmend situationsangemesseneren Sprachgebrauchs zeigt sich besonders in Gesprächskreisen, wo er die Form der Erlebniserzählung in ersten Ansätzen erprobt.
In der Regel spricht er in Mehrwortsätzen, benutzt Verben im Präsens und im Perfekt.
Die Tendenz der Echolalie und die Dyslalie haben sich weiter verringert.

Handlungsorienterte Lernbereiche
Selbstversorgung

Till-Philipp hat seine Selbständigkeit in den lebenspraktischen Bereichen aus eigenem Antrieb erweitert. Er ist stets bestrebt, alle im Schulalltag relevanten Handtungen „alleine“ durchzuführen und bittet nur dann um Hilfe, wenn ihm diese trotz intensiver Bemühungen mißlingen.
Das An- und Auskleiden sowie die Erledigungen im Hygienebereich erledigt er eigenständig, bedarf aber immer noch der wiederholten Aufforderung bzw. direkten Führung durch eine Lehrerin bei der sachgerechten Handhabung der einzelnen Gegenstände (z.B. Wasser, Seife, Kleidungsstücke ).
Außerhalb des Schulgebäudes und der hier relevanten Handlungsvollzüge benötigt Till-Philipp noch umfassende Hilfen. Angemessene Handlungs- und Selbstregulierungsmuster z.B. bezüglich des Verhaltens im Straßenverkehr hat er noch nicht aufgebaut und bedarf bei Ausflügen und Unterrichtsgängen noch immer der ungeteilten Aufmerksamkeit einer Lehrerin.

Spiel

Till-Philipps Spielfähigkeit hat sich weiter verbessert. Er nimmt regelmäßig teil an selbst- und fremdinitiierten Spielen im Unterrichts- und Pausenbereich. Er durchschaut Regeln und kann sie situationsangemessen anwenden. Die Tendenz, sie nach seinen Vorstellungen zu verändern, ist seltener zu beobachten.
Till-Philipp bevorzugt immer häufiger Spiele in der Kleingruppe anstelle des Spiels in der Einzelsituation. Er ist in der Lage, Kinder in seine individuellen Spiele einzubeziehen.
In Freispielphasen bevorzugt er das Anschauen von Bilderbüchern und Konstruktionsspiele, bei denen er mit verschiedenen Materialien Türme und Absperrungen baut.

Soziale Beziehungen

Till-Philipps Kontakt-, Interaktions- und Kooperationsfähigkeit hat sich weiter verbessert.
Er hat seine sozialen Beziehungen insbesondere im Pausenbereich auf die Kinder anderer Klassen ausgeweitet. Er sucht und findet gezielt bestimmte Spielpartner und tritt in situationsangemessene Interaktionen. Till-Philipp ist immer besser in der Lage, Stimmungen und Bedürfnisse der anderen Kinder wahrzunehmen und angemessen darauf zu reagieren. Er kümmert sich liebevoll um weinende Kinder und ist ein guter „Tröster“.
Regeln akzeptiert Till-Philipp inzwischen besser, wenngleich er noch Schwierigkeiten mit der Akzeptanz von Eigentumsverhältnissen hat.
Er bedarf noch immer einer sehr hohen Aufmerksamkeit und Führung durch eine Lehrkraft, läßt sich aber zunehmend besser auch durch seine Mitschüler leiten.

Mathematik

Till-Philipp beherrscht den Zahlenraum bis 10 weitgehend sicher.
Er kann die Zahlen benennen, und ihnen die entsprechenden Mengen zuordnen
Mengenbilder bis 6 kann er fast sicher simultan erfassen, das Abzählen von Mengen bis 10 gelingt ihm ohne Hilfen. Till-Philipp kann Größer- und Kleinerbeziehungen zwischen konkreten Gegenständen /ikonischen Darstellungen sowie Mengen im Zahlenraum bis 10 angeben und notieren.
Die Zahlzerlegung im Zahlenraum bis 6 gelingt ihm in handlungsorientierten Zusammenhängen und mit Vorstellungshilfen.
Bei der Verschriftung von Zahlen ohne Vorlage zeigt er noch gelegentlich Raum-Lage-Unsicherheiten.
Die Bearbeitung mathematischer Inhalte gelingt Till-Philipp bei in ihrem Verfahren geübten Aufgaben in kurzen Sequenzen schon ohne die unmittelbare Hilfe der Lehrkraft.

Lesen / Schreiben

Till-Philipp kennt die Mehrzahl der Großbuchstaben und einige Kleinbuchstaben des Druckschriftalphabets, kann ihnen Laute zuordnen und sie in Wörtern wiedererkennen.
Die im Rahmen des Leselehrgangs (Lesen mit Lo 1) behandelten Buchstaben (L,l; O,o; I,i; A,a; M,m; T,t; F,f) beherrscht er sicher mit den dazugehörigen Sprechbewegungsbildern.
Er kennt die im Rahmen des Leselehrganges behandelten Wörter (Lo, Lilo, ALi, Mama, Oma, lila, Limo, Lama, malt, Tim, mit, Foto, Ein, von) und seinen Namen und kann diese nach Vorlage und zum Teil aus dem Gedächtnis verschriften.
Er hat die Wörter ganzheitlich gespeichert und kann sie selbständig zergliedern. Die Synthese gelingt ihm ohne Hilfen noch nicht sicher. Till-Philipp kann Drei- bis Vierwortsätze in verschiedenen Wortkombinationen (s.o.) erlesen und sicher entsprechenden Bildern zuordnen.
Buchstaben, Wörter und Sätze kann er formgetreu nachspuren. Die setbständige Verschriftung nach Vorlage und nach Diktat gelingt ihm noch nicht immer sicher.

Fachorientierte Lernbereiche
Musik / Rhythmik

Till-Philipps Interesse in diesem Bereich gilt besonders einfachen Liedtexten. Oft wiederholte Lieder singt er annähemd melodiegetreu mit. Er nimmt mit besonderer Freude an Entspannungsübungen teil, die mit Meditationsmusik unterlegt sind.
Er zeigt überdies Interesse an der gezielten und unterschiedlich modulierten Geräuscherzeugung mit Klang- und Rhythmusinstrumenten.

Ästhetische Erziehung

Till-Philipp hat inzwischen Freude an ästhetischen Gestaltungsprozessen entwickelt.
Er hat seine Ausdrucksmöglichkeiten mit Hilfe verschiedener Materialien kontinuierlich erweitert.
Im Rahmen nur noch gering differenzierter Aufgabenstellungen kann er mit Hilfe am Kunstunterricht der Grundschüler teilnehmen.
Bei farbigen und flächigen Gestaltungsaufgaben bevorzugt Till-Philipp nicht mehr ausschließlich schwarz, sondern unternimmt mitunter eigenständig mehrfarbige Gestaltungsversuche.
Im Bereich des gegenständlichen Zeichnens hat er sein Repertoire an grundlegenden Schemata ( Haus, Mensch, Tier etc.) erweitert und erprobt diese in thematisch gebundenen und freien Gestaltungssituationen.

Hauswirtschaft

Till-Philipp hat seine Fähigkeiten in diesem Bereich vertieft. Er ist in der Lage, alle für das Schulfrühstück relevanten Tätigkeiten selbständig und sachgerecht auszuführen.
Seine Klassendienste erledigt er gewissenhaft.

