Lernentwicklungsberichte für Till-Philipp Spanier der Integrierten Gesamtschule
Mit der Präsentation der als Lernentwicklungsberichte (LEB's) bezeichneten Zeugnisse unseres Sohnes, die ihm im Halbjahresrhythmus während der Beschulung auf der IGS ausgestellt wurden, verfolge ich nicht die Absicht einer Bloßstellung, weder in Bezug auf unseren Sohn, noch auf irgend jemanden des Schulpersonals. Wir gehen davon aus, daß sie erstellt worden sind auf der Basis einer realen, reellen, objektiven und gerechten Beurteilung unseres Sohnes. Diese LEB's geben also wieder, wie das Lehrpersonal unseren Sohn auf objektiver Basis gesehen, beobachtet und beurteilt hat.
Wir als Eltern sind nicht in der Lage, unseren Sohn objektiv zu betrachten, daß kann keine Mutter und kein Vater eines Kindes, wir nehmen uns da also nicht aus. Die Ergebnisse der schulischen und unserer Betrachtung gegenübergestellt ergeben Differenzen, auf die ich später zurückkommen werde. Momentan fehlt mir leider die Zeit für einen diesbezüglichen Vergleich.
Hauptgrund dieser Präsentation ist es, Interessierten Einblick zu geben in den Verlauf einer schulischen Integration. Sie gehört also thematisch zu dieser Internetseite. Unter Hinzunahme meiner beiden bisherigen Publikationen, zu der in entsprechender Zeit eine dritte Publikation über die Jahre 1998 bis 2004 hinzukommen wird, möge sich ein Gesamtbild ergeben, das schon den Anspruch hat, das Leben eine geistig behinderten Menschen von Anbeginn seiner Existenz darzustellen. Wir sind weit von dem Standpunkt entfernt, jeder gleich betroffenen Familie gehe es ähnlich wie uns. Wir sind aber auch nicht der Meinung, es hätte uns zu schwer getroffen. Damit meine ich nicht unseren Sohn Till-Philipp mit seiner Trisomie 21, sondern die Reaktionen infolge seiner Existenz (und möglicherweise unseres Anspruches auf seine gesellschaftliche Teilhabe) des gesellschaftlichen Umfeldes einschließlich der Behörden, die nicht zu umgehen waren.Auf diese Weise hat sich unsere Ansicht herauskristallisiert, daß es für betroffene Eltern mit einem behinderten Kind kein 'normales' Leben geben kann wie es Familien mit normgerechten Kindern führen. Dies ist keine Artikulation von Neid oder Mißgunst. Es ist schlicht und ergreifend ein Fakt, ein Sachverhalt also, der sich mehr oder weniger zwangsweise ergibt aus der Gesetzeslage früher und jetzt, die sich stets prägend auswirkt.
Eine solche Prägung wird mehr unbewußt weitergegeben, woraus sich ein gesellschaftliches Verhalten ergibt, wie es zur Zeit vorliegt. Es liegt mit völlig fern, Kritik an unserer Gesellschaft und unserem Staat zu üben. Wenn auf meinen Internetseiten der Eindruck entstehen mag, dann liegt das vermutlich daran, daß eines Menschen Leben bzw. Lebensweg nicht isoliert betrachtet werden kann. Es gehört immer das soziale Umfeld sowie die staatliche Einflußnahme mit dazu, d.h. ein Leben ohne beeinflussende Behörden ist nicht denkbar. Das schlägt sich zwangsläufig in der Beschreibung nieder.Ich habe mich streng an die textliche Vorlage gehalten. Diese Vorlage habe ich abgescannt und mit einer OCR-Software behandelt. Bei der sich anschließenden Korrektur habe ich mich bemüht, so originalgetreu wie möglich zu bleiben. Sollte der geneigte Leser Fehler in dieser großen Textsammlung finden, so kann er davon ausgehen, daß diese der Originaltreue wegen übernommen wurden.
Nicht dem Original getreu ist die Gestaltung der Tabellen. Ich habe sie aus Gründen der besseren Erkennung optisch verändert. Ebenfalls entsprechen die Namen nicht dem Original: Aus Gründen des Datenschutzes und Beachtung der Persönlichkeitsrechte aller Personen habe ich diese gegen andere Namen ausgetauscht.
| Persönlicher Teil | |
| Bericht der Tutoren | |
| Bericht der Schülerin / des Schülers | |
| Fachlicher Teil | |
| Pflichtbereich |
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| Projekt | |
| Freiarbeit | |
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| Deutsch | |
| Musik | |
| Kunst | |
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| Gesellschaftslehre | |
| Religion | |
| Arbeit-Wirtschaft-Technik | |
| Sport | |
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| Mathematik | |
| Naturwissenschaften | |
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| Englisch | |
| Entwicklungsbereich | Wahrnehmung / Motorik / Lebenspraxis |
Tischgruppe: Norbert, Wolfgang, Herbert
Bericht:
Lieber Till-Philipp,
jetzt bist du schon seit fast einem halben Jahr auf der IGS Querum und hast dich gut eingelebt. Obwohl du dich an so viele neue Dinge gewöhnen mußtest, hast du in dieser Zeit tolle Fortschritte gemacht. Du schaffst es jetzt schon viel länger durchzuhalten und läßt dich auch nicht mehr so leicht ablenken wie vor einiger Zeit. Wenn du eine Aufgabe kennst, kannst du sogar schon einige Minuten alleine arbeiten. Am Anfang hast du dich sehr oft auf den Boden geworfen oder bist anderen Kindern und Lehrern um den Hals gefallen und hast sie gewürgt. Das tust du jetzt seltener. Vielleicht schaffst du es ja irgendwann, damit ganz aufzuhören.
In der Schule findest du dich mittlerweile gut zurecht. Du kennst den Weg zur Klasse, zum Musikraum, zur Bewegungsschule, zum Mittagessen und zum Pausenhof. Nur manchmal läßt du dich ablenken und läufst in der Schule herum. Vielleicht versuchst du im nächsten Schulhalbjahr, dich immer daran zu erinnern, wo wir hinwollen und nicht mehr wegzulaufen.
Nach den Sommerferien hast du hinten in der Ecke der Klasse neben Norbert und Sibille gesessen. Erinnerst du dich noch daran? Die beiden haben viel geschimpft, wenn du ihnen ihre Stifte weggenommen hast. Auch das machst du heute nicht mehr so oft, wenn du daran denkst, fragst du die andern Schüler bevor du an ihre Sachen gehst. Darüber freuen wir uns und wünschen uns, dass das noch besser wird. Seit den Herbstferien sitzt du in einer Tischgruppe mit Norbert, Herbert und Wolfgang. Besonders mit Norbert verstehst du dich gut. Wenn es Streit gibt, regelt ihr das fast immer untereinander.
Du machst bei allen Dingen mit, die die Klasse betreffen. Im Gesprächskreis beteiligst du dich und zeigst uns deine Arbeit oder erzählst uns davon. Deinen Mitschülern kannst du mittlerweile einige Zeit ruhig zuhören. Du übernimmst einige Dienste und erledigst sie, wenn du daran erinnert wirst. Wir finden es schön, daß du wie alle anderen Schüler die Tafel putzt und sogar mit zum Tischdienst gehst.
Was wir besonders an dir mögen ist deine Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Du bist fast immer fröhlich und gut gelaunt und immer bereit, mit andern zu teilen. Wenn ein anderes Kind weint, kümmerst du dich sofort darum. Das finden wir alle ganz toll!
Wir alle haben das Gefühl, daß du gerne zur Schule kommst. Darüber freuen wir uns und hoffen, dass es so bleibt.
Lieber Till-Philipp, das erste Schulhalbjahr mit dir zusammen war schön, wir alle freuen uns schon auf das zweite.
Braunschweig, den 29.1.1999
Till-Philipp wird nach den Rahmenrichtlinien der Sonderschule für geistig Behinderte unterrichtet.
Projekte sind Unterrichtsabschnitte, in denen verschiedene Fächer zusammenarbeiten, um ein Thema von unterschiedlichen Perspektiven her zu beleuchten. Auf diese Weise wird versucht, dem Thema in seiner Vielfältigkeit und in seinen Zusammenhängen gerecht zu werden. Dies wird einerseits durch fächerübergreifende Zusammenarbeit ermöglicht, zum anderen dadurch, daß das Thema mit unterschiedlichen Methoden und Medien bearbeitet wird. Projekte zeichnen sich weiterhin durch ganzheitliches Lernen aus, d.h. die verschiedenen Themen und Fragestellungen werden so bearbeitet, daß möglichst viele Sinne der Schüler und Schülerinnen durch den differenzierten Arbeitsprozeß aktiviert werden. Daher kommt der praktischen, z.T. handwerklichen Arbeit im Projekt besondere Bedeutung zu. Durch das Herstellen von unterschiedlichen "Produkten" und die damit verbundenen Erfahrungen erfolgreicher Tätigkeit und Bewegung wird der kognitive (der geistige) Prozeß der Arbeit zum einen gefördert und erhält zum anderen die notwendige Anschaulichkeit und Vergegenständlichung.
In dem Projekt Leben in den ältesten Zeiten setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Leben der Menschen von der Altsteinzeit und der Jungsteinzeit auseinander. Besonders interessant dabei ist der Übergang von der einen zur anderen Steinzeit, in dem die Menschen seßhaft werden, die Landwirtschaft zielgerichtet betreiben und Kulturformen von Pflanzen und Tieren und höhere Formen von Werkzeugen und Alltagsgeräten entwickeln.
Beginnend mit den Fächern Deutsch und Gesellschaftslehre (Lesetagebuch zu dem Jugendbuch Rokal der Steinzeitjäger) werden schrittweise die Fächer Naturwissenschaften (Entwicklung der Arten - von Wildformen zu Zuchtformen, Zeitleiste Übergang Altsteinzeit - Jungsteinzeit), Arbeit - Wirtschaft - Technik (Herstellung von Werkzeugen aus/mit Feuerstein und jungsteinzeitlichen Werkzeugen), Musik (Musikinstrumente aus Knochen und Stein) und Kunst (Herstellung von Farben aus Naturmaterialien und Malen eines Wand-/Höhlenbildes) an dem Projekt beteiligt sein und unterschiedliche Aspekte des frühzeitlichen Lebens darstellen.
1.2.1. praktische Tätigkeiten:
In unserem ersten Projekt hast du einiges über das Leben in der Steinzeit erfahren. Du hast Rokal den Steinzeitjäger kennengelernt und etwas über sein Leben erfahren. Wo er wohnte, welche Waffen und Werkzeuge er benutzt hat und welche Tiere in der damaligen Zeit gelebt haben. Mit der ganzen Klasse hast du Pappmaché angerührt und daraus eine Höhlenwand gestaltet, die ihr anschließend mit Höhlenmalerei geschmückt habt. Du hast dir ein Amulett geformt und mit Julia und Nell einen Schaukasten zur Steinzeit gebastelt. Der Film über die Steinzeit, den ihr alle zusammen gesehen habt, war für dich besonders beeindruckend. Über die Tiere hast du immer wieder gesprochen.
In den AG - Tagen hast du mit deiner Gruppe das Museum in Wolfenbüttel besichtigt. Dort konntet ihr euch Zelte, Hütten, Werkzeuge und Waffen aus den ältesten Zeiten angucken. Du hast sehr sorgfältig eine Daumenschale getöpfert. Außerdem hast du selber Mehl mit einem Mahlstein gemahlen und einen Feuerstein geschlagen. Am zweiten Tag habt ihr Steinzeitrezepte ausprobiert. Du hast nach Rezept einen Obstsalat zubereitet. Anschließend haben wir gemeinsam gegessen.
Am letzten Tag hast du aus selbsttrocknender Knete Schmuck gebastelt. Dazu konntest du viele Naturmaterialien verwenden. Kannst du dich noch an die Federn, Steine, Blätter und Perlen erinnern?
Am Projektnachmittag habt ihr alle eure Arbeiten vorgestellt. Zusammen mit einigen deiner Mitschüler hast du das Steinzeitlied gesungen. Du hast den Gesang mit einer Rassel begleitet, die du zusammen mit Nell und Julia gebastelt hast. Auch deine Daumenschale, euer Dioram und deinen selbstgemachten Schmuck konnten sich deine Eltern angucken.
1.3.1. Arbeitsweisen und Inhalte:
Die Freiarbeit ist ein wichtiger Arbeitsbereich der IGS Querum, in dem die Schülerinnen und Schüler zum einen nach einem Arbeitsplan arbeiten und zum anderen Zeit haben, sich Arbeiten aus dem Angebot, das in dem Klassenraum vorhanden ist, eine oder mehrere Arbeiten und/oder ein oder mehrere Lernspiele herauszusuchen. An dem Arbeitsbereich der Freiarbeit sind die Fächer Deutsch, Gesellschaftslehre, Englisch, Mathematik und die Naturwissenschaften beteiligt, deren Fachlehrer oder Fachlehrerinnen Aufgaben für den Arbeitsplan formulieren. Für diese, aber auch für andere Fächer (wie z.B. Religion, Kunst oder Musik) sind Arbeits- und Übungsmaterialien zur Verfügung gestellt, aus denen sich die Schülerinnen und Schüler auch selbständig welche aussuchen und eigene Schwerpunkte setzen können.
Im Rahmen der Wochenplanarbeit üben die Schülerinnen und Schüler Inhalte und Methoden der einzelnen, Aufgaben stellenden Fächer. Da für diese Übungsarbeit eine Woche zur Verfügung steht, lernen die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe des strukturierten Arbeitsplanes, sich die Arbeitszeit der Woche, immerhin 5 Schulstunden, einzuteilen. Das Erlernen der Zeiteinteilung ist insbesondere notwendig für das selbständige Suchen und Bearbeiten von weiteren Aufgaben (freie Arbeiten). In diesem zweiten "Rahmen" erlernen die Schülerinnen und Schüler zunehmend, sich für eine selbstgesuchte Aufgabe zu entscheiden und einen Teil Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen.
Die Freiarbeit erfüllt neben der Funktion der Übung die Funktion der Förderung in einem zweifachen Sinne: gefördert werden diejenigen, die noch lernen sollen, die Grundanforderungen zu erfüllen; gefördert werden darüber hinaus diejenigen mit zusätzlichen Angeboten und Aufgaben, die die Grundanforderungen relativ schnell bewältigen.
