Buch über die Integration in der Grundschule

Letzte Bearbeitung: 24.04.2001

Der Verlag Fallenstein brachte zum Januar/Februar mein Buch über die vier Grundschuljahre unseres Sohnes Till-Philipp heraus:

Gegen den Strom oder Ein Gesetz wird ernst genommen
ISBN 3-8311-0647-9
Autor: Hans-Peter Spanier
Preis: DM 29,80
Hans-Peter Spanier legt hiermit sein zweites Buch vor, das jedem an Schule Interessierten von besonderer Bedeutung sein sollte. Es ist ein Erfahrungsbericht über vier Jahre Integration eines Kindes mit Trisomie 21 in der Grundschule. Er ist geschrieben aus der Sicht eines "Pädagogikverbrauchers", der Schule neben der Schulpflicht auch als Verpflichtung des Staates betrachtet.

Nach dem "christlichen Nein des kirchlichen Kindergarten" am Ort, Till-Philipp aufzunehmen, war die Anmeldung in der Grundschule erfolgreich. Die im § 4 des Niedersächsischen Schulgesetzes gemachten Auflagen konnte das damalige Schulaufsichtsamt Wolfenbüttel erfüllen. Der Schulträger Gemeinde [Gemeinde] stimmte der Einrichtung einer Integrationsklasse für Till-Philipp in der Grundschule in [Ortschaft] zu.

Als Sonderschulpädagogin stellte sich, nach späterer Auskunft des damaligen Schulamtsdirektors, nur eine Lehrkraft spontan zur Verfügung. Sie hatte gerade ihre Ausbildung abgeschlossen und ging mit nur einjähriger Berufserfahrung in die Integrationsklasse. Ob das Verhalten der Sonderschulpädagogin mit ihrer mangelnden Berufserfahrung erklärt werden kann oder ob es Programm war, ist im Hinblick auf das Ergebnis dieser vier Jahre nicht relevant. Der teilweise schon dramatisch zu nennende Verlauf der vier Grundschuljahre kann mit beiden Verhaltensmustern erklärt werden.

Der Autor und Vater des behinderten Kindes kommt zu dem Schluß, daß möglicherweise die Absicht der Sonderschulpädagogin war, zu beweisen, daß eine solche Integration nicht möglich ist. Die Verleumdung der Eltern des zu integrierenden Kindes als Abschluß der vier Grundschuljahre durch die Sonderschulpädagogin wurde durch die Schulbehörde und das Nds. Kultusministerium gedeckt.

Die Fortsetzung der integrativen Beschulung in einer Integrierten Gesamtschule (IGS) in der Stadt Braunschweig wurde aber nicht nur dadurch unter erschwerten Bedingungen erreicht. Zum Schulbezirk übergreifenden Besuch von Till-Philipp in der IGS mußte auch der Schulträger Stadt Braunschweig überzeugt werden.

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