Sport

Till-Philipp nimmt mit besonderer Freude am Sportunterricht teil. Er versucht, im Rahmen seiner Möglichkeiten an den Übungen und Spielen der Lerngruppe teilzunehmen. Er stellt sich in der Regel an und wartet, bis er an der Reihe ist. Hierbei gelingt es gut, ihn in die Laufspiele (z.B. Wett- und Hindernisläufe ) zu integrieren.
Im Rahmen der Einzelförderung hat er gelernt, viele Übungen an der Langbank (u.a. Krabbeln, Laufen, Balancieren mit Hilfe und sich Ziehen auf der Bank, Kriechen durch die Bank) auszuführen.
Er kann Bälle fangen, die ihm gezielt zugeworfen werden und versucht, sie wieder einem Partner zuzuwerfen.
Er kann die Rolle vorwärts weitgehend selbständig ausführen.

Bemerkungen

Till-Philipp nimmt teil am Unterricht einer Integrationsklasse. Er wird noch den Rahmenrichtlinien für Geistigbehinderte beschult.
38162 [Gemeinde] , den 26.6.96
Unterschrift der Klassenlehrerin und der Sonderschulpädagogin
 

Zeugnisanfang
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Zeugnis Klasse 3a, 1. Halbjahr
Till-Philipp ist ein voll integriertes Mitglied der Lerngruppe. Er ist nunmehr in der Lage an der Mehrzahl der gemeinschaftlichen Veranstaltungen der Gruppe in angemessener Weise zu partizipieren. Diesbezüglich hat er seine sozialen Kompetenzen deutlich erweitert und kann gesetzte Regeln besser einhalten.
Till-Philipp sucht sich gezielt Spiel- und Arbeitspartner für seine Aktivitäten und hat seine Fähigkeiten zum konstruktiven Spiel weiter ausgebaut.
Till-Philipps Lernbereitschaft und Arbeitsverhalten haben sich weiter verbessert. Nur noch seiten weigert er sich, nach Anweisung zu arbeiten. Er entwickelt zunehmend die Fähigkeit, Lernsituationen konstruktiv mitzugestalten. Immer häufiger gelingt es ihm, eigene Bedürfnisse und Aktivitäten temporär zugunsten einer unterrichtlich geplanten bzw. geforderten Arbeit zurückzustellen.
Till-Philipp kann bei motivierenden Inhalten bzw. Tagen mit hoher Leistungsmotivation 15 bis 20 Minuten selbstständig arbeiten. Mitunter bedarf er jedoch über einen ganzen Schultag hinweg der Aufmerksamkeit einer Lehrerin.
Till-Philipp kann sich inzwischen sehr selbstständig im Schulhaus und im Pausenbereich bewegen und kleine Aufträge angemessen ausführen.

Entwicklungsorientierte Lernbereiche
Grob- und Feinmotorik

Er hat Bewegungsgeschwindigkeit, Bewegungsökonomie und Zielgerichtetheit so weit verbessert, dass er an den Bewegungsspielen der Grundschüler partizipieren kann. Insbesondere im Sportunterricht ist er neuen Bewegungsformen gegenüber sehr aufgeschlossen. Lediglich bei Bewegungsformen, die den Gleichgewichtssinn beanspruchen (z.B. Pedalo fahren), ist er noch unsicher und benötigt Hilfe.
Till-Philipp hat deutliche Fortschritte bei der Handhabung von Mal- und Schneidgeräten sowie von Werkzeugen gemacht.
Seine visumotorische Kontrolle ist so weit entwickelt, dass ihm das Anmalen von komplexen Formen, das Zeichnen mit Richtungsänderung, das gezielte Kleben, das Schneiden auf der Linie sowie das Schreiben von Buchstaben und Zahlen ohne Führungslinien immer besser gelingt.

Wahrnehmung / Denken

Till-Philipp hat seine Fähigkeit, Vorhaben und Handlungseinheiten im Detail zu planen und durchzufahren erweitert. Es gelingt ihm überdies, seine Wünsche und Ideen anderen gegenüber zu artikulieren und durchzusetzen. Er verfügt über vielfältige Problemlösungsstrategien. Er kann seine Handlungsalternativen gezielt wählen und Handlungskonsequenzen antizipieren. Ordnungen, Reihungen und Kategorisierungen gelingen ihm in immer größeren Zusammenhängen.

Sprache / Kommunikationsverhalten

Till-Philipp hat seine Sprachkompetenz in allen Bereichen deutlich verbessert. Er ist nunmehr in der Lage, Gedanken und Bedürfnisse gegenüber beliebigen Dritten situationsangemessen zu artikulieren. Er provoziert Dialogsituationen und erprobt beständig seine sprachlichen Möglichkeiten.
Es gelingt ihm in ersten Ansätzen in Gesprächskreisen thematisch gebunden zu erzählen. Hierzu benötigt er jedoch noch Hilfen.
Er spricht zumeist in Dreiwortsätzen, selten auch in komplexeren Satzstrukturen. Er beherrscht die Verbformen Präsens und Perfekt.
Noch immer ist eine leicht Dyslalie vorhanden.

Handlungsorientierte Lernbereiche
Selbstversorgung

Till-Philipp ist in den lebenspraktischen Bereichen sowie in den schulrelevanten Bereichen wesentlich selbstständiger geworden und bewältigt die diesbezüglichen Erledigungen zumeist ohne Hilfen und direkte Führung; er benötigt hierzu jedoch eine ausdrückliche Aufforderung. Das An- und Auskleiden gelingt ihm weitgehend eigenständig.
Till-Philipp kann innerhalb des Schulgebäudes alle hier relevanten Handlungsvollzüge einschließlich kleiner Botengänge und Klassendienstverrichtung selbstständig durchführen. Bei Ausflügen und Unterrichtsgängen kann er sich jetzt gut in die Gruppe einfügen und bedarf nicht mehr der ständigen Lenkung durch eine Lehrerin. Noch immer hat Till-Philipp keine angemessenen Handlungsmuster zum regelgerechten Verhalten im Straßenverkehr aufgebaut.

Spiel

Till-Philipp nimmt mit Freude an Klein- und Großgruppenspielen im Unterrichts- und Pausenbereich teil. Er durchschaut und befolgt zumeist die grundlegenden Regeln.
Bei Brett- und Legespielen versucht er noch immer, die Regeln nach seinen Bedürfnissen zu verändern. Er kann daher diese Spiele nur mit einer Lehrerin, nicht jedoch mit den Kindern der Lerngruppe spielen. In Freispielphasen beschäftigt er sich besonders gern mit Büchern, Handpuppen und Konstruktionsspielen.

Soziale Beziehungen

Till-Philipp hat seine Kontakt-, Interaktions- und Kooperationsfähigkeit weiter ausgebaut. Er sucht sich gezielt Spielpartner aus der eigenen wie auch aus anderen Lerngruppen, um mit diesen seine Pausen zu gestalten.
Er nimmt von sich aus Kontakt zu neuen Schülern auf. Innerhalb des Klassenverbandes pflegt er gute Kontakte zu alten Gruppenmitgliedern, nimmt sie in ihren Stimmungen und Bedürfnissen wahr und ernst und reagiert angemessen auf sie. Zu einigen Mitgliedern der Lerngruppe hat Till-Philipp stabile freundschaftliche Beziehungen aufgebaut. Diese pflegt er auch im Freizeitbereich.