1.3.2. Bemerkungen/Hinweise/Empfehlungen:
Für die Freiarbeit hast du wie die andern Schüler einen Ordner, in dem die Aufgaben für eine ganze Woche stehen. Du entscheidest am Anfang jeder Freiarbeitsstunde, woran du arbeiten willst. Du planst deine Freiarbeit noch nicht im Voraus, sondern bekommst zu Beginn der Woche einen Zettel mit Symbolen. Diese Symbole stehen für die verschiedenen Tätigkeiten. (Schere = ausschneiden, Stift = schreiben, Zahlen = rechnen, usw.) Du weißt, wo dein Ordner steht und was die Symbole bedeuten. Du kannst dich immer schnell für eine Sache entscheiden und erledigst dann mit individueller Hilfe deine Arbeit. Wenn du eine Aufgabe beendet hast, streichst du das entsprechende Zeichen durch. So können wir kontrollieren, wieviel du am Ende einer Woche geschafft hast.
a. Texte zum Kennenlernen und Bekanntmachen schreiben: Steckbrief,
Wegbeschreibung u.a.
b. Narren, Schelme, seltene Vögel: Umgang mit dem Lesebuch, Arbeit mit
dem Sachwortregister, Texte lesen, vorstellen und nacherzählen
c. Kids (Kultur in der Schule): Bearbeitung und Illustration
von Herbstgedichten
d. Projekt "Leben in den ältesten Zeiten": Lektüre und Lesetagebuch
zu dem Buch "Rokal der Steinzeitjäger"
e. Grammatik: Wortarten kennen und bestimmen
1.4.2. Bemerkungen/Hinweise/Empfehlungen
Zum Thema Steckbrief hast du zu Beginn des Schuljahrs einen Scherenschnitt von deinem Kopf angefertigt und gestaltet. Dafür hast du einige Dinge aufgeklebt und vieles in "deiner" Schrift aufgeschrieben.
Du hast einiges über Till Eulenspiegel gelernt. Erinnerst du dich noch daran? Zwei Bildergeschichten hast du in die richtige Reihenfolge gebracht und mit einzelnen Worten oder Zweiwortsätzen beschrieben. Du hast dir gemerkt, daß seine Kleidung rot und grün ist und einige Bilder dementsprechend angemalt. Vorgelesene Sätze hast du den einzelnen Bildern zugeordnet. Beim Till Eulenspiegel - Bingo waren wir alle ganz überrascht, wie gut du dir die einzelnen Bilder merken konntest. Du hast die Spielregeln weitgehend verstanden und mit großem Eifer mitgespielt.
In deinem Lesetagebuch hast du Ganzworte erlesen. Du konntest dir die Begriffe recht gut merken und hast Wort - Bild - Zuordnungen in diesem Zusammenhang meist fehlerfrei geleistet. Die Arbeitsaufträge konntest du mit Unterstützung erfüllen. In diesem Zusammenhang hast du die Namen der Menschen, Tiere, Waffen und Werkzeuge aus Silben zusammen gelegt, nachgespurt und nachgeschrieben.
Zum Ende dieses ersten Halbjahrs hast du begonnen, einfache Wörter zu erlesen und ihren Sinn zu erfassen. Du hast zum Teil fremde Wörter aus Silben oder Buchstaben mit wenig Hilfe zusammen gesetzt. In der Kleingruppe hast du es geschafft, fremde Wörter mit Hilfe zu erlesen und darzustellen.
a. Lieder singen
b. Grundlagenkenntnisse
1.5.2. Bemerkungen/Hinweise/Empfehlungen
Mit viel Freude hast du am Musikunterricht teilgenommen. Du interessierst dich sehr für die Instrumente, besonders das Schlagzeug hat es dir angetan. Zu Beginn des Schulhalbjahrs hast du dir viele Instrumente angeguckt und einige ausprobiert. Du hast dir die Gitarre ausgesucht, um eine Zeichnung davon zu machen. Dabei hast du an alle wichtigen Merkmale gedacht: Den Körper, den Hals und die Saiten.
Beim Thema "Schall" hast du Schwingungen an Instrumenten gefühlt und einer Schallquelle (einem Baßstab) bist du mit geschlossenen Augen durch das Schulgebäude und über den Schulhof gefolgt.
Das Singen scheint dir besonders viel Spaß zu machen. Erst haben wir den "Dracula - Rock" gelernt und später "Im Urwald". Das Urwaldlied hast du mit den Baßtönen C, G, D, A auf den Baßstäben begleitet. Du weißt, welche Töne du spielen mußt und brauchst nur noch Hilfe, um bei der Sache zu bleiben und den Rhythmus einzuhalten. Wir werden im nächsten Halbjahr noch weiter daran arbeiten.
unterrichtete Themen
a. Klassenraumgestaltung: Steckbrief, Geburtstagskalender, Klassenlogo u.a.
b. KidS: Buch und Illustration
c. Ausfertigung und Gestaltung von Gipsmasken
d. Farblehre: kalte und warme Farben, Komplementärfarben,
Farbabstufungen
1.6.1. Bemerkungen/Hinweise/Empfehlungen
Till-Philipp hat nicht am Kunstunterricht teilgenommen.
unterrichtete Themen
a. Topographische Grundübungen - Arbeit mit Karte und Atlas
b. Das Lernen lernen - Arbeitstechniken/Das Gehirn
c. Projekt "Leben in den ältesten Zeiten"
d, Wir sind Kinder einer Erde
1.7.1. Bemerkungen/Hinweise/Empfehlungen
Du hast gelernt, dich in unserem großen Schulgebäude zurechtzufinden. Du kennst mittlerweile die Wege zur Klasse, zum Musikraum, zur Aula, zum Lehrerzimmer, zur Mensa und zum Schulhof. An der Querum - Rallye am Anfang des Schuljahres hast du teilgenommen. Einige Wege (z.B. zum Markt) wirst du im nächsten Halbjahr kennen lernen.
Auf einem Innenstadtplan hast du die Zeichen für Post, Bahnhof und Parken kennen gelernt. Du kannst sie auf der Karte zeigen und benennen.
c) s. Projekt
Zum Thema "Wir sind Kinder einer Erde" hast du gemeinsam mit Frau Nabbalt überlegt, was schön für Kinder ist. Du hast einige Worte ausgeschnitten und sie sortiert, was Kindern gefällt und was nicht.
Unterrichtete Themen
a. Glück, ein Geschenk im Erfahrungshorizont der Schülerinnen
und Schüler, unterschiedliche Glückserfahrungen, z.B. Trost in
einer Niederlage, Vertrauen schenken und erleben
Klasse 5.4: Freundschaft
b. Projekt "Leben in den ältesten Zeiten": Kennenlernen von
Naturreligionen; Rituale und Kulte der Steinzeitmenschen;
Schöpfungsberichte verschiedener Religionen
c. Wir sind Kinder einer Erde / Rechte der Kinder
1.8.1. Bemerkungen/Hinweise/Empfehlungen
Till-Philipp hat am Religionsunterricht nicht teilgenommen
1.9. Arbeit-Wirtschaft-Technikunterrichtete Themen
a. Papier-Modellbau: Wir bauen aus Papier ein Labyrinth
b. Projekt "Leben in den ältesten Zeiten": Bau von Werkzeugen
und/oder Waffen der Steinzeit
1.9.1. Bemerkungen/Hinweise/Empfehlungen
Till-Philipp hat am Unterricht "Arbeit - Wirtschaft - Technik" nicht teilgenommen.
Der Sportunterricht soll die Freude an der Bewegung durch kreatives Handeln in vielfältiger Zusammenarbeit mit Mitschülerinnen und Mitschülern ermöglichen und fördern. Angstüberwindung ist ein weiterer Faktor, der auf diesem Wege geübt wird.
Die Auseinandersetzung mit neuartigen Situationen, neuen Gegenständen und Freude an der Bewegung sollen Grundlage des Sportunterrichtes sein.
Unterrichtet wird in koedukativen Lerngruppen (Jungen und Mädchen gemeinsam), die helfen sollen, Kreativität und Selbstvertrauen zu fördern und Ängste zu überwinden.
unterrichtete Themen:
a. Spiele: Spiele ohne Sieger, Laufspiele, kleine Spiele als Vorbereitung für die großen Sportspiele
b. Gerätturnen: Vielfältige Bewegungsabläufe
c. Gymnastik: begleitend bei allen Unterrichtsthemen
d. Leichtathletik: Kurzstrecke, Weitsprung, Schlagball
e. Schwimmen: Sicherheit im Wasser durch vielfältige Bewegungstechniken
1.10.1. Bemerkungen/Hinweise/Empfehlungen
Till-Philipp hat am Sportunterricht nicht teilgenommen.
unterrichtete Themen
a. Grundbegriffe der elementaren Geometrie: Maße, Messen, Zeichnen
sowie geometrische
Grundformen und Lagebeziehungen
b. Erweiterung des Zahlenbereiches der natürlichen Zahlen,
Vertiefung der Grundrechenarten Addition und Subtraktion
c. Vertiefung der Grundrechenarten Multiplikation und Division
1.11.1. Bemerkungen/Hinweise/Empfehlungen
| Zu a) | Du kennst und benennst die geometrischen Grundformen Rechteck, Dreieck und Kreis und kannst sie nach Farbe und Größe unterscheiden. |
| zu b) | Du kannst von 1 bis 10 zählen, läßt dabei aber manchmal die 6 aus. Das Rückwärtszählen von 10 bis 1 werden wir weiter üben. |
| Eine Anzahl von Muggelsteinen oder Klötzchen kannst du zählen. Sind diese dann anders hingelegt, zählst du sie erneut. (Invarianz) | |
| Wenn wir eine Zahl aufschreiben, kannst du meistens die richtige Anzahl von Gegenständen dazu legen oder die entsprechenden Kästchen ausmalen. (Menge - Zahl - Zuordnung) | |
| Du weißt, daß Wegnehmen ‚minus' und Dazu-legen ‚'plus' bedeutet. Oft kannst du aus Gegenständen oder bildlichen Darstellungen die richtige Rechenaufgabe entwickeln. Umgekehrt gelingt dir das ebenfalls oft. Plus- und Minusaufgaben im Zahlenraum bis 10 löst du mit Anschauungsmaterial und Hilfe. |
Lieber Till-Philipp, wir werden weiter in aller Ruhe Neues lernen und Altes in angemessener Weise immer wieder üben. Wir hoffen, daß dir das Rechnen auch in Zukunft Freude bereiten wird und du weiterhin mit Eifer bei der Sache bist.
Unterrichtete Themen
a. Pflanzen, Früchte und Samen
b. Magnetismus
c. Projekt "Leben in den ältesten Zeiten" (Evolution des Menschen)
d Aufbau des menschlichen Körpers
Bemerkungen/Hinweise/Empfehlungen
Till-Philipp hat am Unterricht der Naturwissenschaften nicht teilgenommenunterrichtete Themen
a. Einführungskurs mit Verwendung einfacher Strukturen
und Vokabeln
aus der unmittelbaren Umgebung der Kinder; Einbeziehung grammatischer
Strukturen wie Fragebildung, Personalpronomen, Possesivpronomen
b. Sprachfelder der Begrüßung, Verabschiedung, Erteilung von
Auskünften, Grammatik wie a.
Bemerkungen/Hinweise/Empfehlungen
Zu Beginn dieses Schuljahrs hast du dir einen eigenen englischen Namen ausgesucht. Du heißt seit dem in den Englisch - Stunden "Jim". Du hast viele neue Begriffe gelernt. Die Zahlen von 1 - 12 kannst du mit etwas Hilfe aufsagen und zuordnen. Auch die englischen Namen von zwölf Farben hast du gelernt. Das ist wirklich toll. Mit verschiedenen Medien, wie der Setzleiste, Domino oder Memory kannst du mit diesen beiden Wortgruppen arbeiten. Auch einige Begriffe aus dem Klassenraum hast du gelernt und dir zum größten Teil gemerkt. Dazu gehören zum Beispiel: pen, rubber, ruler oder window, table, chair. Du hast ein gutes Gedächtnis für die englischen Vokabeln und kannst sie sowohl als Wort, wie auch als Bild wiedergeben.
1.14. Wahrnehmung / Motorik / LebenspraxisDeine Wahrnehmung zu schulen und zu fördern, ist uns fächerübergreifend ein wichtiges Anliegen. In vielen Stunden hast du Übungen zur visuellen, taktilen und auditiven Wahrnehmung gemacht. Auch weiterhin wollen wir versuchen, die Unterrichtsinhalte in dieser Form mit dir zu erarbeiten.
Da es dir noch sehr schwerfällt, Buchstaben (insbesondere die Kleinbuchstaben) korrekt abzubilden, haben wir das Schreiben mit Stift und Papier zunächst ein wenig in den Hintergrund gestellt. Um diesen sowohl motorischen wie auch wahrnehmungsbedingten Problem zu begegnen, arbeitest du in erster Linie mit Großbuchstaben und legst, formst oder spurst die betreffenden Zeichen nach.
Der handelnde Umgang mit den fachlichen Themen bietet uns die Möglichkeit, viele Übungen zur Verbesserung deiner Grob- und Feinmotorik anzubieten. Du hast seit den Sommerferien viel ausgeschnitten, gemalt, geformt, gerissen, Schwung- und Schleifübungen gemacht. Auch dieser Schwerpunkt wird weiterhin ein großer Bestandteil deiner schulischen Arbeit sein.
Du hast wie die andern Schüler eine Gipsmaske von deinem Gesicht machen lassen. dabei hast du dich sehr geschickt angestellt und konntest über einen längeren Zeitraum regungslos liegenbleiben. Das war gar nicht so einfach! Bei der Herstellung von Nell's Maske hast du geholfen, die kleinen Gipsstreifen naß zu machen, auf ihrem Gesicht zu verteilen und anschließend gut zu verstreichen. Als die Masken getrocknet waren, hast du deine mit Farben und Glitzer bunt angemalt. Sie ist sehr schön geworden und wird zur Zeit in einer Vitrine in der Pausenhalle ausgestellt.
Dienstags und freitags hast du jeweils eine Stunde an der Bewegungsschule mit Frau Sturzig teilgenommen. Du bewegst dich gerne zur Musik. Mit viel Hilfe verstehst du die meisten Aufgaben und machst häufig mit. Besonders gerne führst du den anderen Kindern etwas vor. Leider machst du nur bei ständiger Betreuung mit. Entspannungsübungen helfen dir, zur Ruhe zu kommen und zu entspannen.
Im Schwimmunterricht mittwochs in den ersten beiden Stunden hast du große Fortschritte gemacht. Du schwimmst mit deiner Schwimmhilfe jetzt schön längere Strecken als am Anfang und kannst sogar einige Meter gestreckt gleiten. Seit einiger Zeit gelingt es dir, die richtigen Beinbewegungen zu machen.
Auch erste zaghafte Übungen zum Tauchen gelingen dir. Dabei tauchst du mit dem Kopf ein wenig unter Wasser und machst Töne oder blubberst. Daran werden wir weiter üben.
| Persönlicher Teil | Bericht der Tutoren |
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Bericht der Schülerin / des Schülers |
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| Fachlicher Teil |
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| Pflichtbereich | Projekt |
| Freiarbeit | |
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Entwicklungsorientierte Lernbereich Handlungsorientierte Lernbereiche Fachorientierte Lernbereiche |
Lieber Till-Philipp,
dies ist nun der zweite Brief, den du von deinen Lehrern bekommst. Nach wie vor haben wir den Eindruck, daß du gerne in die Schule kommst. Du begrüßt uns und deine Mitschüler jeden Morgen fröhlich und freust dich, alle wieder zu sehen. Eine ganze Weile hattest du fast täglich Kopfschmerzen. Darüber haben wir uns große Sorgen gemacht. Mittlerweile glauben wir, daß du nur dann Kopfschmerzen bekommst, wenn dir etwas zu viel wird. Darum darfst du jetzt immer kurz aufstehen oder herumgehen, wenn es dir nicht so gut geht. Dann wird es sofort besser.