Mathematik

Till-Philipp kann im Zahlenraum bis 10 sicher die Zahlen benennen, ihnen Mengen zuordnen und Größer-Kleinerbeziehungen von Mengen angeben und notieren.
Er kann einige Zahlen im Zahlenraum bis 20 benennen. Die Zahlzerlegung im Zahlenraum bis 6 gelingt ihm in handlungsorientierten Zusammenhängen und mit Vorstellungshilfen. Mit Hilfen kann er Additions- und Subtraktionsaufgaben im Zahlenraum bis 4 nachvollziehen (mit Muggelsteinen oder Steckbrett), die selbstständige Umsetzung von Aufgaben in Handlungsvollzüge und umgekehrt gelingt ihm noch nicht.

Lesen / Schreiben

Till-Philipp hat den Leselehrgang "Lesen mit Lo l" annähernd abgeschlossen. Er kann die hier behandelten Buchstaben sicher Lesen, formgetreu verschriften und beherrscht die zugehörigen Sprechbewegungsbilder.
Er kennt die im Lehrgang behandelten Ganzwörter und kann diese nach Vorlage und den überwiegenden Teil auch aus dem Gedächtnis verschriften.
Till-Philipp hat die Wörter ganzheitlich gespeichert und kann sie zergliedern. Die Synthese der Wörter aus Buchstaben und Silben gelingt ihm mit Hilfen.
Er kann auf der Basis des geübten Wortbestandes Sätze und kleine Texte erlesen und sicher entsprechenden Bildern zuordnen.
Buchstaben, Wörter und Sätze kann er formgetreu nachspuren und nach Vorlage verschriften.

Fachorientierte Lernbereiche
Musik / Rhythmik

Till-Philipp kann mit Unterstützung immer gleichmäßiger auf Rhythmusinstrumente schlagen. Im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten gelingt ihm der Wechsel zwischen Spie und Pause schon recht gut. Er hat viel Freude am musikalischen Zusammenspiel mit anderen, wobei er sich an den Mitschülern orientiert und diese nachahmt; so hört er Regeln zunehmend besser ein.

Kunst / Werken

Till-Philipp zeigt besonderes Interesse an alten farbigen und plastischen Gestaltungsprozessen. Er experimentiert gern mit den verschiedenen Materialien und Werkzeugen.
Er nimmt mit zum Teil gering differenzierten Aufgabenstellungen und Hilfen am Kunst- und Werkunterricht der Lerngruppe teil.
Till-Philipp ist nunmehr in der Lage, in seinen Bildern Situationen darzustellen bzw. kleine Geschichten zu erzählen. Dabei überwiegt inzwischen die Mehrfarbigkeit. Seine Fähigkeiten im Bereich des gegenständlichen Zeichnens haben sich weiter ausdifferenziert.
Im Werkunterricht zeigt Till-Philipp neben einer besonderen Freude am Umgang mit Werkzeugen und Maschinen eine besondere Geschicklichkeit. Till-Philipp kann mit nur wenig Hilfe mit einer Laubsäge auf einer Linie entlangsägen.

Hauswirtschaft

Till-Philipp kann den Frühstückstisch für das Klassenfrühstück setbstständig eindecken. Er kann zwischen Tee- und Kaffeetassen differenzieren, Besteck auswählen u.ä..
Die für den Klassendienst notwendigen Verrichtungen beherrscht er annähernd ohne Hilfen.

Sport

Till-Philipp nimmt mit besonderer Freude am Sportunterricht teil. Immer häufiger kann er an den Übungen und Spielen der Lerngruppe teilnehmen. Er kann sich in der Riege anstellen und warten, bis er an der Reihe ist.
Er beherrscht viele Übungen an der Bank: Balancieren, sich auf der Bank ziehen, krabbeln, über die Bank laufen und springen. Mit dem Ball kann er nach Anweisung langsam und schnell kullern. Er kann Bälle fangen, wenn man ihm gut zuwirft. Laufspiele ahmt er den Mitschülern nach und kann auch hier teilweise mitmachen.

Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften

Till-Philipp hat, wenn es von den Inhalten her möglich war, mit Freude an der Musik-AG teilgenommen.

Bemerkungen

Till-Philipp nimmt teil am Unterricht einer Integrationsklasse. Er wird nach den Rahmenrichtlinien der Schule für Geistigbehinderte beschult.
31.01.1997
Unterschrift der Klassenlehrerin und der Sonderschulpädagogin
 

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Zeugnis Klasse 3a, 2. Halbjahr
Till-Philipp ist ein voll integriertes Mitglied seiner Lerngruppe. An der Mehrzahl der gemeinschaftlichen Veranstaltungen der Gruppe kann er in angemessener Weise teilnehmen wie z.B. der Elm-Wanderung, der Faschingsfeier oder der Spieleolympiade. Gesetzte Regeln kann er immer besser einhalten.
In den Pausen sowie im Unterricht sucht Till-Philipp sich gezielt Spiel- und Arbeitspartner. Dabei hat er Vorlieben für bestimmte Kinder entwickelt. Er kann Spielsituationen initiieren und verändernd auf sie einwirken. Bewegungsspiele mit dem Ball oder Dosenstelzen sowie das konstruktive Spiel mit Handpuppen stehen im Vordergrund.
Till-Philipps Lernbereitschaft und Arbeitsverhalten haben sich weiter verbessert. Nur noch selten weigert er sich, nach Anweisung zu arbeiten. Er entwickelt zunehmend die Fähigkeit, Lernsituationen konstruktiv mitzugestalten und eigene Ideen einzubringen.
Till-Philipp kann bei motivierenden Inhalten bis zu 20 Minuten selbständig arbeiten. Mitunter bedarf er jedoch über einen ganzen Schultag hinweg der Aufmerksamkeit einer Lehrerin.
Till-Philipp kann sich selbständig im Schulgebäude und im Pausenbereich bewegen und kleine Aufträge angemessen ausführen.

Entwicklungsorientierte Lernbereiche
Grob- und Feinmotorik

Till-Philipp hat seine Bewegungsgeschwindigkeit, Bewegungsökonomie und Zielgerichtetheit so weit entwickelt, dass er an den Ball- und Bewegungsspielen der Grundschüler teilnehmen kann. Auch bei Bewegungsformen, die den Gleichgewichtssinn beanspruchen (Pedalo fahren, auf Dosenstelzen laufen) hat er Fortschritte erzielt und benötigt nur noch wenig Hilfe.
Till-Philipp verfügt über differenzierte Handfertigkeiten (schrauben, kurbeln, schneiden, öffnen, etc.).
Till-Philipp kann sämtliche für den Unterricht notwendigen Materialien und Werkzeuge handhaben. Seine Auge-Hand-Koordination ist so weit entwickelt, dass ihm das Anmalen von komplexen Formen, das Zeichnen, das ge.

Wahrnehmung/Denken

Till-Philipp kennt Formen und Farben und kann diese unterscheiden. Er kann Größen unterscheiden, vergleichen und Gegenstände nach ihrer Größe geordnet in eine Reihenfolge bringen.
Till-Philipp hat seine Fähigkeit, Vorhaben und Handlungseinheiten zu planen und durchzufahren erweitert. Es gelingt ihm, seine Bedürfnisse, Wünsche und Ideen anderen gegenüber zu artikulieren und durchzusetzen. Er verfügt über vielfältige Problemlösungsstrategien und kann Handlungsalternativen gezielt wählen. Auch kann er mögliche Konsequenzen, die auf eigene und fremde Handlungen folgen, abschätzen und artikulieren.

Sprache /Kommunikation

Till-Philipp hat seine Sprachkompetenz in allen Bereichen erweitert. Es gelingt ihm immer besser, in entsprechenden Situationen Fragen zu formulieren und entsprechend zu betonen.
Mit Hilfe kann er in Gesprächskreisen thematisch gebunden erzählen z.B. von seinem Wochenende. Dabei kann er sich an Gesprächsregeln halten. Till-Philipp kann sich sprachlich situationsangemessen mitteilen. Er kann sich gezielt Hilfe erbitten und seine Wünsche und Bedürfnisse artikulieren. Es gelingt ihm gut, Mitschüler auch mit sprachlichen Mitteln zu trösten.
Begrüßungs- und Verabschiedungsformein sowie Höflichkeitsausdrücke (z.B. Bitte schön, Danke schön) beherrscht er und verwendet sie meistens situationsangemessen. Till-Philipp versteht Aufforderungen sowie Lob und Verbote und kann angemessen darauf reagieren. Dabei nutzt er auch die Fähigkeit, unterschiedliche Stimmmodulationen richtig zu deuten.
Till-Philipp kann Oberbegriffe (Obst, Gemüse, Bauernhof, Kleidung etc.) bilden. Er spricht meistens in Dreiwortsätzen und benutzt die Verben vordergründig im Präsens oder Perfekt.

Handlungsorientierte.Lernbereiche
Selbstversorgung

Till-Philipp ist in den lebenspraktischen sowie den schulrelevanten Bereichen viel selbstständiger geworden. Er erledigt die Anforderungen im Hygienebereich ohne Hilfe und Aufforderungen. Das An- und Auskleiden gelingt ihm weitgehend eigenständig.
Till-Philipp kann den Tisch decken und abräumen, letzteres jedoch nur nach ausdrücklicher Aufforderung. Er hält sich an in der Klasse gültige Tischgewohnheiten und kann sich Tischnachbarn aussuchen. Er teilt gern mit anderen, reicht gewünschte Dinge (Messer, Kakao) weiter und kann sich etwas zureichen lassen.
Selbständig erledigt Till-Philipp kleine Botengänge innerhalb des Schulgebäudes, besorgt sich Dinge des täglichen Bedarfs (Stifte, Malkasten, Pflaster etc.), leiht sich Bücher aus und bringt, manchmal noch mit Hilfe, seine Sachen in Ordnung (z.B. Etui und Ranzen einräumen, Stuhl hochstellen, Spielecke aufräumen, Arbeitsplatz vorbereiten).
Bei Ausflügen und Unterrichtsgängen fügt er sich gut in die Gruppe ein und braucht nur manchmal noch die Hilfe einer Lehrerin. Im Straßenverkehr ist Till-Philipps Verhalten noch nicht regelgerecht. Er kann nach rechts und links schauen und weiß, dass er die Straße nur überqueren darf, wenn kein Auto kommt, doch tut er es oft nur nach direkter Aufforderung.

Spielen

Mit Freude nimmt Till-Philipp an Klein- und Großgruppenspielen teil. Er kennt grundlegende Regeln und kann sich daran halten. Gesellschaftsspiele möchte er weiterhin oft nach seinen Bedürfnissen verändern. In Freispielphasen beschäftigt er sich besonders gern mit den Handpuppen und Bauklötzen in seiner Spielecke oder er sieht sich Bücher und Fotoalben an. In den Pausen sucht er sich oft Dosenstelzen oder das Springseil aus oder er spielt mit anderen Schülern im Sandkasten.

Soziale Beziehungen

Till-Philipp sucht sich für Tätigkeiten im Klassenverband sowie für die Pausen gezielt Spiel- und Arbeitspartner. Er geht auf Kinder aus der eigenen wie aus anderen Lerngruppen offen zu, nimmt Kontakt auf und fordert sie zu konkreten und überlegten Spielsituationen auf.
In der Klasse pflegt er gute Kontakte zu allen Mitschülern, nimmt sie in ihren Stimmungen und Bedürfnissen wahr und reagiert angemessen auf sie. Zu einigen Mitgliedern der Gruppe hat TillPhilipp eine freundschaftliche Beziehung, die er auch im Freizeitbereich pflegt.

Mathematik

Till-Philipp kann Mengen nach qualitativen und quantitativen Eigenschaften vergleichen und unterscheiden sowie vorgegebene Mengen verändern (reduzieren, erweitern). Im Zahlenraum bis 10 kann er Mengen zuordnen sowie Größer-Kleinerbeziehungen angeben und notieren.
Im Zahlenraum bis 12 kann er sicher die Zahlen benennen, lesen und schreiben, einige Zahlen im Zahlenraum bis 20 benennt er.
Im Zahlenraum bis 6 gelingt ihm die Zahlzerlegung in handlungsorientierten Zusammenhängen. Mit Hilfen kann er hier Additions- und Subtraktionsaufgaben nachvollziehen sowie die Mengen mit Vorstellungshilfen (Würfelbilder) simultan aufnehmen.

Lesen/Schreiben

Till-Philipp hat den Leselehrgang "Lesen mit Lo l" abgeschlossen und arbeitet nun mit dem Lehrgang "Lesen mit Lo 2". Er kann die bekannten sowie die neu eingeführten Buchstaben (S, s, H, h, N, n, Ei, ei, W,w) sicher lesen, formgetreu verschriften und beherrscht die zugehörigen Sprechbewegungsbilder.
Er kennt die im Lehrgang behandelten Ganzwörter (halt, Hallo, teilt, Eis, allein, wo, etc.) und kann diese nach Vorlage und den überwiegenden Teil aus dem Gedächtnis verschriften. Ebenfalls kann er alle geübten Buchstaben nach Diktat sowie lauttreue Silben aus zwei bis drei Buchstaben mit Hilfen verschriften. Buchstaben, Wörter und Sätze kann er formgetreu nachspuren und nach Vorlage verschriften.
Till-Philipp hat die Wörter ganzheitlich gespeichert. Die Synthese der Wörter aus Buchstaben und Silben gelingt ihm mit Hilfen.
Er kann auf der Basis des geübten Wortbestandes Sätze und kleine Texte erlesen und sicher entsprechenden Bildern zuordnen. Neue ein- und zweisilbige lauttreue Wörter auf der Basis des geübten Buchstabenbestandes kann er mit Hilfe erlesen.

Fachorientierte Lernbereiche
Musik/Rhythmik

Till-Philipp zeigt grundsätzlich Interesse und Freude an musikalischem Tun.
Er kann mit Unterstützung annähernd gleichmäßig auf Rhythmusinstrumente schlagen. Im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten gelingt ihm der Wechsel zwischen Spiel und Pause schon recht gut. Da ihm das Spielen auf Instrumenten Spaß macht und er sich dabei an seinen Mitschülern orientiert und diese nachahmt, gelingt ihm das Einhalten musikalischer Regeln zunehmend besser.