In der Klasse sitzt du an einer Tischgruppe mit Martae, Charlotte, Sibille und Nell. Das klappt ganz gut, mit den Mädchen kommst du gut zurecht und umgekehrt sie auch mit dir. Seit einiger Zeit ist unser Gruppenraum fertig geworden. Dort arbeitest du sehr gerne. Wir glauben daß das daran liegt, daß es dort leiser ist und du nicht solcher Lautstärke ausgesetzt bist und besser arbeiten kannst. Trotzdem arbeitest du auch im Klassenzimmer recht gut mit. Leider dauert es immer eine Weile, bevor du damit anfängst, aber dann bist du recht fleißig und arbeitest gerne mit. Wenn du genau weißt, was zu tun ist, schaffst du es schon einige Zeit konzentriert zu arbeiten. Du verstehst die meisten Arbeitsanweisungen und setzt sie zum Teil recht kreativ um. Wir sind stolz auf dich, welche Fortschritte du diesbezüglich gemacht hast.
Leider gibt es auch etwas zu sagen, was nicht so schön ist. Du wirst immer größer und stärker und darum wird es für deine Mitschüler und uns immer schmerzhafter, von dir umarmt zu werden. Wir möchten viel lieber "Hallo Till-Philipp" zu dir sagen und dich In den Arm nehmen, als sofort loszuschreien: "Nicht so fest!" Wir wissen, daß du es nicht böse meinst, sondern dich nur freust und ohne Absicht so stark zudrückst. Wir würden uns aber ganz doll freuen, wenn du lernen könntest, etwas vorsichtiger zu sein.
Das gleiche gilt auch für die Meerschweinchen oder andere Tiere, mit denen du in Kontakt kommst. Du bist ein richtiger Tiernarr. Du mußt nur aufpassen, wenn du sie anfaßt. Besonders die kleinen Tiere können sich nämlich nicht wehren und brauchen jemanden, der sehr vorsichtig mit ihnen ist. Im nächsten Schuljahr werden wir das zusammen üben. Das müßten wir doch hinbekommen, oder was meinst du? Es gibt noch eine Sache, die uns gar nicht gefällt. Wenn du etwas haben oder erreichen möchtest, nimmst du es dir oft oder forderst es. Dann möchte dir keiner mehr etwas geben. Du mußt unbedingt lernen, darum zu bitten. Eigentlich kannst du das schon, du vergißt es nur in den meisten Fällen. Wir wünschen uns von dir, daß du in Zukunft immer freundlich danach fragst, wenn du etwas möchtest. Wir glauben, daß du das schaffen kannst. Glaubst du nicht auch?
Ende des Schuljahrs sind wir auf Klassenfahrt gefahren. Das war eine richtig schöne Woche. Für dich war es das erste Mal, daß du von zu Hause mehrere Tage weg warst. Du hast dich in der Gruppe sehr wohl gefühlt und bei allen Unternehmungen mit Freude mitgemacht. Du hast nie gemeckert oder hattest keine Lust. Du hast mit der ganzen Jungen Gruppe in einem Zimmer geschlafen. Dabei hat es überhaupt keine Probleme gegeben. Im Wald hast du gerne getobt und gewühlt. Du hast dich viel bewegt und bist abends ganz k.o. gewesen. Am besten hat dir das Schwimmen gefallen. Du bewegst dich gerne im Wasser und spielst mit den anderen Kindern. Nur vorm Rutschen hattest du Angst. Erinnerst du dich? Trotzdem hast du es einmal versucht. Das war sehr mutig! Besonders toll waren für dich natürlich auch die vielen Tiere und das Reiten. Dabei hast du dich recht geschickt angestellt und immer gewartet, bist du an der Reihe warst. Am Singen zur Gitarre in der Mittagszeit und am Lagerfeuer hast du ebenfalls mit viel Spaß teilgenommen. Einige Textzeilen hast du dabei gelernt und versucht, kräftig mitzusingen. Vielleicht wird es im nächsten Schuljahr eine solche Mittagsfreizeit geben. Da bist du dann sicher auch dabei!
Leber Till-Philipp, es ist schön, daß du in unserer Klasse bist. Wir freuen uns und sind gespannt auf das nächste Schuljahr.
Till-Philipp wird nach den Rahmenrichtlinien der Sonderschule für geistig Behinderte unterrichtet.
Braunschweig, den 21.7.1999
2.2. Bericht der Schülerin/des Schülers

Projekte sind Unterrichtsabschnitte, in denen verschiedene Fächer zusammenarbeiten, um ein Thema von unterschiedlichen Perspektiven her zu beleuchten. Auf diese Weise wird versucht, dem Thema in seiner Vielfältigkeit und in seinen Zusammenhängen gerecht zu werden. Dies wird einerseits durch facherübergreifende Zusammenarbeit ermöglicht, zum anderen dadurch, daß das Thema mit unterschiedlichen Methoden und Medien bearbeitet wird. Projekte zeichnen sich weiterhin durch ganzheitliches Lernen aus, d.h. die verschiedenen Themen und Fragestellungen werden so bearbeitet, daß möglichst viele Sinne der Schüler und Schülerinnen durch den differenzierten Arbeitsprozeß aktiviert werden. Daher kommt der praktischen, z. T. handwerklichen Arbeit im Projekt besondere Bedeutung zu. Durch das Herstellen von unterschiedlichen "Produkten" und die damit verbundenen Erfahrungen erfolgreicher Tätigkeit und Bewegung wird der kognitive (der geistige) Prozeß der Arbeit zum einen gefördert und erhält zum anderen die notwendige Anschaulichkeit und Vergegenständlichung.
In dem Projekt Tiere konntest du dich u.a. mit folgenden Teilaspekten beschäftigen:
Du hast dir ein "persönliches Tier" ausgesucht, darüber Informationen gesammelt und einen umfangreichen "Steckbrief' geschrieben. Außerdem hast du eine "Freies - Schreiben - Geschichte" vom ersten Stoffsammeln bis zum endgültigen Druck fertig gestellt.
Bei dem Teilaspekt "Gliederung des Tierreiches" hast du gelernt Tiere zu klassifizieren und zu bestimmen, indem du ihre wesentlichen typischen Merkmale kennengelernt hast. Am Offenen Nachmittag hast du deinen "Tiersteckbrief' bzw. deine "Freies - Schreiben - Geschichte" den Eltern vorgestellt.
In der AG-Woche hast du an folgender AG teilgenommen:
2.4. Weitere Tätigkeiten:
Weil du dich sehr für Tiere jeder Art interessierst, war dieses Projekt für dich besonders schön. Zu Beginn sind wir mit der ganzen Klasse in den Stöckheimer Zoo gefahren. Dort seit ihr in kleinen Gruppen losgezogen, habt Tiere beobachtet und Fragen beantwortet. Das hat dir viel Spass gemacht. Besonders der Streichelzoo mit den vielen Ziegenmüttern und Ziegenkindern hat dir gut gefallen. Du fast alle Tiere gerne an und hast überhaupt keine Angst. Das ist zwar einerseits gut, aber auch gefährlich. Du musst noch lernen, etwas vorsichtiger zu sein, denn nicht alle Tiere sind harmlos. Ausserdem musst du daran denken, wie kräftig du bist und wie schnell du einem Tier weh tun kannst.
In der Schule hast du, wie andere Schüler auch, Verantwortung für die Meerschweinchen übernommen. Dazu gehörte: Futter und Wasser geben und den Käfig sauber halten. Mit grossem Interesse hast du die Tiere beobachtet und wolltest sie immer gerne anfassen. Dabei musstest du immer ermahnt werden, nicht grob zu sein. Da die Meerschweinchen unsere Klassentiere bleiben, haben wir in Zukunft noch viel Gelegenheit, das zu üben.
Als persönliches Tier hast du dir zusammen mit Nell die Maus ausgesucht. Dazu hast du einiges gelesen und auch verstanden. Nach schriftlicher Anweisung hast du mit Hilfe die Feld- und die Hausmaus mit den richtigen Farben angemalt. Du konntest einige Merkmale der Maus benennen und auf einem Bild zeigen. Bücher über Mäuse hast du dir gerne angesehen.
Du hast an der AG "Tiere beobachten" teilgenommen.
Besonders aufregend war es für dich, zusammen mit Herrn Minold im Boot zu sitzen und zu paddeln.
An einem Tag haben wir uns ganz früh morgens in Riddagshausen getroffen. Frau Bursig vom Naturschutzbund hat uns viele Vögel gezeigt und Erklärungen dazu gegeben. Durch das grosse Fernrohr konntest du sehen, wie das Junge vom Haubentaucher auf dem Rücken der Mutter saß.
Am Donnerstag haben wir im Waldboden gewühlt, um zu schauen, welche kleinen Tiere dort leben.
2.5.1. Arbeitsweisen und Inhalte:
Die Freiarbeit ist ein wichtiger Arbeitsbereich der IGS Querum, in dem die Schülerinnen und Schüler zum einen nach einem Arbeitsplan arbeiten und zum anderen Zeit haben, sich Arbeiten aus dem Angebot, das in dem Klassenraum vorhanden ist, eine oder mehrer Arbeiten und/oder ein oder mehrere Lernspiele herauszusuchen. An dem Arbeitsbereich der Freiarbeit sind die Fächer Deutsch, Gesellschaftslehre, Englisch, Mathematik und die Naturwissenschaften beteiligt, deren Fachlehrer oder Fachlehrerinnen Aufgaben für den Arbeitsplan formulieren. Für diese, aber auch für andere Fächer (wie z.B. Religion, Kunst oder Musik) sind Arbeits- und Übungsmaterialien zur Verfügung gestellt, aus denen sich die Schülerinnen und Schüler auch selbständig welche aussuchen und eigene Schwerpunkte setzen können.
Im Rahmen der Wochenplanarbeit üben die Schülerinnen und Schüler Inhalte und Methoden der einzelnen, Aufgaben stellenden Fächer. Da für diese Übungsarbeit eine Woche zur Verfügung steht, lernen die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe des strukturierten Arbeitsplanes, sich die Arbeitszeit der Woche, immerhin 5 Schulstunden, einzuteilen. Das Erlernen der Zeiteinteilung ist insbesondere notwendig für das selbständige Suchen und Bearbeiten von weiteren Aufgaben (freie Arbeiten). In diesem zweiten "Rahmen" erlernen die Schülerinnen und Schüler zunehmend, sich für eine selbstgesuchte Aufgabe zu entscheiden und einen Teil Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen.
Die Freiarbeit erfüllt neben der Funktion der Übung die Funktion der Förderung in einem zweifachen Sinne: gefördert werden diejenigen, die noch lernen sollen, die Grundanforderungen zu erfüllen; gefördert werden darüberhinaus diejenigen mit zusätzlichen Angeboten und Aufgaben, die die Grundanforderungen relativ schnell bewältigen.
2.5.2. Bemerkungen/Hinweise/Empfehlungen
In der Freiarbeit hast du im letzten Halbjahr einen Fortschritt gemacht. Du planst jetzt deine Arbeit auch schon im Voraus. Du selbst entscheidest, was du an welchen Tag machen willst. Dazu malst du die passenden Symbole in deinen Ordner. Dann suchst du dir mit unserer Hilfe etwas aus und arbeitest daran. Wenn du die Aufgabe verstanden hast, kannst du schon über einige Minuten arbeiten, ohne dich ablenken zu lassen! Das ist wirklich eine schöne Entwicklung. Du weisst, wo dein Freiarbeitsordner steht und was du tun musst wenn die Stunde losgeht und du daran erinnert wirst.
Unterrichtete Lernbereiche:
Entwicklungsorientierte Lernbereiche/Handlungsorientierte
Lernbereiche/Fachorientierte Lernbereiche
Beschreibung der Lernentwicklung / Bemerkungen / Hinweise / Empfehlungen
2.6.1. Entwicklungsorientierte Lernbereiche
Du hast in diesem Halbjahr wieder die Bewegungsschule bei Frau Sturzig besucht. Du bewegst dich sehr gerne und ausgelassen, vor allem zu Musik. Dabei sind deine Bewegungen manchmal etwas unkontrolliert. Dein Bewegungsdrang ist in diesen Situationen immer sehr gross. In der Gruppe machst du gerne etwas vor. Wenn du dir Mühe gibst, kann man auch meistens erkennen, was du darstellst. Beim Ausschneiden und Aufkleben hast du in diesem Halbjahr kleine Fortschritte gemacht. Du arbeitest etwas sauberer und genauer.
Viele Übungen zur Wahrnehmungsförderung bildeten auch in diesem Halbjahr einen wichtigen Schwerpunkt. Dabei stand häufig die visuelle und die auditive Wahrnehmung im Vordergrund. Geräusche erkennen und benennen, Laute heraushören oder Farben und Formen erkennen gehörten in diesen Aufgabenbereich. In unserer Mittagsfreizeit haben wir ebenfalls viele Übungen und Spiele zu diesem Bereich gemacht. Schmecken, riechen und fühlen waren verstärkt in unsere Arbeit eingebunden. Zu Musik haben wir uns entspannt, mit geschlossenen Augen uns bestimmte Bilder vorgestellt, aber auch gemalt. Du hast immer gerne und gut mitgearbeitet.
Seit einiger Zelt hast du Sprachtherapie bekommen und auch wir haben uns bemüht, einige Aspekte in den Unterricht einfliessen zu lassen. Neben vielen Sprachanlässen, musstest du immer darauf achten, in ganzen Sätzen zu sprechen. Für dich schwierige Wörter haben wir mit dir zusammen geübt. Im Nächsten Schuljahr sollen sich in diesem Bereich noch einige Übungen für die Mundmotorik anschliessen.
2.6.2. Handlungsorientierte Lernbereiche
Natürlich hat das spielerische Lernen einen grossen Anteil unserer Arbeit.. Du kannst einfache Regeln verstehen und befolgen. Mit der Einhaltung der Reihenfolge hast du noch ein wenig Schwierigkeiten. Das liegt aber wohl eher daran, dass du so gerne spielst und mit Eifer bei der Sache bist.
In die Klasse bist du recht gut integriert. Du kannst mit Hilfen durch die Lehrer in Partner und Gruppenarbeit deine Aufgaben erledigen. Im Morgenkreis kannst du dich an die Regeln halten. Das gefällt uns gut. Du beteiligst dich gerne und oft an Klassen- oder Gruppengesprächen, wobei deine Beiträge oft nicht sachbezogen sind. Du gehst auf andere Schüler zu und bist sehr bemüht um sie. Wenn es einem Schüler nicht gut geht, leidest du häufig mit und versuchst ihn zu trösten oder sagst einem Erwachsenen Bescheid. Das ist ein sehr liebenswerter Zug an dir.
Im Rahmen des Geselleunterrichts konntest du sagen, was für Kinder gut ist, und was nicht, oder wann sich Kinder wohl fühlen und wann nicht. Ausserdem konntest du viele Dinge aufzählen, was sie brauchen, um glücklich zu sein.
Du hast erfahren, dass der Nil ganz weit weg ist und durch ein Land fliesst, in dem es sehr, sehr heiss ist. Du weisst, dass dort nur am Fluss oder an einer Oase etwas wachsen kann. Zusammen mit andern Kindern hast du ein Modell des Wolfgang gebaut, das nun in unserem Flur hängt.
Für einige Wochen hatten wir Meerschweinchen in unserer Klasse. Du weisst, dass sie zum Beispiel einen Käfig, einen Futternapf und eine Trinkflasche brauchen. Du weisst auch, dass sie regelmässig gefüttert und sauber gemacht werden müssen. Ausserdem hast du gelernt, ein wenig behutsamer mit ihnen umzugehen.
Du hast eine Geschichte aus der Schulzeit von Opa gehört und dir Bilder dazu angeguckt. Dabei hast du erfahren, dass früher viel mehr Kinder in einer Klasse waren, dass es dort keine Heizung wie bei uns, sondern nur einen Ofen gab, und das die Kinder wie wir heute Dienste erledigen mussten. So wie du heute Tisch- oder Tafeldienste machst, mussten die Kinder früher Holz sammeln und den Ofen sauber machen.
In Mathematik kannst du mit Hilfe eine Strecke messen und benennst die Länge in ganzen Zahlen ohne Messeinheit. Punktbilder und farbige Zeichnungen überträgst du mit Hilfe. Es gelingt dir auch, Reihen fortzusetzen. Ändert sich immer nur eine Sache (z. B. die Farbe), kannst du das überwiegend allein. Wenn sich zwei Dinge ändern (z. b. Grösse und Form) brauchst du Unterstützung. Das Vorwärts - Zählen bis 10 gelingt dir mittlerweile fast immer korrekt, das Rückwärts - Zählen noch nicht so.
Die Anzahl von Gegenständen bestimmst du durch Abzählen, wenn es mehr als zwei Dinge sind. Das gleiche gilt auch für bildliche Darstellungen. In diesem Halbjahr hast du viel mit der Rechenwaage gearbeitet und kannst mit Unterstützung Mengen vergleichen. Dabei verwendest du die Rechenzeichen = und = überwiegend richtig.
Plus- und Minusaufgaben bis 10 rechnest du mit gegenständlicher oder bildlicher Hilfe. Wir haben auch begonnen, durch Vorwärts- bzw. Rückwärtszählen zu addieren. Hier werden wir Im nächsten Schuljahr weitermachen.
Lieber Till - Philipp, wir sind mit deinen Leistungen zufrieden und hoffen, dass du weiterhin Spass an diesem Fach haben wirst.
Im Deutschunterricht hast du einige Fortschritte gemacht. Wir sind jetzt dazu übergegangen, in der 3 - Zeilen Lineatur zu schreiben. Dabei fällt es dir noch schwer, die Begrenzungen einzuhalten. Du gibst dir aber grosse Mühe. Du hast in der letzten Zeit nur noch mit Blei- oder Buntstift geschrieben und sollst das auch in Zukunft tun. Für das Schreibenlernen sind das die besseren Stifte.
Im Lesen hast du grosse Fortschritte gemacht. Es fällt dir zwar noch schwer, das Gelesene zu verstehen, aber du kannst Worte und kleine Sätze fast fehlerfrei wiedergeben. Die aktive Unterstützung durch einen Lehrer (auf einzelne Buchstaben weisen, oder das Restwort zuhalten) bekommst. Auch das Zusammenschleifen von Silben fällt dir ein wenig leichter als noch im letzten Jahr. Die Wort - Bild - Zuordnung gelingt dir bei Aufmerksamkeit durch den Lehrer fast immer fehlerfrei.
Der Umgang mit Bildergeschichten hat dir Spass gemacht. Du konntest gut beschreiben, was auf einem Bild zu sehen ist und mit Hilfe eine kleine Geschichte erzählen. Dabei ist es dir meistens gelungen zwei Bilder in die richtige Reihenfolge zu bringen. Kleine Details auf den Bildern von "Vater und Sohn" hast du erkannt und benannt. Bildunterschriften dazu hast du erlesen und in Partnerarbeit zugeordnet.
In Anlehnung an unser "Projekt "Tiere" hast du ein Plakat zum Thema "Die Maus" erstellt. Du konntest die wichtigen Körperteile benennen und beschriften. Ausserdem konntest du ein Bild einer Hausmaus nach schriftlicher Vorgabe mir Unterstützung farblich richtig gestalten. Du hast dir aus der Bibliothek ein Buch über diese Tiere ausgeliehen und dir gerne die Bilder angeguckt und darüber gesprochen.
An dem Thema "Rollenspiele" hast du besonders gerne gearbeitet. Mit der ganzen Klasse hast du kleine Vorübungen gemacht. Dabei hast du so getan, als ob du eine Treppe hinaufsteigst, auf einen Berg kletterst, oder ein Baum bist, der sich im Wind wiegt. Das ist dir gut gelungen. In der Aula hast du dich an den Rollenspielen auf der Bühne beteiligt. Besonders gerne warst du der bellende Hund, der die Diebe verscheucht. Zu Musik hast du anschliessend Tiere nachgemacht. Auch hierbei hast du dich zwar oft etwas übermütig, aber doch geschickt angestellt. Wenn du den anderen Kindern ein Tier (Elefant, Frosch, usw.) vorgespielt hast, konnten sie mehrmals erraten, was du dargestellt hast.
2.6.3. Fachorientierte Lernbereiche
Am Musikunterricht nimmst du gerne teil, besonders wenn gesungen oder auf Instrumenten gespielt wird. Dein besonderes Interesse galt dem Schlagzeug. Du hast verschiedene Rhythmen darauf nachgespielt. Auf einem Arbeitsblatt hast du die einzelnen Elemente wiedererkannt und benannt. Du hast einige Rhythmusinstrumente aus Südamerika kennen gelernt. Mit etwas Übung konntest du einige von ihnen benennen. Das "Töne im Kreis schicken" hat viel Spass gemacht und du warst konzentriert bei der Sache.
Auch in diesem Halbjahr hast du an der Bewegungsschule von Frau Sturzig teilgenommen. Du bewegst dich besonders gerne zu Musik und machst fast alle Übungen mit. Leider hältst du dich dabei nicht immer an die Aufgabenstellung. Wenn du Material wie Joghurt - Becher, Bälle oder Teppichfliesen zum Ausprobieren bekommst, hast du gute Ideen, was du damit machen kannst und führst es den anderen Kindern auch vor.
In diesem Schuljahr hast du nachmittags am Schwimmunterricht der ganzen Klasse teilgenommen. Du hast viel mit den anderen aber auch oft alleine gespielt und viel Spass gehabt. Ausserdem konntest du einige Grundlagen für das Schwimmen - lernen verbessern (lang machen im Wasser, mit dem Kopf untertauchen). Nun warten wir darauf, dass du den Wunsch entwickelst, mit ins tiefe Wasser zugehen. Dann können wir gezielt die richtigen Schwimmübungen einüben.
Im Englisch - Unterricht hast du etliche neue Wörter gelernt, z. B. Tiernamen, einige Früchte und Wochentage (Raupe Nimmersatt). Du verstehst angemessene Fragen auf englisch und antwortest meist korrekt, überwiegend in Ein - Wort - Sätzen.
| Persönlicher Teil | Bericht der Tutoren |
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Bericht der Schülerin / des Schülers |
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| Fachlicher Teil |
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| Pflichtbereich | Projekt |
| Freiarbeit | |
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Entwicklungsorientierte Lernbereich Handlungsorientierte Lernbereiche Fachorientierte Lernbereiche |
Tischgruppe: Nelli, Wolfgang, Achim
Lieber Till-Philipp,
schon wieder ist ein halbes Jahr vorbei und du bekommst einen Tutbrief von uns, auf den du auch antworten sollst. Zu Beginn des Schuljahres hat es viele Veränderungen gegeben. Frau Pranzel, Herr Lendig und Herr Gralmun sind neu zu uns in die Klasse gekommen. Wir haben den Eindruck, daß du mit dieser neuen Situation relativ schnell zurecht gekommen bist. Die Klassengemeinschaft in der 6.4 hat sich mittlerweile gut entwickelt. Kinder und Erwachsene gehen in den meisten Fällen freundlich und hilfsbereit miteinander um. Es gibt nicht mehr soviel Streit in der Klasse. Darüber freuen wir uns. Wir glauben, daß du dich sehr wohl fühlst mit deinen Mitschülerinnen und Mitschülern und nach wie vor gerne zur Schule kommst.
Im letzten halben Jahr haben wir wieder viel gemeinsam unternommen. Wir haben Drachen gebaut und steigen lassen, am Limes - Modell gearbeitet, Waffeln gebacken, Ausflüge gemacht und in der Adventszeit Geschichten vorgelesen, Kekse gegessen und zum Abschluß zusammen gefrühstückt.
Vor ein paar Tagen haben wir neue Tischgruppen eingeteilt. Wir sind schon gespannt, ob es dir in dieser kleineren Gruppe mit Nell, Wolfgang und Achim gut gefällt.
Deine Ausdauer hat sich im letzten Schuljahr verbessert. An einigen Tagen sind wir ganz erstaunt, wie lange du konzentriert an einer Sache arbeiten kannst. Das ist sehr erfreulich! Leider gibt es immer noch Tage, an denen du Kopfschmerzen hast. Wir wissen dann manchmal nicht genau, ob es dir wirklich nicht gut geht oder du uns etwas vorspielst. Wir haben das Gefühl, daß dir oft die Arbeit oder die vielen anderen Mitschüler zu viel sind und du ein wenig Ruhe brauchst. Dann hilft es dir meistens, dich für eine Weile zurückzuziehen.
Es gibt noch etwas anderes erfreuliches zu berichten. Wir haben den Eindruck, daß du es mittlerweile meistens schaffst, uns etwas vorsichtiger zu umarmen, wenn wir dich vorher daran erinnern. Das ist toll. Vielleicht schaffst du es ja deinen Mitschülern gegenüber auch, nicht mehr so stürmisch zu sein. Das wäre sehr schön.
Leider gibt es auch etwas zu berichten, was nicht so schön ist. Es fällt dir in einigen Situationen sehr schwer, gleich bei der ersten Aufforderung zu tun, was du tun sollt. Wir müssen viel zu oft erst mit dir schimpfen, bevor du auf uns hörst. Es wäre schön,
wenn wir gemeinsam eine Lösung dafür finden. Was meinst du?
Insgesamt sind wir mit zufrieden mit dir und freuen uns schon auf das nächste Halbjahr mit dir, in dem wir wieder viele schöne Dinge miteinander erleben werdenBraunschweig, den 28.1.2000
Till-Philipp wird nach den Rahmenrichtlinien der Sonderschule für geistig Behinderte unterrichtet.
3.2. Bericht der Schülerin/des Schülers

In Projekten arbeiten verschiedene Fächer zusammen, so daß durch die unterschiedlichen Methoden und Medien den Schülerinnen und Schülern unterschiedliche Zugangsmöglichkeiten zu dem Thema eröffnet werden. Gleichzeitig wird ganzheitliches Lernen angestrebt.
Im Projekt Liebe, Freundschaft, Sexualität sollten die Schülerinnen und Schüler das Thema ganzheitlich erfahren. Neben der Aufklärung über die körperliche Entwicklung vom Mädchen zur Frau und vom Jungen zum Mann, Sexualität (Hetero- und Homo-), Empfängnis, Geburt, Verhütung, Aids etc. ging es darum, die Gefühlsseite und den Beziehungsaspekt in Freundschaft und Liebe zu thematisieren.
Dabei war der geschützte Rahmen geschlechtshomogener Gruppen (Mädchentreff / Jungentreff) sicherlich eine wichtige Voraussetzung, um sich über Empfindungen, Ängste und Wünsche klar zu werden und sie zum Ausdruck bringen zu können, - dies später auch dem anderen Geschlecht gegenüber im Rahmen des Klassenunterrichtes.
Das Verständnis füreinander und das soziale Miteinander kann so verbessert werden, und es wurde ein kleiner Baustein für das Lernfeld "Pflege von Freundschaften und Liebesbeziehungen" gelegt. Ein weiteres wichtiges Ziel hierbei war die Förderung des Selbstbewußtseins der Jugendlichen, ihrer Fähigkeit, für sich selbst Entscheidungen bewußt zu treffen und sich zu behaupten (auch im Sinne von "Nein"-Sagen können).
Im Projekt integriert waren die Stunden der Fächer Naturwissenschaften, Deutsch, Gesellschaftslehre, Religion, Freiarbeit und z.T. auch Sport und Kunst.
Innerhalb des Projektes hast du viele Unternehmungen mitgemacht. Du warst zum Beispiel bei Mondo X und mit den Jungen in der Erziehungsberatungsstelle. Außerdem hast du an der Jungenstunde teilgenommen. Während der "heißen Phase" hast du an der AG "Männer" teilgenommen.
An einem Tag habt ihr ein Geländespiel im Wald gemacht. Dabei hast du dich zwar kaum an der Mannschaft beteiligt, dich aber trotzdem viel bewegt und dein eigenes Spiel gespielt (am liebsten hast du Pflanzen mit einem Stock "verhauen"). Am zweiten Tag seid ihr in den Kraftraum der Uni gegangen. Ihr habt die verschiedenen Trainingsgeräte ausprobiert und du hast gemerkt, wie schwer das ist. Beim Armdrücken gegen andere Schüler hast du dir sehr viel Mühe gegeben, du kannst deine Kraft allerdings noch nicht gezielt einsetzen.
Leider hast du am letzten Tag nicht mehr an der Männergruppe teilgenommen, weil Herr Berzig sich verletzt hatte. Das war ein großer Schreck für dich und du hast ganz lange und viel darüber gesprochen.
In der Freiarbeit arbeiten die Schülerinnen und Schüler nach einem Wochenarbeitsplan, der ihnen Pflichtaufgaben zuweist und ihnen Raum läßt, sich darüber hinaus selbständig Arbeite zu suchen. In der Freiarbeit lernen die Schülerinnen und Schüler, sich die zur Verfügung stehende Zeit selbständig einzuteilen, sich selbständig Arbeiten vorzunehmen und sie durchzuführen, ihr eigenes Leistungsniveau auszuprobieren und verantwortungsvoll mit Arbeitszeit und Materialien umzugehen.
Die Freiarbeit erfüllt neben der Funktion der selbständigen Erarbeitung und Übung auch die Funktion der Förderung.
Bemerkungen/Hinweise/Empfehlungen:
Deine Freiarbeitsaufgaben hängen seit diesem Schuljahr hinten an der Pinnwand. Du sollst zu Beginn der Woche deine Aufgaben in deinen Freiarbeitsordner übertragen und sie dann jeden Tag abarbeiten. Du weißt schon ganz genau, wie du vorgehen mußt und gibst dir große Mühe., alle Aufgaben abzuschreiben.
In jeder Freiarbeitsstunde holst du dann deinen Ordner hervor und guckst, was du machen könntest. Du schaffst es dann auch in der Stunde an der neuen Aufgabe zu arbeiten. Das Übertragen der erledigten Aufgaben gelingt dir noch nicht. Das werden wir im kommenden Halbjahr fleißig üben.
Unterrichtete Lernbereiche
Entwicklungsorientierte Lernbereiche/Handlungsorientierte Lernbereiche/Fachorientierte Lernbereiche
Beschreibung der Lernentwicklung / Bemerkungen / Hinweise / Empfehlungen
3.5.1. Entwicklungsorientierte Lernbereiche
Auch in diesem Halbjahr hast du wieder viel geknetet, gefaltet, geschnitten, gerissen, geformt und geklebt. Also alles Dinge, bei denen die Geschicklichkeit deiner Hände geübt und verbessert wird. Du hast in diesem Bereich Fortschritte gemacht. Du konntest bei diesen Arbeiten recht lange durchhalten und hast dich um Genauigkeit bemüht, wenn wir dich daran erinnert haben.