Kunst

Till-Philipp zeigt ein besonderes Interesse am Kunstunterricht. Der Umgang mit Farben und Formen bereitet ihm Spaß. Er kann mit großen und kleinen Pinseln großflächig aber auch gegenständlich malen. Ebenfalls hat er erfahren, dass durch das Mischen von Farben neue Farbtöne entstehen können und wendet es häufig an. Dabei steht das ungezielte Mischen von Farben im Vordergrund. Häufig malt Till-Philipp konkrete Situationen und kleine Geschichten und erzählt seine Bilder. Gut und sehr differenziert gelingt ihm manchmal auch das Abmalen von Gegenständen wie z.B. das Abmalen seines 'Handys'. Besonders gern malt er großflächig mit Kreide an der Tafel.
Spaß hat Till-Philipp am Erstellen von Collagen. Er kann Bilder nach einem bestimmten Inhalt auswählen (z.B. Spielzeug) und mit Hilfe neu zusammenordnen. Die hierfür benötigten Grundfertigkeiten im Schneiden, Reißen und Kleben beherrscht er.

Textil

Till-Philipp hat an den praktischen Arbeiten des Textilunterrichts mit großem Eifer teilgenommen. Dabei hat er unterschiedliche Erfahrungen mit Wolle (dick/dünn, rau/weich) sammeln können. Einige Techniken der Wollverarbeitung hat er kennengelernt (Flechten, Weben und Sticken). Im Rahmen des Textilunterrichts hat Till-Philipp sich eine Krake mit geflochtenen Zöpfen, eine gewebte Tasche sowie ein Stickbild erstellt. Bei der Ausübung dieser Techniken benötigt er unterschiedlich viel Hilfe.

Hauswirtschaft

Till-Philipp kann den Frühstückstisch für das Klassenfrühstück selbständig eindecken. Er unterscheidet Tee- und Kaffeetassen, wählt richtiges Besteck aus und kann die Kaffeemaschine bedienen. Die Klassendienste verrichtet er sehr gern und pflichtbewusst. Das Abwaschen und Abtrocknen des Geschirrs gelingen ihm nahezu ohne Hilfe, die Kakaokiste holt er eigenständig und nur beim Blumen gießen benötigt er noch Hilfe.

Sport

Till-Philipp nimmt mit besonderer Freude am Sportunterricht teil. Immer häufiger kann er an den Übungen und Spielen der Lerngruppe teilnehmen. Er kann sich in der Riege anstellen und warten, bis er an der Reihe ist.
Er beherrscht viele Übungen an der Bank: Balancieren, sich auf der Bank ziehen, krabbeln, über die Bank laufen und springen.
Mit dem Ball kann er nach Anweisung langsam und schnell kullern. Er kann Bälle fangen, wenn man ihm gut zuwirft. Er hat gelernt, den Ball zu prellen und wieder aufzufangen.
Laufspiele ahmt er den Mitschülern nach und kann auch hier teilweise mitmachen. Besonders viel Spaß macht ihm das Spiel 'Feuer, Wasser, Luft'.
In letzter Zeit interessiert Till-Philipp sich für das Seilspringen und versucht dabei mitzumachen. Er kann sich geschickt mit dem Rollbrett fortbewegen.

Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften

Till-Philipp hat, wenn es von den Inhalten her möglich war, mit Freude an der AG Pappmaché oder an der Spiele- und Bastel-AG teilgenommen.

Bemerkungen

Till-Philipp nimmt teil am Unterricht einer Integrationsklasse. Er wird nach den Rahmenrichtlinien der Schule für Geistigbehinderte beschult.
Till-Philipp nimmt im Schuljahr 1997/98 am Unterricht der 4. Klasse teil.
38162 [Gemeinde] den 16.07.1997
Unterschrift der Klassenlehrerin und der Sonderschulpädagogin
 

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Zeugnis Klasse 4a, 1. Halbjahr
Till-Philipp ist ein voll integriertes Mitglied der Lerngruppe.
An den schulischen Veranstaltungen der Lerngruppe nimmt er in angemessener Weise und mit immer weniger direkter Führung durch eine Lehrkraft teil. Till-Philipp hat erstmals und mit viel Spaß mit der Klasse in der Schule übernachtet. Die für den Schulbetrieb relevanten Regeln kennt Till-Philipp ausnahmslos, wenngleich ihm deren Einhaltung nicht immer gelingt.
Till-Philipps Lern- und Arbeitsbereitschaft sowie sein Arbeitstempo stehen in Abhängigkeit von der jeweiligen Tagesform und dem Motivationsgrad der Aufgabe. Bei motivierenden Inhalten und guter Tagesform kann er bis zu 20 Minuten selbständig arbeiten. Er versucht verstärkt, Lernsituationen aktiv mitzugestalten und eigene Ideen umzusetzen.
Leistungsverweigerungen sind selten geworden und lassen sich zumeist durch ein Angebot von Alternativen oder Belohnungen auflösen.
Die Stunden, in denen er von nur einer Lehrerin betreut wird, nutzt er zumeist zum freien Spiel in seiner Spielecke oder er bearbeitet kleine Aufgaben nach bekanntem Muster. In den Pausen sowie im Unterricht sucht Till-Philipp gezielt Spiel- und Arbeitspartner. Dabei hat er Vorlieben für bestimmte Klassenkameraden und im Pausenbereich für Kinder der ersten Jahrgangsstufen entwickelt.
Till-Philipp kann sich auf dem Schulgelände weitgehend selbständig bewegen und kleine Aufträge angemessen ausführen, benötigt jedoch noch immer ein sehr enges Kontrollsystem.

Entwicklungsorientierte Lernbereiche
Grob- und Feinmotorik

Till-Philipp hat seine Bewegungsökonomie und -geschwindigkeit sowie Zielgerichtetheit soweit entwickelt, daß er mit Einschränkungen an den Ball- und Bewegungsspielen der Grundschüler teilnehmen kann.
Im Bereich des vestibulären Systems hat er Fortschritte gemacht. Pedalo fahren und Dosenstelzen laufen beherrscht er mit nur noch wenig Hilfen.
Im Bereich des propriozeptiven Systems zeigt er noch immer Defizite. Kleine Höhenunterschiede überwindet er auf allen Vieren und das Springen aus geringer Höhe gelingt ihm mit Hilfe.
Till-Philipp verfügt über eine differenzierte Handfertigkeit und kann sämtliche im Unterricht gebräuchlichen Materialien sachgerecht handhaben.
Seine Auge-Hand-Koordination ist soweit entwickelt, daß ihm das Anmalen von komplexen Formen, das gezielte Kleben, das Schneiden auf der Linie, wie auch das Schreiben von Zahlen und Buchstaben ohne Führungslinien immer besser gelingen. Im Umgang mit Werkzeugen zeigt Till-Philipp Geschicklichkeit.