Leider fand in diesem Halbjahr keine Bewegungsschule statt, daß ist sehr schade. Wir haben aber in verschiedene Stunden auch immer Bewegungselemente eingesetzt. Nach Musik bewegst du dich gerne und es gelingt dir auch, pantomimisch z.B. Tiere nachzumachen. Besonders auffällig ist, daß es dir gut gelingt, bei deinen Bewegungen und "Tänzen" im Takt zu bleiben.
Im Bereich der Wahrnehmung haben wir wieder verschiedene Übungen in den Unterricht einbezogen. Es macht dir viel Spaß, zu hören, zu fühlen, zu sehen und vor allem zu schmecken.
Wir haben einige Elemente von Massage ausprobiert, die du gut umsetzen konntest. Dabei warst du in der Lage, vorsichtig mit deinen Mitschülern umzugehen und es ist dir gelungen, nach Anleitung die verschiedenen Elemente nachzumachen. Du hast es sogar geschafft, dich zu leiser Musik und sanfter Massage zu entspannen und ruhig zu werden und konntest diese Phasen sehr genießen.
Du mußtest im vergangenen Halbjahr verstärkt auf deine Aussprache achten und wir haben dich immer wieder daran erinnert, in ganzen Sätzen zu sprechen. Dabei warst du recht lernwillig und hast dich immer wieder darauf eingelassen, zu wiederholen und nachzusprechen. Daran müssen wir noch fleißig weiterarbeiten.
3.5.2. Handlungsorientierte Lembereiche
Das spielerische Lernen macht dir am meisten Spaß. Mit verschiedenen Materialien (Bingo, Memory, usw.) gelingt es dir, ausdauernd an einer Sache zuarbeiten. Bei Übungen mit Bewegung (z. B. Silben hüpfen) arbeitest du meist begeistert mit und verstehst die Regeln recht schnell.
An Spiele, die wir (in den Tutstunden) mit der ganzen Klasse machen, beteiligst du dich am liebsten. Dabei ist uns aufgefallen, wie gut du dich an die Regeln halten kannst.
Nach wie vor bist du gut in die Klasse integriert. Du nimmst an allen Gemeinschaftsaktivitäten gerne teil und fühlst dich sichtlich wohl dabei. Du übernimmst kleine Ämter in der Klasse (Tafel wischen, Tischdienst, usw.) und erledigst diese, wenn du daran erinnert wirst. Es ist dir immer wichtig, dich an Gesprächen zu beteiligen, auch wenn deine Beiträge meist nicht sachbezogen sind. Deine bevorzugten Themen in diesem Halbjahr waren "Baustellen" und "Krankenhaus".
Du hast in diesem Halbjahr drei Stunden in der Woche in der Kleingruppe mit Julia und Nell gearbeitet. In dieser Zeit haben wir verschiedenen Themen bearbeitet. Du hast erfahren, daß es vier Jahreszeiten gibt, Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Im Herbst haben wir überlegt, wie die Bäume aussehen, wie das Wetter meistens ist oder was sonst in den Herbst gehört. Du konntest dir merken, daß sich in dieser Jahreszeit die Blätter verfärben und von den Bäumen fallen. Du hast mit den anderen Kastanien, Eicheln und bunte Blätter gesammelt und eine schöne Collage gestaltet. Auch zum Winter hast du einiges dazugelernt. Vor allem zum Thema Weihnachten haben wir viel gebastelt, gesungen und gelesen. Du konntest das Gedicht "Advent, Advent" mit Hilfe fast auswendig und hast es uns vorgetragen. Kleine Entspannungsübungen mit Massage oder Bewegungen haben dir besonders gefallen. Dabei hast du dir viel Mühe gegeben, vorsichtig mit deinen Mitschülern zu sein. Das hat uns besonders gefallen. Du kannst mittlerweile eine kleine Massage bei deinen Mitschülern nachmachen. Entspannungsphasen werden wir auch weiterhin in unsere Stunden mit einbeziehen.
Gegen Ende des Halbjahrs haben wir begonnen, intensiver mit dem Tuschkasten zu arbeiten. Das wird in der nächsten Zeit unser Schwerpunkt in diesen Stunden sein.
Im Rahmen des Geselleunterrichts hast du eine Abbildung der Erdoberfläche angemalt (die Kontinente farbig und die Meere blau), diese ausgeschnitten und auf eine Styroporkugel geklebt. Aus Lego hast du Häuser gebaut, die du zu einer Stadt zusammen stellen solltest, um dann einen Stadtplan davon zu malen. Du hast dich so auf den Bau der Häuser konzentriert, daß wir für den zweiten Teil dann leider keine Zeit mehr hatten.
Während des Tischgruppentrainings hast du geholfen, die Gemeinschaftsaufgaben zu lösen.
Beim Thema "Römer und Germanen" hast du dich mit dem römischen Legionär beschäftigt. Du hast ein Bild von einem Legionär angemalt und ausgeschnitten und seine Ausrüstung und Bewaffnung kennen gelernt und mit Hilfe benannt.
Innerhalb des Projektes "Freundschaft, Liebe, Sexualität" hast du einiges über den Unterschied von Jungen und Mädchen und Frauen und Männern erfahren. Du hast etwas darüber gehört, welche Kleidung zu wem paßt, wie Männer und Frauen nackt aussehen und wie sich Kinder zu Erwachsenen entwickeln.
Du hast mit der Klasse die St. Andreaskirche besucht. Dort habt ihr gemeinsam überlegt, was die Menschen In einer Kirche tun. Außerdem habt ihr nachgedacht, was alles zu einer Kirche gehört. Da hast du "Kerzen" aufgeschrieben. Ganz besonders haben dir das Taufbecken und das Predigerpult gefallen.
Gemeinsam mit uns hast du das Telefonieren geübt. Es gelingt dir schon fast, eine Nummer von einem Zettel abzutippen.
Beim Busfahren bist du mittlerweile in der Lage, auf Nachfrage die richtige Linie zu erkennen ("Ist das die Linie 13?"). Das Achten auf die Haltestellen - Ansage haben wir ebenfalls geübt, dabei hast du noch Schwierigkeiten. Als Fußgänger kannst du auf die Ampelzeichen achten, wenn wir dich direkt darauf hinweisen. Beim Überqueren der Straße kannst du nach Anleitung nach rechts und links schauen und erkennen, ob die Straße frei ist und du losgehen darfst.
Zu Anfang des Schuljahres hast du geübt, mit einem Zirkel Kreise zu zeichnen. Das war etwas ganz Neues für dich. Du hast gelernt, daß die Spitze des Zirkels ganz fest im Mittelpunkt des Kreises stecken muß. Dann hast du bei immer weniger Hilfe Kreise mit dem freien Schenkel des Zirkels geschlagen. Das war gar nicht so einfach! Im weiteren Verlauf ist es dir gelungen, die Spitze selbst in einem Mittelpunkt einzustechen und dann den Kreis genau so groß zu zirkeln, wie er sein soll. Zum Schluß hast du mit Hilfe auch ein Muster aus ganz vielen Kreisen gezeichnet.
Als zweites Thema hast du geübt, Strecken zu zeichnen. Du hast das Lineal angelegt und versucht, zwei Punkte möglichst genau zu verbinden. Erinnerst du dich noch an deine Nase - Nase Linien? Oder an die Linien: Jeder Schuß ein Treffer?
Mit Hilfe hast du dann auch ein Muster aus ganz vielen Linien gezeichnet. (AWT)
Beim Rechnen kannst du mittlerweile Im Zahlenraum bis 10 recht sicher aus Zeichnungen die zugehörigen Plus- oder Minusaufgaben bestimmen. Ebenso gelingt es dir, Aufgaben in eine bildliche Darstellung zu übertragen. Plus- und Minusaufgaben bis 10 rechnest du weiterhin mit gegenständlicher oder bildlicher Hilfe. Wenn du durch Vorwärtszählen zwei Zahlen zusammenzählen sollst, brauchst du Hilfe.
Lieber Till-Philipp, wir sind mit deinen Leistungen in Mathematik zufrieden. Wir finden es auch toll, daß du fast immer so fleißig mit uns übst. Weiter so.
Im Deutschunterricht hast du einige Fortschritte gemacht. In der 3 - Zeilen Lineatur müssen wir noch viel üben, damit du die Begrenzungen einhalten kannst. Du schreibst nach wie vor gerne, auch wenn es oft sehr anstrengend für dich ist. Weiterhin sollst du dabei mit Bleistift und deiner Schreibhilfe schreiben.
Nach einer vorgelesenen Geschichte warst du mit viel Hilfe in der Lage, eine passende Bildergeschichte in die richtige Reihenfolge zu bringen. Dabei mußtest du allerdings immer wieder einzelne Sätze der Geschichte hören, um dich zu erinnern. Die dazugehörigen Unterschriften konntest du meist richtig zuordnen.
Im Lesen hast du weiterhin Fortschritte gemacht. Den Inhalt verstehst du immer noch nicht in jedem Fall, aber du gibst dir viel Mühe und kannst Worte und kurze Sätze mit Hilfe erlesen. Mit viel Unterstützung durch den Lehrer kannst du auch einfache Fragen dazu beantworten.
Während des Projekts "Freundschaft, Liebe, Sexualität" hast du ein Buch mit dem Titel "Lena ist verliebt" gelesen. Du hast es beim gemeinsamen Lesen und Nachbesprechen weitgehend verstanden. Besonders gefreut haben wir uns über eure Kassette, auf der du, Julia und Nell das ganze Buch aufgenommen habt. Du hast dir sehr viel Mühe gegeben und man konnte deine Beiträge weitgehend verstehen - das war wirklich eine besonders tolle Leistung!
Zum Ende des Halbjahrs hast du angefangen, Sätze zu zerlegen. Du hast gelernt, daß man einen Satz auch umstellen kann und er trotzdem noch richtig ist. Du hast es mit viel Hilfe geschafft, bis zu drei Satzteile in die richtige Reihenfolge zu bringen.
3.5.3. Fachorientierte Lernbereiche
Am Musikunterricht hast du wieder gerne teilgenommen. Wir haben viele neue Lieder kennengelernt und gesungen. Du hast mit einer Gruppe Schüler das Lied "Lila Kuh" eingeübt und vor dem Rest der Klasse gesungen. Zu Musik vom Band hast du dich immer gerne bewegt und konntest dabei deine Bewegungen recht gut auf die Musik anstimmen. Oft hast du auch so getan, als dirigiertest du das Lied. Du hast erfahren, wie die Töne auf dem Glockenspiel heißen und wie man sie in Notenlinien wiederfinden kann. Zum Ende des Halbjahres haben wir angefangen den "Egyptian Reggae" auf Glockenspielen, bzw. dem Xylophon zu spielen. Daran werden wir in den nächsten Wochen noch weiter arbeiten.
Freitags morgens sind wir (fast) immer mit dem Bus zur Sporthalle gefahren. Du hast dich gerne an allen Übungen beteiligt und konntest deine Ausdauer im Laufe des Halbjahres etwas steigern. Du läßt dich gerne und leicht zu den verschiedenen Übungen motivieren. Auf dem Gerätepacours hast du dich sogar einmal getraut, über eine schmale Bank zu balancieren. Dabei mußtest du dich gewaltig überwinden. Wir sind ganz stolz auf dich, daß du es geschafft hast. Am liebsten nimmst du an den Mannschaftsspielen wie Völker- oder Brennball teil. Es gelingt dir fast immer, dich an die Regeln zu halten.
Im Englisch - Unterricht hast du sehr viel mit Gegenständen, mit der Steckleiste, mit der Vokabelkartei, mit dem Memory oder mit Dominos geübt. Dadurch konntest du sehr viele neue Wörter lernen und verfügst jetzt über einen schon recht umfangreichen passiven Wortschatz. Viele von diesen Wörtern kannst du auch in entsprechenden Situationen von selbst richtig aussprechen.
| Persönlicher Teil | Bericht der Tutoren |
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Bericht der Schülerin / des Schülers |
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| Fachlicher Teil |
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| Pflichtbereich | Projekt |
| Freiarbeit | |
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Entwicklungsorientierte Lernbereich Handlungsorientierte Lernbereiche Fachorientierte Lernbereiche |
Tischgruppe: Nelli, Wolfgang, Achim
Bericht:
Lieber Till-Philipp,
In ein paar Tagen geht es in die Sommerferien und vorher gibt es wieder einen Tutorenbrief. Wir freuen uns schon darauf, eine Antwort von dir zu bekommen. Du bist jetzt am Ende der 6. Klasse angelangt. In den beiden Jahren auf der IGS ist sehr viel passiert, wir haben viel gemeinsam erlebt und gelernt.
Du hast im letzten Halbjahr wieder einige Fortschritte gemacht, über die wir uns sehr freuen. Du sagst nicht mehr sehr oft "Ich bin Vati." oder "Ich bin Nelli.", sondern schaffst es mittlerweile meistens "Ich bin Till-Philipp" zu sagen. Das ist eine tolle Entwicklung! Weiterhin gibst du dir viel Mühe, vorsichtiger mit uns und deinen Mitschülern umzugehen. Wenn wir dich daran erinnern, klappt das schon ganz gut.
Wenn du etwas haben möchtest, fragst du seit einiger Zeit fast jedesmal und wartest in den meisten Fällen sogar ab, bis es dir erlaubt wird. Auch das ist ein großer Fortschritt, auf den du stolz sein kannst.
Nach wie vor bist du sehr um deine Mitschüler bemüht und zeigst dich ihnen gegenüber meistens großzügig und hilfsbereit. Wir finden es gut, daß du in einigen Fällen auch ganz deutlich "Nein" sagen kannst, wenn du etwas nicht möchtest.
Seit etwa 2 Monaten übst du, alleine vom Auto aus in die Klasse zu gehen. An einigen Tagen machst du das schon ganz gut, an anderen Tagen bist du noch sehr abgelenkt und gehst dann manchmal in die falsche Richtung. Wir möchten weiter mit dir üben, solche Absprachen einzuhalten, damit wir dich nicht mehr so oft suchen müssen. Leider läufst du noch viel zu oft weg. Du mußt lernen, dich an Absprachen zu halten und uns Bescheid zu sagen, wenn du irgendwo hingehen möchtest. Das werden wir im nächsten Schuljahr ausgiebig üben, damit du dich besser daran erinnerst.
Besonders schön finden wir, daß du nur noch sehr selten über Kopf- oder Bauchschmerzen klagst und weinst. Daran erkennen wir, daß du dich nicht mehr oft überfordert fühlst. Wenn du eine Pause brauchst, schaffst du es schon recht häufig, das auch zu sagen. Das ist sehr gut so, denn manchmal brauchen wir deine Hilfe um zu erkennen, daß du etwas Ruhe oder Abwechslung brauchst.
Auch in diesem Halbjahr haben wir neben dem Unterricht noch viele andere Sachen unternommen. Denk doch nur mal an die Lesenacht, die Klassenfahrt, unser Projekt "Fit wie Schmidt" oder gemeinsame Frühstücke mit der ganzen Klasse. Bei all diesen Dingen hast du immer gerne mitgemacht. Vor allem die Klassenfahrt hat uns allen gut gefallen. Du hast viel am Strand gespielt und warst im Meer baden. Mit Herrn Berzig, Herrn Gralmun und Detlef bist du auf einem Viererfahrrad in den Ort gefahren, erinnerst du dich? Leider warst du an diesem Tag etwas faul - du hast nämlich überhaupt nicht in die Pedalen getreten. Zum Schwimmbad bist du allerdings einen ganz weiten Weg gelaufen und hast gar nicht geschimpft oder dich geweigert weiter zu laufen, obwohl dir dein Fuß weh getan hat. Nur bei der Wattführung hast du geweint. Das Piken unter den Füßen hat dir gar nicht gefallen und du wolltest lieber wieder zurück. Herr Lendig hatte alle Mühe, dich zum Weitergehen zu überreden! Wir finden es schön, daß du trotzdem durchgehalten hast und dich schließlich doch über die Wattwürmer, die Muscheln und Krebse freuen konntest!
Während der KidS - Woche hast du an der AG "Malen nach Musik" mitgemacht. Dabei hattest du viel Spaß am Malen und Bewegen, eure Kunstwerke hängen bis heute in der Pausenhalle, wo sie von jedem bewundert werden können.
Im nächsten Schuljahr kommen einige große Veränderungen auf uns zu. Wir werden mit dem ganzen Jahrgang in den Neubau ziehen. Dann sind wir viel näher mit den anderen Klassen zusammen. Der Weg in den Klassenraum wird auch ein neuer sein. Wir sind schon sehr gespannt, wie es uns dort oben gefallen wird.
Lieber Till-Philipp, es ist ganz toll für uns zu sehen, welche Fortschritte du in den letzten beiden Jahren gemacht hast. Wir sind schon ganz neugierig, wie es weiter geht, wenn wir uns nach den Sommerferien wieder sehen!
Deine Tutoren
Braunschweig, den 12.7.2000
Till-Philipp wird nach den Rahmenrichtlinien der Sonderschule für geistig Behinderte unterrichtet.
4.2. Bericht der Schülerin/des Schülers

In Projekten arbeiten verschiedene Fächer zusammen, so daß durch die unterschiedlichen Methoden und Medien den Schülerinnen und Schülern unterschiedliche Zugangsmöglichkeiten zu dem Thema eröffnet werden. Gleichzeitig wird ganzheitliches lernen angestrebt.
Die Gesundheitserziehung spielt im schulischen Bereich eine wichtige Rolle. Richtige Ernährung und Bewegung sind Faktoren, die zu einer gesunden Lebensweise beitragen.
Im Rahmen des Projektes "Fit wie Schmidt" beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit den verschiedensten Aspekten einer gesunden Lebensweise.
Zu Beginn des Projektes werden im Rahmen des NW-Unterrichtes Nahrungsmittel auf verschiedene Inhaltsstoffe hin untersucht. Die Schülerinnen und Schüler lernen Nachweisverfahren für Kohlenhydrate. Eiweiß und Fette kennen. Anhand einer selbsterstellten Nahrungspyramide werden Vitamine und Mineralien als lebensnotwendige Ergänzungsstoffe bestimmt. Eßgewohnheiten, sowie die Bestimmung von verschiedenen Eßtypen führen letztendlich zu Mangelerscheinungen, die an ausgewählten Beispielen verdeutlicht werden sollen. Im Rahmen des Faches AWT wird das Wissen über gesunde Ernährung praktisch umgesetzt, indem die Schülerinnen und Schüler bei der Herstellung von Speisen ihre gewonnenen Erkenntnisse praktisch anwenden können.
Zu einer gesunden Lebensweise gehört die ausreichende und richtige Bewegung. Während der gesamten Dauer des Projektes sollen tägliche Bewegungsangebote wie Joggen, Gymnastik, Inline - Skating usw. den Schülerinnen und Schüler angeboten werden.
Das Führen eines Fitneßtagebuches dokumentiert die Eß- und Bewegungsgewohnheiten eines jeden Einzelnen während des gesamten Projektes.
Du hast im Rahmen des Projektes an folgenden Bewegungsangebotenteilgenommen: ...........................................................
...............................................................................
Du hast dich als Ersthelfer ausbilden lassen O
Du hast die Drogenberatungsstelle "Drobs" kennengelernt. O
An den täglich wechselnden Bewegungsangeboten hast du regelmäßig teilgenommen. Am Abschlußtag des Projekts fiel deine Wahl auf die AG Reiten. Der Umgang mit den Pferden hat die Freude bereitet und die Erklärungen waren informativ. Leider ist die Zeit auf dem Pferd sehr kurz gewesen.
Neben dem Projekt "Fit wie Schmidt" hatten wir noch ein persönliches Projekt. Du hast dich für das Thema "Massage" entschieden. Gemeinsam mit Julia und Nell hast du gelernt, wie man andere massieren kann. Eine Massage nach Entspannungsmusik konntest du dann den anderen auch vorführen.
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Lernbereiche |
Lernleistungsaussagen |
DE |
GL |
MA |
NW |
EN |
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| Erledigung der Wochenplan und Freiarbeit | Du hast die Arbeiten zumeist regelmäßig und vollständig bearbeitet und abgegeben. | x | X | X | X | ||
| Du hast deine Arbeiten zu unregelmäßig und zu oft unvollständig bearbeitet. | x | ||||||
| Du hast deine Arbeiten fast nie bearbeitet und abgegeben. | |||||||
| Du hast häufig die Möglichkeit von Zusatzaufgaben genutzt. | |||||||
| Wenn eine Selbstkontrolle möglich war, hast du sie durchgeführt. | |||||||
| Arbeit in den Wochenplan- und Freiarbeitsstunden | Du hast an den Aufgaben häufig intensiv und konzentriert gearbeitet und die Zeit sinnvoll genutzt. | X | X | X | X | ||
| Du hattest noch Probleme, dich mit den Aufgaben intensiv und konzentriert zu befassen. | |||||||
| Du warst zu häufig abgelenkt und hattest Mühe mit der Arbeit zu beginnen. | |||||||
| Du hast selbständig gearbeitet. | |||||||
| Du hast dich noch zu häufig auf andere verlassen. | |||||||
| Du hast gut mit anderen zusammen gearbeitet. | X | X | X | X | |||
| Du hattest noch Probleme mit anderen zusammen zu arbeiten. | |||||||
| Du konntest dir die zur Verfügung stehende Zeit gut einteilen | |||||||
| Du hattest noch Schwierigkeiten dir die Zeit einzuteilen. | X | X | X | X |
Du machst jeden Montag deine Planung für den Wochenplan. In den Freiarbeitsstunden arbeitest du fast immer konzentriert und ausdauernd an den Aufgaben, die du dir aussuchst. Besonders die verschiedenen Spiele gefallen dir dabei.
unterrichtete Lernbereiche
Entwicklungsorientierte Lernbereiche/Handlungsorientierte Lernbereiche/Fachorientierte Lernbereiche
Beschreibung der Lernentwicklung / Bemerkungen / Hinweise / Empfehlungen
4.5.1. Entwicklungsorientierte Lernbereiche
Deine Ausdauer bei feinmotorischen Tätigkeiten wie Schneiden, Kleben oder Falten hat sich gesteigert. Mit Geduld bringst du diese Arbeiten zu Ende und mußt nur noch selten daran erinnert werden, bei der Sache zu bleiben. Deine Geschicklichkeit und Genauigkeit hast du ebenfalls verbessert. In diesen Bereichen sind wir sehr mit dir zufrieden!
Besonders auffällig ist, wieviel Freude du an Musik und Bewegung hast. Dein Gefühl für Rhythmus ist sehr ausgeprägt und du nutzt jede Gelegenheit, um dich zu bewegen. Am Abschlußtag des Projekts "Fit wie Schmidt" hast du mit einigen Mitschülern einen Tanz aufgeführt, bei dem du die Bewegungen annähernd vormachen konntest. Mit viel Ausdauer und Spaß hast du daran gearbeitet und das Ergebnis war wirklich sehenswert!
Die visuelle und taktile Wahrnehmungsförderung war uns in diesem Schulhalbjahr besonders wichtig. Erinnerst du dich daran, wie gut du dir verschiedene Gegenstände merken konntest? Bis zu fünf verschiedene Sachen hast du dir angeguckt und, nachdem sie mit einem Tuch abgedeckt wurden, aufgezählt!
Eindeutige Buchstaben und kleinere Gegenstände konntest du ohne Probleme mit verbundenen Augen erfühlen.
Die Im letzten Schuljahr von dir gelernten Massageübungen haben wir im Persönlichen Projekt vertieft und ausgeweitet. Es ist ganz toll, wie gut du dich entspannen und zur Ruhe kommen kannst. Dabei nimmst du Rücksicht auf deine Mitschüler und gehst In diesen Situationen meistens behutsam mit Ihnen um.
Ganz besonders positiv ist uns aufgefallen, daß deine Aussprache sich verbessert hat. Du sprichst etwas deutlicher und häufiger als noch im letzten Schuljahr. Wir haben wieder besonderen Wert darauf gelegt, viele Sprechanlässe zu schaffen und dich immer wieder zu ermuntern, in ganzen Sätzen zu sprechen. Dabei hast du dir viel Mühe gegeben und einen deutlichen Fortschritt gemacht. Darüber freuen wir uns wirklich sehr!
4.5.2. Handlungsorientierte Lernbereiche
In diesem Schulhalbjahr haben wir wieder einige neue Lernspiele eingeführt. Du begreifst einfache Regeln recht schnell und kannst sie meistens gut einhalten. In diesem Zusammenhang ist uns vor allem deine große Merkfähigkeit aufgefallen. Du kannst mittlerweile einige einfache Spiele schon kurze Zeit alleine, ohne Hilfe durch einen Lehrer spielen. Das ist ein schöner Erfolg!
Gerne machst du etwas vor einer Gruppe von Kindern vor und es gelingt dir meist, Bewegungen so zu gestalten, daß die andern erkennen können, was du tust.
Obwohl du häufig lieber in einer kleineren Gruppe arbeitest, gefällt es dir gut, bestimmte Dinge mit der ganzen Klasse zu machen. Besonders die spielerischen Runden in der Tutstunde machst du mit großer Begeisterung mit.
Deine Einbindung in die Klasse ist nach wie vor gut. Du mußt noch lernen zu akzeptieren, wenn andere Kinder "Nein" sagen. Gemeinschaftsaktivitäten der Klasse machen dir besonderen Spaß. Dabei kannst du dich mittlerweile recht gut an die gemeinsamen Regeln halten, wenn du daran erinnert wirst. Wie andere Kinder auch übernimmst du die Ämter in der Klasse (Tafel wischen, Tischdienst, usw.).
In unseren Sachunterrichtsstunden haben wir zu Beginn des Halbjahres an unserem Kunstthema, der Arbeit mit dem Tuschkasten weiter gearbeitet. Du hast verschiedene Techniken kennen gelernt und ausprobiert. Mit unterschiedlichen Materialien wie Schwämmen, Korken, Finger, usw. haben wir gedruckt und die Ergebnisse verglichen. Du konntest erarbeitete Kriterien (viel Farbe, wenig Farbe, viel Wasser, wenig Wasser) erkennen und benennen.
An der Gestaltung von Pustebildern hattest du besonders viel Spaß. Mit Hilfe von Strohhalmen hast du Farbkleckse über ein Blatt gepustet. Dabei sind viele verschiedene Formen entstanden. Du hast gelernt, daß man bei dieser Technik möglichst viel Wasser verwenden muß, um die Kleckse verpusten zu können.
Aus diesen beiden Techniken haben wir gemeinsam ein großes Bild von einem Aquarium gestaltet. Das hat euch so gut gefallen, daß ihr jeder noch ein eigenes fertig gestellt habt.
In den letzten Wochen haben wir diese Stunden genutzt, um einiges über unseren Tagesablauf und die Uhrzeit zu lernen. Die vollen Stunden kannst du mittlerweile eindeutig benennen. Wenn die Uhr keine Ziffern besitzt, vergleichst du mit deiner Armbanduhr und kommst so fast sicher zum richtigen Ergebnis. Gemeinsam haben wir den Tag in fünf verschiedene Zeitabschnitte eingeteilt. Du kannst jetzt den Morgen, Vormittag, Mittag, Nachmittag, Abend und die Nacht benennen und verschiedene Tätigkeiten (aufstehen, schlafen, träumen, ...) mit wenig Hilfe richtig zuordnen.
Wir haben begonnen ein Uhrenlied zu lernen, das den ganzen Tagesablauf beschreibt. Die ersten Strophen kannst du schon mitsingen, den Refrain "Die Uhrzeit, die Uhrzeit, die Uhrzeit lernen wir" singst du sogar mit Gitarrenbegleitung alleine vor. Im nächsten Schuljahr werden wir weiter daran arbeiten, die Uhr lesen zu lernen.
Im Geselleunterricht hast du mit Kleister und Sand eine große Insel auf einem Bogen Tonpapier angefertigt. Auf den Strand konntest du dann viele echte Muscheln und Bilder kleben. Außerdem hast du etwas über die Tiere erfahren, die im Watt leben. Du weißt zum Beispiel, daß dort die Scholle lebt, und daß sich Muscheln ebenso im Sand vergraben wie der Wattwurm.
Nach Vorgaben eine Landkarte farblich richtig ausgemalt.
Telefonieren und die Orientierung im Straßenverkehr haben wir wie im letzten Halbjahr gemeinsam geübt. Es gelingt dir schon fast, eine Nummer von einem Zettel abzutippen. Beim Überqueren erinnern wir dich nach wie vor, nach rechts und links zu gucken. Du bist dann in der Lage zu sagen, ob die Straße frei ist und wir gehen dürfen. Wenn wir dich danach fragen kannst du das Ampelzeichen benennen.
Ein weiterer Übungsschwerpunkt war das Schreiben von Postkarten. Du hast geübt, eine Adresse auf eine Postkarte zu schreiben. Du konntest zeigen, wo der Name, die Straße und der Ort hingehört, und wohin die Briefmarke geklebt werden muß. Außerdem hast du mit uns Briefmarken gekauft und die Karte eingeworfen.
In Mathe hast du weiter geübt, Strecken zu zeichnen. Zwei Punkte hast du möglichst genau mit dem Lineal verbunden. Dabei haben dir unsere kleinen Übungen "Nase - Nase" oder "Jeder Schuß ein Treffer besonders gut gefallen.
Eine Zeit lang hast du geübt, Flächen mit kleinen Quadraten auszulegen. Auf diese Weise konntest du mit Hilfe sagen, wie groß diese Flächen sind.
Beim Rechnen kannst du mittlerweile fast sicher bis 20 zählen. Das kannst du sogar, wenn du nicht bei Null anfängst. Auch von einer vorgegebenen Zahl aus zählst du weiter. Beim Rückwärts - Zählen brauchst du Hilfe.
Weiterhin gelingt es dir, zu einer Zahl die richtige Anzahl an 10- er Stäben und Einer - Würfeln zu legen und umgekehrt.
Plusaufgaben bis 20 rechnest du mit Hilfe deiner Finger und bei gleichzeitiger Unterstützung durch einen Erwachsenen.