Wahrnehmung/Denken

Till-Philipp ist in der Lage, Vorhaben und Handlungseinheiten im Rahmen seiner Möglichkeiten zu planen und umzusetzen. Es gelingt ihm, diesbezügliche Ideen anderen gegenüber zu artikulieren und durchzusetzen. Er verfügt über eine Reihe von Problemlösungsstrategien und kann Handlungsalternativen gezielt wählen. Nicht immer gelingt es ihm, mögliche Konsequenzen des eigenen oder auch fremden Handelns richtig einzuschätzen.
Till-Philipp kennt Formen und Farben und kann diese sicher differenzieren. Er kann Größen unterscheiden, Reihenfolgen und einfache Kategorien bilden.

Sprache/Kommunikation

Till-Philipp erweitert seine Sprachkompetenz in allen Bereichen kontinuierlich. Er kann sich mit Hilfe einfach strukturierter Sätze oder Satzfragmente (Dreiwortsätze) situationsangemessen mitteilen, gezielte Hilfe erbitten, Wünsche und Bedürfnisse artikulieren. Immer besser gelingt es ihm, Fragen zu formulieren und entsprechend zu betonen.
Begrüßungs- und Verabschiedungsformeln sowie Höflichkeitsausdrücke beherrscht er und verwendet sie zumeist situationsadäquat.
Mit Hilfe kann er in ersten Ansätzen bei Gesprächskreisen thematisch gebunden erzählen und Gesprächsregeln einhalten.
Till-Philipp versteht Aufforderungen sowie Lob und Verbote und ist in der Lage, angemessen darauf zu reagieren. Dabei nutzt er die Fähigkeit, unterschiedliche Stimmodulationen richtig zu deuten.

Handlungsorientierte Lernbereiche
Selbstversorgung

Till-Philipp hat in den lebenspraktischen sowie schulrelevanten Bereichen ein erfreuliches Maß an Selbständigkeit erreicht. Er erledigt die Anforderungen im Hygienebereich ohne Aufforderung und weitgehend ohne Hilfe.
Das An- und Auskleiden gelingt ihm weitgehend selbständig. Lediglich beim Zuknöpfen, Reißverschluß schließen, Schleife binden benötigt er noch Hilfe. Im Rahmen des Textilunterrichtes hat er die Bewältigung verschiedener Verschlüsse geübt und vermag Klettverschlüsse, Schnallen und Druckknöpfe ohne Hilfe, große gut greifbare Knöpfe mit Hilfe zu schließen und einen Knoten zu binden.
Innerhalb des Tagesgeschäftes der Klasse erfüllt Till-Philipp inzwischen alle an ihn gestellten Anforderungen: z.B. Frühstückstisch decken, Kakao holen, Müll (getrennt) entsorgen, Tischgewohnheiten und Regeln einhalten, Arbeitsplatz einrichten, Materialien besorgen, Arbeitsblätter abheften, Bücher ausleihen, kleine Botengänge erledigen. Ordnung schaffen z.B. Abräumen des Frühstückstisches, Einräumen des Ranzens, Aufräumen der Spielecke u.ä. vermag er oft nur nach ausdrücklicher Aufforderung und manchmal nur mit Hilfe.
Bei Ausflügen und Unterrichtsgängen fügt sich Till-Philipp gut in die Gruppe ein und braucht nicht mehr ständig die direkte Hilfe einer Lehrerin. Sein Verhalten im Straßenverkehr ist noch nicht regelgerecht. Er kann nach links und rechts schauen und weiß, daß er die Straße nur dann überqueren darf, wenn kein Auto kommt. Er kann es jedoch nur auf ausdrückliche Aufforderung hin.

Spielen

Mit Freuden nimmt Till-Philipp an Klein- und Großgruppenspielen teil. Er kennt die grundlegenden Regeln und kann sich daran halten, wenngleich er immer wieder versucht, diese auf seine Bedürfnisse hin zu verändern.
In Freispielphasen beschäftigt er sich mit Handpuppen und läßt diese in Rollenspielen seine Erlebnisse nachvollziehen oder mit Bauklötzen in seiner Spielecke. Gern schaut er sich Bilderbücher und Fotoalben an.
Er nutzt gern das angebotene Pausenspielzeug wie Dosenstelzen, Springseil und Pferdehalfter oder er spielt mit zumeist jüngeren Mitschülern im Sandkasten oder am Klettergerüst.

Soziale Beziehunqen

Till-Philipp ist sehr kontaktfreudig. Er geht auf Kinder der Lerngruppe und der anderen Klassen offen zu, sucht sich gezielt Spiel- und Arbeitspartner und fordert diese zu konkreten Spielsituationen, Aktionen oder Hilfen auf.
Er liebt es, die Kinder zum Lachen zu bringen und durch seine "Späßchen" im Mittelpunkt zu stehen.
Till-Philipp zeigt eine gute Empathiefähigkeit. Weinende Kinder vermag er liebevoll zu trösten.
In der Klasse pflegt er Kontakte zu allen Mitschülern, nimmt sie in ihrer Individualität wahr und reagiert angemessen auf sie.
Zu einigen Mitgliedern der Lerngruppe wie auch zu seinen Lehrerinnen hat er eine intensive Beziehung entwickelt, was sich im vertrauten Umgang miteinander sowie der Herstellung körperlicher Nähe durch Till-Philipp ausdrückt.
Durch gezielte Übungen hat er eine Vorstellung von "Vorsicht" und "zärtlich" entwickelt und seine Eigenart, Nähe zu anderen Kindern durch zu starke Umarmungen herzustellen weitgehend abgebaut.

Mathematik

Die Zahlen im ZR bis 12 benennt, liest und schreibt Till-Philipp sicher im ZR bis 20 noch nicht immer richtig.
Mengen mit Vorstellungshilfen (Würfelbilder) kann er simultan erfassen.
Er kann Mengen nach qualitativen und quantitativen Eigenschaften vergleichen und unterscheiden. Im ZR bis 10 kann er Mengen zuordnen sowie Größer-Kleinerbeziehungen angeben und notieren.
Mit Hilfe und in handlungsorientierten Zusammenhängen gelingt ihm die Zahlzerlegung im ZR bis 6.
Er kann an einem Uhrenschema die vollen Stunden ablesen und bei vorgegebenen Zahlen die Zeigerstellung notieren.

Lesen/Schreiben

Till-Philipp kennt ca. 30 im Rahmen seines Leselehrgangs behandelte Ganzwörter. Die meisten hat er ganzheitlich gespeichert und kann sie erlesen. Den diesen Wörtern zugrunde liegenden Buchstabenbestand beherrscht er, kann diesen erlesen, formgetreu aus dem Gedächtnis verschriften und verfügt über die zugehörigen Sprechbewegungsbilder.
Die im Lehrgang aktuell behandelten Wörter kann er nach Vorlage und zum großen Teil nach Diktat verschriften. Die Synthese der Wörter aus bekannten Buchstaben gelingt ihm mit Hilfe.
Buchstaben, Wörter und Sätze kann er formgetreu nachspuren und nach Vorlage schreiben. Dabei gelingt ihm die Einhaltung der Linien immer besser.
Till-Philipp kann auf der Basis des geübten Wortbestandes Sätze und kleine Texte erlesen und sicher entsprechenden Bildern zuordnen.