Ganz besonderen Spaß bereitet dir das Würfelspiel. Hierbei übst du immer wieder das Weiterzählen und löst die verschiedenen Aufgaben von kleinen Karteikarten.
Lieber Till-Philipp, wir freuen uns darüber, daß du nach wie vor meistens so fleißig mit uns übst. Mit deinen Leistungen sind wir zufrieden!
Im Deutschunterricht haben wir besonders das Sprechen in ganzen Sätzen geübt. Du hast einige Fortschritte in diesem Bereich gemacht. Du sprichst nicht nur öfter, sondern auch in längeren Sätzen. Darüber freuen wir uns ganz besonders!
Wir haben geübt, Fragen und Sätze zu unterscheiden und Fragen und Antworten zuzuordnen. Wenn du beim Erlesen Hilfe bekommen hast, gelang dir diese Zuordnung recht sicher.
Sätze, die auseinander gezogen waren hast du mit Unterstützung richtig zusammen gesetzt. Eigenschaften von Gegenständen hast du erkannt und zugeordnet (Der Ball ist rot, das Messer ist scharf,...).
Du liest und schreibst sehr gerne, am liebsten, wenn dir ein Lehrer dabei hilft. Dann arbeitest du ausdauernd und fleißig mit. Das ist wirklich toll!
4.5.3. Fachorientierte LernbereicheDer Musikunterricht war in diesem Schulhalbjahr sehr schwierig, weil wir weniger gesungen und uns mehr mit Noten und Notenwerten beschäftigt haben. Aus diesem Grund haben wir zwischendurch kleine Pausen eingelegt und alleine Musik gemacht. Du hast gelernt, daß es lange und kurze Noten gibt und wie man sie aufschreibt. In einem aufgeschriebenen Musikstück konntest du die Noten wiedererkennen. Einen einfachen Rhythmus konntest du mit Hilfe nachklatschen. Das Bewegen zu Musik ist nach wie vor eine deiner liebsten Beschäftigungen.
Am Sportunterricht nimmst du immer noch sehr gerne teil. Du bist mittlerweile viel schneller beim An- und Ausziehen geworden und brauchst dabei auch nicht mehr so viel Hilfe. Du beteiligst dich an fast allen Übungen und strengst dich dabei wirklich an. Uns ist aufgefallen, daß du dich nicht mehr so oft auf den Boden setzt und Pause machst. Zu deinen liebsten Übungen gehörten in diesem Halbjahr das Springen auf dem Trampolin, das Üben von "Auf die Plätze, fertig, los!" und der Staffellauf. Dabei konntest du dir die einzelnen Elemente gut merken und sie nach Aufforderung umsetzen.
Beim Sportfest hast du mit Nell, Detlef, Vanessa und Paula an den Spaßspielen teilgenommen und dir dabei alle Mühe gegeben. Beim anschließenden Völkerballtunier hast du mit der Klasse teilgenommen.
Einen Hampelmann hast du im AWT Unterricht ausgesägt, geschliffen, bemalt und mit Klarlack lackiert. Beim Sägen brauchtest du schon weniger Hilfe als im letzten Jahr. Deine Ausdauer ist in diesem Bereich noch gering, du hast dir aber bei den einzelnen Schritten Mühe gegeben.
Mit Knete hast du mit Unterstützung modelliert und einen Abguß aus Gips hergestellt. Leider hast du das Ergebnis anschließend kaputt gemacht.
Im Englisch - Unterricht singst du jeden Morgen mit den anderen das Lied "Good morning to you...". Jetzt kannst du dieses Lied schon auswendig und sprichst die Wörter richtig aus.
Außerdem hast du sehr viel mit Gegenständen, mit der Steckleiste, mit der Vokabelkartei, mit Kartenspielen, mit dem Memory oder mit Dominos geübt. Dadurch konntest du weiter neue Wörter lernen. Darüber hinaus verstehst du angemessene Fragen, besonders zu Bildern und kannst sie mit" Yes" bzw. "No" beantworten.
| Persönlicher Teil | Bericht der Tutoren |
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Bericht der Schülerin / des Schülers |
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| Fachlicher Teil |
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| Pflichtbereich | Projekt |
| Freiarbeit | |
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Entwicklungsorientierte Lernbereich Handlungsorientierte Lernbereiche Fachorientierte Lernbereiche |
Tischgruppe: Detlef, Nelli
Lieber Till-Philipp,
wie jedes Halbjahr bekommst du heute deinen TUT Brief von uns. Wir sind ganz gespannt, wie dir die Zeit seit den Sommerferien gefallen hat.
Wie immer haben wir viel zusammen unternommen und großen Wert auf Gemeinschaftsaktionen gelegt, an denen du so gerne teilnimmst. Mit Frau Sumsin sind wir zum Beispiel nach Wolfsburg ins Kunstmuseum gefahren. Dort haben wir uns eine Ausstellung von "Jean Tinguelly" angesehen. Du warst sehr beeindruckt von den vielen Maschinen, die sich alle bewegt haben und Geräusche machten. Manchmal warst du sogar etwas erschrocken über den Krach. Erinnerst du dich?
Im Rahmen des Projektes "Mittelalter" habt ihr das Kloster in Ridagshausen besichtigt. Dort hast du viele interessante Dinge gesehen und gehört.
Der Umzug in den neuen Klassenraum zusammen mit dem ganzen Jahrgang war eine große Veränderung. Du gehörst jetzt zu den "Großen". Der Kontakt zu den anderen 7. Klassen ist viel stärker geworden, dadurch ist es oft sehr laut. Wir haben aber den Eindruck, daß du damit nur wenig Schwierigkeiten hast. Ganz selbstverständlich bewegst du dich zwischen den anderen Schülern. In unserer Klasse hat sich auch eine Veränderung ergeben. Herbert hat zu einer anderen Schule gewechselt. Dafür ist Siegfried nach den Sommerferien zu uns gekommen. Seit Januar haben wir noch ein neues Gesicht. Alma gehört nun auch zu uns. Wir haben den Eindruck, daß dir diese Neuigkeiten keine Schwierigkeiten gemacht haben. Für dich gehören beide schon ganz selbstverständlich zur Klassengemeinschaft.
Auch im Unterricht hat sich einiges verändert. Nicht alle Fächer finden im Klassenverband statt. In deinem WPK "Selbstständigkeit" lernst du gemeinsam mit Schülern aus allen siebten Klassen. Im Sachunterricht ist eure Gruppe um ein Kind größer geworden: Magdalena aus der 5.1 gehört jetzt auch zu unserer Lerngruppe. All diese Veränderungen hast du gut verkraftet. Nach wie vor kommst du gerne zur Schule und zeigst eine große Lernbereitschaft. Das ist sehr erfreulich!!
Nur noch sehr selten haben wir den Eindruck, daß dir der Schulalltag zuviel wird. Über Kopf- oder Bauchschmerzen klagst du nur noch sehr selten.
Mit deinem Arbeitsverhalten sind wir sehr zufrieden. Du arbeitest gerne mit und gibst dir dabei meistens große Mühe. Du brauchst zwar bei fast allen Aufgaben viel Hilfe und Unterstützung von uns, kannst aber ausdauernd und sorgfältig arbeiten, wenn wir dich darauf hinweisen und dir dabei helfen. In den Gruppenarbeit kannst du dich an Regeln halten und innerhalb deiner Möglichkeiten gut mit anderen zusammen spielen und lernen. Es ist dir wichtig, daß deine Arbeitsergebnisse in der Klasse vorgestellt werden. Gleichzeitig hörst du im Rahmen deiner Möglichkeiten anderen zu und würdigst ihre Arbeit. Manchmal sind wir ganz erstaunt wie gut du zuhören kannst und davon behältst.
Du bist ein wichtiges Mitglied unserer Klassengemeinschaft. Du bist fast immer freundlich und hilfsbereit. Es ist dir sehr wichtig an gemeinsamen Aktionen, Spielen und Runden (z.B. Klassenrat) teilzunehmen und dich auch einzubringen. Auch wenn du dabei nicht immer bei der Sache bleibst, finden wir es sehr gut wie du dich einbringst.
Kleinere Aufgaben übernimmst du gerne und führst sie mit Unterstützung gewissenhaft aus.
Es gibt nur wenig zu berichten, was uns nicht so gut gefällt. Leider hast du dir in letzter Zeit angewöhnt, dich über Treppengeländer oder Fensterbretter zu lehnen. Weil unsere Klasse jetzt im zweiten Stock liegt ist das sehr gefährlich. Wir wünschen uns von dir, daß du dieses Verhalten ablegst. Es macht uns große Sorgen, denn wir wollen natürlich nicht, daß dir etwas passiert.
Manchmal benimmst du dich auch ein wenig ungezogen. Du steckst uns beispielsweise deinen Po entgegen und tust als ob du pupst. Das wollen wir nicht. Wir werden dich immer daran erinnern und hoffen, daß du dieses Verhalten abstellen kannst. Dazu gehört auch, daß du den Lehrern und deinen Mitschülern nicht auf den Po klopfst. Das ist wirklich nicht so schön und gehört sich einfach nicht für einen so großen Jungen.
Lieber Till-Philipp, es ist schön, daß du in unserer Klasse bist. Insgesamt sind wir zufrieden mit dir und freuen uns wirklich ganz doll über die Fortschritte, die du im letzten Halbjahr und den letzten 2,5 Jahren gemacht hast. Wir freuen uns schon auf die Zeit, die noch vor uns liegt!
Deine Tutoren
Braunschweig, den 26.1.2001
Till-Philipp wird nach den Rahmenrichtlinien der Sonderschule für geistig Behinderte unterrichtet.
5.2. Bericht der Schülerin/des Schülers

5.3. Projekt Leben im Mittelalter
Im Projekt "Leben im Mittelalter" hatten die Schülerinnen und Schüler überwiegend die Aufgabe, folgende große Arbeitsschwerpunkte zu bewältigen:
Auseinandersetzung mit einer umfangreichen Materialsammlung
Anfertigen eines Lesetaqebuches über ein Jugendbuch zum Thema
Intensive Arbeit in einer Arbeitsgruppe mit speziellem Schwerpunkt
Während die erste Phase des Projektes von kognitiver Auseinandersetzung mit dem Thema sowie Exkursionen (z.B. ins Landesmuseum, Riddagshausen) geprägt war, konnten sich die Schülerinnen und Schüler in der zweiten Phase für ein spezielles Thema entscheiden, welches in kleinen Gruppen bearbeitet wurde. Während dieser Zeit wurde vorwiegend handwerklich gearbeitet.
Die Produkte dieser Projektgruppen und auch einige der handwerklichen Techniken waren am Offenen Nachmittag zu sehen und zu begreifen. Mittelalterliche Figuren bevölkerten den Schülertreff, Gaukler, Wahrsagerinnen und Alchimisten zeigten ihre Künste. Dieser Projektabschluß wurde gemeinsam mit Eltern, Verwandten und Freundinnen und Freunden im gesamten 7. Jahrgang gefeiert.
Deine Aktivitäten im Projekt:
O Besuch des Landesmuseums (Burgführung, Kupfer treiben)
O Besuch des Herzog-Anton-Ulrich Museums
X Besuch einer Klosteranlage (Riddagshausen)
O Teilnahme an einer Stadtralley
O Kennenlernen der mittelalterlichen Stadtgrenzen per Fahrrad
X Besuch des Rathauses mit Stadtmodell
X mittelalterliches Töpfern
O
O Entwurf und Herstellung von Wappen
O Modell einer mittelalterlichen Stadt
O Alchemie
O Skriptorium
O Spuren mittelalterlichen Lebens in Braunschweig
X Mittelalterliche Figuren auf dem Markt
Die Darstellung der Rolle eines Ritters hat dir anscheinend Spaß gemacht. Mit deinem Projektordner hättest du dir mehr Mühe geben können.
In der Freiarbeit arbeiten die Schülerinnen und Schüler nach einem Wochenarbeitsplan, der ihnen Pflichtaufgaben zuweist und ihnen Raum läßt, sich darüber hinaus selbständig Arbeiten zu suchen. In der Freiarbeit lernen die Schülerinnen und Schüler, sich die zur Verfügung stehende Zeit selbständig einzuteilen, sich selbständig Arbeiten vorzunehmen und sie durchzuführen, ihr eigenes Leistungsniveau auszuprobieren und verantwortungsvoll mit Arbeitszeit und Materialien umzugehen.
Die Freiarbeit erfüllt neben der Funktion der selbständigen Erarbeitung und Übung auch die Funktion oder Förderung.
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Lernbereiche |
Lernleistungsaussagen |
DE |
GL |
MA |
NW |
EN |
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| Wochenplanarbeiten | Du hast die Wochenplanaufgaben weitestgehend selbständig erfüllt. | ||||||
| Du hast die Wochenplanaufgaben noch nicht selbständig erfüllt. | X | X | X | X | |||
| Du hast die Wochenplanaufgaben gründlich und ausführlich genug bearbeitet. | x | x | x | x | |||
| Du hast die Wochenplanaufgaben häufig sehr knapp bearbeitet. | x | x | x | x | |||
| Du kannst die die zur Verfügung stehende Zeit schon oft gut einteilen. | |||||||
| Du mußt noch lernen, dir die zu Verfügung stehende Zeit einzuteilen. | X | X | X | X | |||
| Frei Arbeiten | Bei der freien Arbeit findest du immer etwas, woran du arbeiten kannst. | X | x | ||||
| Bei der freien Arbeit findest du oft nichts, woran du arbeiten kannst. | X | x | X | ||||
| Du hast Dich mit selbstgestellten Aufgaben intensiv auseinandergesetzt. | x | x | |||||
| Du hast selbstgestellte Aufgaben zu schnell beendet. | x | X | x | X | |||
| Du bearbeitest freie Arbeiten meistens ruhig und konzentriert. | |||||||
| Du bearbeitest freie Arbeiten schon manchmal ruhig und konzentriert. | X | X | X | X |
unterrichtete Lernbereiche
Entwicklungsorientierte Lernbereiche/Handlungsorientierte Lernbereiche/Fachorientierte Lernbereiche
Beschreibung der Lernentwicklung / Bemerkungen / Hinweise / Empfehlungen
5.5.1. Entwicklungsorientierte Lernbereiche
Die Weiterentwicklung deiner motorischen Fähigkeiten ist einer der Schwerpunkte, auf die wir großen Wert legen. Unser Eindruck ist hierbei, daß du Fortschritte gemacht hast. Wenn du entsprechenden Zuspruch bekommst bist du mittlerweile in der Lage, durch schneiden, formen und kleben schöne Arbeitsergebnisse zu erzielen. Du kannst mit einiger Konzentration recht genau arbeiten.
Kleine Rollenspiele, die immer wieder Bestandteil unseres Unterrichts sind, gefallen dir besonders gut. Du kannst dabei mit Unterstützung Elemente aus Texten umsetzen, so daß sie für die anderen Kinder erkennbar sind. In diesem Halbjahr konnten wir beobachten, daß du sogar einige eigene Ideen mit eingebracht hast. Das ist eine tolle Leistung.