Fachorlentierte Lernbereiche
Musik/Rhythmik

Till-Philipp zeigt Interesse an allem musikalischen Tun. Große Freude hat er an rhythmischen Bewegungsspielen. Er kann die musikalischen Parameter Lautstärke, Tempo, Steigerung in Bewegungsformen umsetzen und auf den Instrumenten hörbar machen. Mit Unterstützung kann er einfache regelmäßige Rhythmen annähernd gleichmäßig auf Instrumenten schlagen. Da ihm das Spielen auf Instrumenten Spaß macht und er sich dabei an seinen Mitschülern orientieren kann, gelingt ihm das Einhalten musikalischer Regeln zunehmend besser. So kann er abwarten bis er an der Reihe ist und den Wechsel zwischen musikalischem Spiel und Pause recht gut einhalten.

Kunst

Till-Philipp hat besonderes Interesse am Kunstunterricht. Der Umgang mit Farben und Formen bereitet ihm Freude. Grundlegende Techniken wie An- und Abmalen, Zeichnen, Farbmischung, Schneiden, Kleben, Reißen kennt und beherrscht er z.T. gut. Er kann mit großen und kleinen Pinseln großflächig malen und gegenständlich zeichnen.
Zunehmend besser gelingt es ihm, themengebunden zu malen. Insbesondere Menschendarstellungen wie z.B. "Weihnachtsmann" und "Clown" vermag er gut umzusetzen.
Malt Till-Philipp frei, erzählt er in seinen zumeist ein- oder zweifarbigen Bildern Geschichten oder konkrete Situationen, die er mit Freude versprachlicht.

Werken

Till-Philipp hat Freude am praktischen Tun und am Umgang mit verschiedenen Werkstoffen und Werkzeugen.
Er kann mit z.T. reduzierten Anforderungen und Hilfen am Werkunterricht der Klasse teilnehmen.
Mit Hilfe hat er einen Schneemann aus Sperrholz ausgesägt, zusammengeklebt und angemalt.
Das Plastizieren mit verschiedenen Materialien wie Ton oder Salzteig macht ihm viel Spaß. Er kann die Masse zu Rollen und Kugeln formen. Auf der Basis dieser Grundformen kann er mit Hilfen Gegenstände herstellen.
Den durch seine freie Materialbearbeitung entstandenen Gebilde gibt er durch seine Bezeichnung Gegenständlichkeit, z.B.: Baby, Affe, Klo.

Textiles Gestalten

Eifrig hat Till-Philipp gemeinsam mit seinen Mitschülern erste Häkelversuche unternommen und hat den Umgang mit Wolle unterschiedlicher Qualität und Farbe durch Knoten, Flechten, Wickeln und Kleben erprobt.
Intensiv hat er im Rahmen des Textilunterrichtes geübt, Knöpfe, Reißverschlüsse, Bänder zu handhaben. Mit Freuden stellt er Schnüre aus Knoten her.

Sport

Till-Philipp nimmt mit besonderer Freude am Sportunterricht und soweit möglich an den Übungen und Spielen der Lerngruppe teil.
Er kann sich in der Riege anstellen und warten, bis er an der Reihe ist.
Gemeinsam mit der Lerngruppe hat er die Rolle vorwärts, das Radschlagen und den Handstand geübt. Die Rolle beherrscht er fast ohne Hilfe.
Das Seilspringen bereitet ihm viel Spaß. Er bemüht sich, mit dem Seil auf der Stelle zu springen und zu laufen.
An den Lauf- und Fangspielen der Lerngruppe nimmt er gerne teil, indem er durch Nachahmung seiner Mitschüler partizipiert.
Im Umgang mit dem Ball ist er noch sicherer geworden, kann ihn kullern, werfen, prellen und in Ansätzen fangen.

Hauswirtschaft

Till-Philipp kann den Frühstückstisch selbständig eindecken, Geschirr- und Besteckteile unterscheiden und richtig auswählen. Er kann nahezu ohne Hilfe Geschirr abwaschen und abtrocknen.
Klassendienste verrichtet er pflichtbewußt. Besonders verantwortlich fühlt er sich für den Frühstücksdienst und holt unaufgefordert den Kakaokasten.
Im Rahmen der Koch-AG hat er sich insbesondere beim Kleinschneiden von Lebensmitteln und Verrühren von Speisen intensiv eingebracht.

Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften

Till-Philipp hat mit Freude und großem Eifer an der Koch-AG teilgenommen.

Bemerkungen

Till-Philipp nimmt teil am Unterricht einer Integrationsklasse. Er wird nach den Rahmenrichtlinien der Schule für geistig Behinderte beschult.
30.01.1998
Unterschrift der Klassenlehrerin und der Sonderschulpädagogin
 

Zeugnisanfang
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Zeugnis Klasse 4a, 2. Halbjahr
Till-Philipp besucht seit dem 1.Schuljahr die Integrationsklasse der Grundschule [Ortschaft], in der er nach den Rahmenrichtlinien für geistig Behinderte unterrichtet wird. Er hat in diesen vier Schuljahren stetig erfreuliche Fortschritte in seinem Arbeits- und Lernverhalten, in seinem Sozialverhalten, in seiner sprachlichen Entwicklung und in den fachorientierten Lernbereichen gemacht.
Er orientiert sich stark an seinen Mitschülern und hat durch sie viel lernen können. Dafür konnte Till-Philipp wiederum durch seine aufgeschlossene und fröhliche Art das Klima der Klasse positiv beeinflussen.

Entwicklungs- und handlungsorlentierte Lernbereiche
Arbeits- und Lernverhalten

Till-Philipp bearbeitet ihm angemessene Arbeiten mit motivierenden Inhalten selbständig. Dabei schwankt sein Arbeitstempo, und es hilft ihm, wenn man ihn zwischenzeitlich zur Weiterarbeit ermuntert.
Till-Philipp kann sich über einen längeren Zeitraum selbst beschäftigen, indem er Bilderbücher oder die Fotoalben der Klasse betrachtet oder in seiner Spielecke spielt.
Die Klassendienste wie Kakaokasten holen, Tisch decken oder die Tafel wischen führt er gern aus. Er ist hilfsbereit und freut sich, wenn er kleine Aufträge für die Lehrerin erfüllen darf.
Seine Hausaufgaben erledigt Till-Philipp besonders gern und gewissenhaft und legt sie jeden Morgen von sich aus seiner Lehrerin vor.
Sozialverhalten
Till-Philipp geht auf alle Schüler und Lehrer der Schule offen und freundlich zu. Seine Klassenlehrerinnen und die Mitschüler seiner Klasse mag er besonders und hat auch zu bestimmten Klassenkameraden eine Freundschaft entwickelt. Ist ein Kind traurig, tröstet er es liebevoll. Auch Fachlehrerinnen gegenüber ist er sofort aufgeschlossen. Ein herzliches Verhältnis hat er zu dem Schulhausmeister.
In den Pausen spielt Till-Philipp vorwiegend mit jüngeren Kindern, da er ihre Spiele leichter durchschaut. Er beteiligt sich an Gruppenspielen und hält dabei einfache Spielregeln ein. Aber er kann sich auch auf dem Schulhof gut allein beschäftigen, indem er in der Sandkiste spielt oder Seil springt.

Selbstversorgung

Wie in allen Bereichen hat Till-Philipp auch hier weiter an Selbständigkeit gewonnen.
Till-Philipp hat ein ausgeprägtes Reinlichkeitsempfinden und erledigt alle Anforderungen im Hygienebereich selbständig. Er kann sich vor und nach den Pausen und dem Sportunterricht allein an- und auskleiden. Beim Schließen von schwierigen Verschlüssen oder Binden von Schleifen braucht er noch Hilfe.
Bei Unterrichtsgängen fügt er sich in die Gruppe ein. Er braucht aber dabei die unauffällige Beobachtung der Lehrerin, da er im Straßenverkehr noch Orientierungs- und Regulierungshilfen benötigt. Den Schulweg macht er gemeinsam mit seiner Mutter.
Till-Philipp kann seinen Ranzen selbständig ein- und auspacken. Er richtet seinen Arbeitsplatz ein und räumt ihn am Ende des Unterrichts wieder auf.
Die im Unterricht gebräuchlichen Materialien wie Schere, Klebstift, Tuschkasten, Filzstifte, u.s.w. handhabt er sachgerecht. Auch ist er in der Lage, seine Arbeitsblätter selbständig in die entsprechenden Ordner abzuheben.
Im Schulgebäude findet er sich gut zurecht.

Sprache/Kommunikation

Till-Philipp kann sich alters- und entwicklungsgemäß ausdrücken.
Bedürfnisse, Fragen und einfache Aussagen kann er formulieren, Begrüßungs- und Verabschiedungsformeln sowie Höflichkeitsbekundungen wendet er situationsgemäß richtig an. Im Gesprächskreis hält er die Gesprächsregeln ein und kann mit Hilfe zum Thema erzählen. Till-Philipp zeigt in allen Bereichen ein angemessenes Sprachverständnis.
Es macht ihm Spaß, neue - besonders lautmalerische - Wörter in seinen Sprachschatz aufzunehmen und sie wieder zu verwenden.

Fachorientierte Lernbereiche

(Beurteilungen in Mathematik, Lesen/Schreiben, Kunst, Werken, Textiles Gestalten und Sport wurden wörtlich von der Sonderschullehrerin übernommen)

Mathematik

Till-Philipp benennt und schreibt die Zahlen bis 12 sicher und kennt einzelne Zahlen aus dem ZR bis 100.
Die Mengenerfassung bis 10 gelingt ihm mit Hilfe der "Rechenhäuser“ ("Kieler Zahlenbilder“) annähernd sicher.
Er kann den Mengen die entsprechenden Zahlen zuordnen und diese gemäß Vorgabe tippen. Er kann Größer-Kleiner-Beziehungen erkennen und in handlungsorientierten Zusammenhängen die Zahlzerlegung im ZR bis 6 durchführen. Er kann an einem Uhrenschema die vollen Stunden ablesen und bei Zahlvorgabe die Zeigerstellung notieren. Er kennt die Banknoten bis 100 DM und kann mit Hilfe genannten oder notierten Geldwerten die entsprechenden Münzen bzw. Scheine zuordnen.

Lesen/Schreiben

Till-Philipp kennt den überwiegenden Teil der im Rahmen seines Leselehrgangs (Lo 1 + 2) behandelten Ganzwörter, kann diese erlesen, nach Vorlage verschriften und zum großen Teil nach Diktat aufschreiben. Den zugrunde liegenden Buchstabenbestand kann er verschriften, in Sprechbewegungsbilder umsetzen und mit Hilfe zu Sprechsilben synthetisieren.
Bei noch dominanter ganzheitlicher Speicherung der Wörter ermöglicht ihm die angebahnte Synthese von Buchstaben und Silben zunehmend das eigenständige Erlesen neuer Wörter. Geübte Wörter, Sätze und Texte ordnet er entsprechenden Bildern zu. Till-Philipp gelingt es immer besser, beim Schreiben nach Vorlage die Linien einzuhalten.

Kunst

Till-Philipp nimmt mit Freude am Kunstunterricht teil. Er beherrscht die grundlegenden Techniken (Malen, Zeichnen, Farbmischung, Schneiden, Kleben, Reißen) weitgehend selbständig.
Das themengebundene klein- und großflächige Malen gelingt ihm zunehmend besser und vielfarbiger. Die in freien Malsituationen entstandenen Bilder erzählen zumeist für Till-Philipp bedeutsame Geschichten, die er versprachlichen kann.

Werken

Till-Philipp zeigt Freude am haptischen und handwerklichen Tun sowie am Umgang mit verschiedenen Werkzeugen und Werkstoffen.
Er bemüht sich, mit der Laubsäge auf einer vorgegebenen Linie entlang zu sägen, mit dem Bohrer an markierten Stellen zu bohren, Nägel an vorgegebenen Stellen einzuhämmern und Werkstücke zu schleifen.

Textiles Gestalten

Till-Philipp hat mit Hilfe Luftmaschen gehäkelt. Er hat weitgehend selbständig Bommeln für einen "Kuschelvogel" hergestellt.

Sport

Till-Philipp nimmt mit Freude am Sportunterricht zweier Lerngruppen teil. Gemeinsam mit den Mitschülern hat er die Grundübungen für die Bundesjugendspiele trainiert. Beim Schlagballwurf hat er im Rahmen seiner Möglichkeiten gute Leistungen erbracht. Bei der Übung der "Pendelstaffel" hat er sich im Sinne seiner Mannschaft um Schnelligkeit bemüht.
An den Ball- und Fangspielen der Lerngruppen nimmt er mit Eifer und zunehmender Regelhaftigkeit teil.

Musik

Till-Philipp, nimmt mit Freude am Musikunterricht teil. Besonderen Spaß bereiten ihm das praktische Musizieren und rhythmische Bewegungsspiele. Er kann die musikalischen Parameter Lautstärke, Tempo, Steigerung in Bewegungsformen umsetzen und auf den Instrumenten hörbar machen. Er kann einfache regelmäßige Rhythmen annähernd gleichmäßig auf Instrumente schlagen. Beim Klassenmusizieren orientiert er sich an seinen Mitschülern und kann dabei musikalische Regeln befolgen. So kann er abwarten bis er an der Reihe ist und den Wechsel zwischen musikalischem Spiel und Pause einhalten.

Hauswirtschaft, Koch-AG

Till-Philipp hat mit Begeisterung an der Koch-AG teilgenommen. Er hat sich insbesondere mit der Zubereitung von Salaten wie dem Zerkleinern der Zutaten beschäftigt. Aber auch bei der Vorbereitung zum Hauptgericht hat er Lebensmittel kleingeschnitten, gerieben oder Zutaten verrührt. Es gelingt ihm, den Tisch ordnungsgemäß zu decken. Beim Abwaschen und Abtrocknen des Geschirrs hilft er gern. Mit guten Tischmanieren nimmt er am gemeinsamen Essen teil. Auch im Rahmen des Frühstücksdienstes und bei den Geburtstagsfeiern in der Klasse kann er den Tisch mit dem passenden Geschirr selbständig decken. Diese Arbeit verrichtet er mit besonderem Einsatz und großer Freude.

Bemerkungen

Till-Philipp hat am Unterricht der lntegrationsklasse teilgenommen und wurde nach den Rahmenrichtlinien für geistig Behinderte unterrichtet.
Till-Philipp besucht im Schuljahr 1998/99 die Integrationsklasse im 5. Jahrgang der Integrierten Gesamtschule Querum.
22.Juli 1998
Unterschrift der Klassenlehrerin
 

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