5.5.2. Handlunasorientierte Lernbereiche
Im WPK lernst du seit Beginn dieses Schuljahrs zusammen mit Kindern aus den anderen Klassen des Jahrgangs, immer mehr Dinge selber zu machen. Als erste Aktion im WPK stand Pflaumen pflücken auf dem Programm. Nicht nur dabei, auch beim Einmachen und Marmelade kochen hast du prima mitgearbeitet.
Das nächste Thema waren einfache Kochrezepte. Du hilfst gerne mit und arbeitest nach den Anweisungen. Gut behalten hast du unter anderem, wie Pfannkuchen gebacken werden und wie man Rührei zubereitet.
Im Rahmen des Projektes haben wir uns überlegt, wie die Menschen im Mittelalter ihre Lebensmittel haltbar gemacht haben. Es gab ja noch keine Kühltruhen und keine Einmachgläser. Wie hat dir denn das selbst eingestampfte Sauerkraut geschmeckt? Eine andere Aktion war das Brotbacken. Es hat gut geklappt ohne Backpulver und Hefe. Leider sind die Brote im Ofen verbrannt, aber der Kern hat, zusammen mit der selbstgemachten Butter, doch hervorragend gemundet.
In de dunklen Jahreszeit haben wir dann die Fahrräder untersucht, ob sie verkehrssicher sind. Du hast dem Polizisten dein Rad vorgeführt. Reparieren brauchten wir es nicht. Danach hast du gezeigt, daß du mittlerweile alleine radfahren und bremsen kannst. Beim Flicken hast du interessiert zugeschaut und gerne verschiedene Schläuche aufgepumpt.
Vor den Weihnachtsferien ging es dann bei uns zu wie in einer Backstube. Am laufenden Band wurden die unterschiedlichsten Kekse gebacken und am Lebkuchenhaus gewerkelt. Das Verzieren der Plätzchen hat allen großen Spaß gemacht, und dann gab es ja noch eine große Dose voll mit nach Hause. Welches war denn deine Lieblingssorte?
Spiele bei denen du dich bewegen kannst oder die mit Handlung verbunden sind, machst du sehr gerne. Dabei erinnerst du dich an einmal gelernte Regeln und brauchst nur wenig Hilfe, um dich daran zu halten. Dein bevorzugtes Spiel in der letzten Zeit war das Tiermemory, bei dem du zu den aufgedeckten Karten das passende Geräusch (bellen, grunzen, wiehern, etc.) machen mußtest.
Ganz besonders gut bringst du dich bei Spielen ein, die zum Beispiel oft zu Beginn der Deutschstunden mit der ganzen Klasse gespielt werden. Du erfaßt recht schnell was du tun mußt und bist konzentriert bei der Sache.
In der Klassengemeinschaft fühlst du dich weiterhin wohl. Deine beiden neuen Mitschüler Siegfried und Alma hast du freundlich aufgenommen. Auch mit den anderen Kindern der Klasse kommst du gut zurecht. Du zeigst dich meistens großzügig und bist fast immer bereit zu helfen wenn es nötig ist.
Durch unseren Umzug in die zweite Etage hast du auch mehr Kontakt zu den anderen Schülern des Jahrgangs. Das scheint dir gut zu gefallen. Du neigst allerdings dazu, oft ein wenig zu übertreiben um auf dich aufmerksam zu machen. Wir finden es nicht so schön, dich zum Beispiel im Schülertreff auf den Boden zu schmeißen oder "herum zu kaspern", um auf dich aufmerksam zu machen. Wir wünschen uns von dir, daß du dieses Verhalten langsam ablegst - du gehörst jetzt schließlich schon zu den "Großen".
Zu unserer kleinen Lerngruppe in den Sachunterrichtstunden ist noch jemand hinzu gekommen. Seit Beginn des Schuljahrs nimmt Magdalena aus der 5.1 daran teil.
Zusammen mit Nell und Julia hast du weiter am Erlernen der Uhrzeit gearbeitet. Du bist jetzt in der Lage, ganze und halbe Stunden mit wenig Hilfe zu unterscheiden und zu erkennen. Innerhalb des Unterrichts konntest du in diesem Rahmen fast immer die Frage nach der Uhrzeit richtig beantworten. Außerdem kannst du recht sicher verschiedene Tätigkeiten (aufstehen, schlafen, lernen...) der richtigen Tageszeit zuordnen. Leider bist du darüber hinaus immer noch stark auf deine "Lieblingsuhrzeit" fixiert, so daß wir außerhalb dieser Stunden meist die Antwort "Es ist 13 Uhr" bekommen.
In der Vorweihnachtszeit hast du wunderschöne Weihnachtskarten hergestellt. Du hast die Körper von Engeln auf eine Doppelkarte gestempelt und die Gesichter mit Goldstiften gestaltet. Alle die diese Karten gesehen haben, waren ganz begeistert!! Außerdem haben wir natürlich wieder Fensterbilder und kleine Tannenbäume als Schmuck für unseren Gruppenraum gebastelt. Selbst bei sehr schwierigen Formen gibst du dir beim Ausschneiden große Mühe und erzielst schöne Ergebnisse.
Im Geselleunterricht haben wir uns in diesem Halbjahr sehr viel mit dem Wald beschäftigt. Natürlich zuerst mit unserem Wald hier. Dazu haben wir einen kleinen Ausflug gemacht. Aus dem Wald haben wir verschiedene Dinge mitgebracht: Rinde, Bucheckern, Eicheln, Blätter und Holzstücke. Diese Dinge liegen nun im Gruppenraum auf der Fensterbank und du kannst viele schon dem richtigen Baumnamen zuordnen. Ein anderer Wald, mit dem wir uns beschäftigt haben, ist der tropische Regenwald. Der ist ganz anders als unser Wald und du konntest mit Hilfe einige Unterschiede feststellen. Zum Beispiel gibt es ganz andere Pflanzen und Tiere. Einige von diesen Tieren hast du angemalt und in das große Regenwaldbild im Schülertreff geklebt. Auch kleine Texte hast du diesen Tieren zugeordnet. Außerdem konntest du dir mit der Klasse viele Filme anschauen. Nicht zuletzt war dann zum Abschluß des Themas der Besuch im Regenwaldhaus ein besonders schönes Erlebnis.
Auch in diesem Jahr sind wir einige Male mit dem Bus gefahren. Du hast geübt, auf die Haltestellen - Ansage zu achten, das gelingt dir aber noch nicht so gut. Auf die Buslinien - Nummern achtest du, wenn wir dich dazu anhalten.
Auch als Fußgänger mußt du dich im Straßenverkehr an Regeln halten. Die Beachtung einiger Regeln (Ampel, Überqueren von Straßen) haben wir zusammen weiter geübt.
Du hast weiter geübt, Strecken zu zeichnen und mit dem Zirkel Kreise zu schlagen. Beim Rechnen kannst du mittlerweile Mengen bis 20 fast sicher angeben. Auch das Vorwärtszählen ist ein klein wenig sicherer geworden. Beim Rückwärtszählen brauchst du nach wie vor Hilfe.
Es gelingt dir, zu einer Zahl bis 20 die richtige Anzahl an 10-er Stäben und Einer Würfeln hinzulegen und umgekehrt. Das Gleiche schaffst du, wenn es auf Arbeitsblättern bildlich dargestellt ist.
Außerdem hast du geübt, aus Bildern Plus- und Minusaufgaben zu entwickeln.
Ganz besonderen Spaß bereitet dir immer das Würfelspiel. Hierbei übst du das Weiterzählen und das Zuordnen bzw. das Bestimmen von Mengen. Weiterhin löst du die verschiedensten Aufgaben von kleinen Karteikarten.
Der besondere Schwerpunkt des Deutschunterrichts lag in diesem Halbjahr vor allem im Lesen von Texten und der Umsetzung des Gelesenen in kleine Szenen, Bilder und Musik. Den Anfang machte die Geschichte "Neben dem blauen Seepferdchen", die du in vereinfachter Form gelesen hast. Erinnerst du dich noch an das blinde Mädchen aus dem Schwimmbad? Ihr habt euch gegenseitig mit verbundenen Augen durch die Schule geführt, um zu erfahren wie das ist, wenn man nicht gucken kann. Du hast außerdem erfahren, daß blinde Menschen oft einen Stock oder einen Hund haben, um sich in der Welt besser orientieren zu können.
Während des Projektes "Mittelalter" hast du wie die anderen Kinder auch ein ganzes Buch gelesen. Die "Rittergeschichten" haben dich sehr beeindruckt, vor allem der sechsköpfige Drache und die tollen Rüstungen der Ritter. Dein Lesetagebuch hast du vollständig und gewissenhaft bearbeitet. Vor der Kleingruppe hast du einen Textabschnitt vorgelesen. Du liest zwar sehr leise, hast deinen Vortrag aber mit wenig Hilfe bewältigt. Das war ganz toll!
Unsere letzte Lektüre war "Der Zauberlehrling". Daran arbeiten wir auch noch eine Weile weiter. Die Geschichte vom kleinen Zauberer, der zaubert obwohl es verboten ist und damit eine Überschwemmung anrichtet, hat dich sehr beeindruckt. Zusammen mit der ganzen Klasse habt ihr ein Musikstück gehört und Vermutungen angestellt, was der Zauberlehrling wohl angestellt hat. Vor allem die Vorstellung, daß die ganze Wohnung unter Wasser steht hat dich schwer beeindruckt. Du hast in die Geschichte nacherzählt, Fragen beantwortet und ein Lied gelernt. Im Kunstunterricht hast du den großen Zauberer nach einer Vorlage gestaltet und wir werden damit eine kleine Aufführung vor der Klasse einüben.
Lieber Till-Philipp, du arbeitest im Deutschunterricht sehr ausdauernd und fleißig mit.
Mit deinem Einsatz und deinen Leistungen sind wir sehr zufrieden!
5.5.3. Fachorientierte Lernbereiche
Gemeinsam mit der Klasse hast du die Kirche in Riddagshausen besucht. Dabei konntest du einiges über das Leben der Mönche im Mittelalter erfahren. Unser Führer hat uns erzählt, wie sie gelebt haben und daß sie die riesigen Teiche mit dem Spaten ausgegraben haben.
Seit den Sommerferien hat die Klasse wieder regelmäßig Kunstunterricht. Es macht dir viel Spaß, mit verschiedenen Materialien Bilder zu gestalten.
Während des Projekts "Mittelalter" hast du Menschen Szenen und Dinge aus dieser Zeit gestaltet. Mit Kohle hast du sehr sorgfältig ein Bild einer großen Burg abgezeichnet. Anschließend hast du dir noch die Darstellung eines Ritters ausgesucht. Besonders beeindruckt hat uns dein Umgang mit Feder und Scriptol. Du hast verstanden, daß du sehr sauber und vorsichtig arbeiten mußt, um die Feder nicht zu zerstören, oder dich nicht mit der Tusche zu bekleckern. Das ist dir gut gelungen und wir mußten nicht einmal die ganze Zeit dabei sitzen, damit du keinen Unfug machst, sondern konnten uns auf deine Sorgfalt verlassen. Darüber haben wir uns sehr gefreut.
Das zweite Thema dieser Stunden waren "Comics". Frau Sumsine hat euch gezeigt, wie man mit einfachen Mitteln lustige Gesichter malen kann. Es hat dir viel Spaß gemacht, die unterschiedlichen Figuren abzuzeichnen. Du brauchtest zwar sehr viel Hilfe dabei, warst aber eifrig bei der Sache und hast dir viel Mühe gegeben, einzelne Elemente aufzugreifen.
Der Sportunterricht bei Herrn Minold gehört zu deinen liebsten Stunden. Mit enormer Ausdauer beteiligst du dich an allen Spielen und Bewegungen. Manchmal hast du dich so sehr verausgabt, daß du hinterher ganz erschöpft warst. Du kannst dich gut an Regeln halten und bemühst dich, alle Übungen richtig auszuführen.
Über einen langen Zeitraum haben wir Basketball spielen gelernt. Dabei hast du dich oft recht geschickt angestellt. Vor dem harten Ball hast du manchmal ein wenig Angst, trotzdem bist du mit Ausdauer bei der Sache. Dribbeln und Passen gelingt dir schon recht gut.
Mit deinem Einsatz in Sport sind wir sehr zufrieden!
Im Englisch - Unterricht singen wir weiterhin öfter mal ein Lied. Bei den Liedern "Good morning..." , "Happy Birthday" und "For he's a..." kannst du schon ganz gut mitsingen. Du hast sehr viel mit Gegenständen, mit der Setzleiste, mit der Vokabelkartei, mit Kartenspielen, mit dem Memory oder mit Dominos geübt. dadurch konntest du weitere neue Wörter lernen.
Darüber hinaus verstehst du angemessene Fragen, besonders zu Bildern und kannst sie mit "Yes" bzw. "No" beantworten.
| Persönlicher Teil | Bericht der Tutoren |
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Bericht der Schülerin / des Schülers |
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| Fachlicher Teil |
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| Pflichtbereich | Projekt |
| Freiarbeit | |
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Entwicklungsorientierte Lernbereich Handlungsorientierte Lernbereiche Fachorientierte Lernbereiche |
Lieber Till-Philipp,
So schnell vergeht die Zeit! Du bist jetzt schon seit drei Jahren an der IGS Querum und deine Schulzeit hier ist zur Hälfte vorbei. Es ist so viel passiert in den letzten Jahren und du bist schon richtig groß geworden. Es wäre schön, wenn du uns zurückschreiben würdest, an was du dich am besten erinnerst und was die schönsten Erlebnisse an der IGS waren.
Das zweite Halbjahr in der 7.4 ist sehr schnell vorbei gegangen. Findest du das auch? Du mußtest viel arbeiten und lernen, wir haben aber auch viel unternommen und erlebt. Dazu fällt uns zum Beispiel das KidS - Projekt ein, das Sportfest, die Zeit, in der alle anderen Klassen auf Klassenfahrt waren und wir die Schule für uns alleine hatten und natürlich unsere eigene Klassenfahrt, die wieder einmal viel Spaß gemacht hat. Beim Spaziergang nach Mirow hast du super durchgehalten. Und daß, obwohl er 3 Kilometer lang war und es die ganze Zeit geregnet hat. Beim Paddeln hast du dich auf der Hinfahrt ganz schön angestrengt. Leider hast du auf der Rückfahrt gar nichts mehr gemacht und Julia und Herr Berzig mußten dich "chauffieren". Ein besonderer Spaß war bestimmt auch für dich das Tretbootfahren am Donnerstag. Zu beobachten gab es auch eine Menge. An die Möwenkolonie zum Beispiel, mit ihrem schrecklich lauten Geschrei werden wir uns sicher noch lange erinnern. Oder an die Haubentaucher, die wir mit ihren Jungen gesehen haben. Was meinst du??
Leider gab es auch Dinge, die nicht so schön waren. Oft haben wir im Klassenrat darüber sprechen müssen, wer etwas kaputt gemacht hat, wer etwas dreckig gemacht hat oder wer wen geärgert hat. Du warst an diesen unschönen Dingen nicht beteiligt. Das freut uns natürlich sehr.
Zu deinem Arbeitsverhalten können wir viel Gutes berichten. Du arbeitest meist motiviert und deinen Möglichkeiten entsprechend ordentlich mit. Leider gelingt es dir dabei oft nicht, bei der Sache zu bleiben. Du legst dann den Kopf auf den Tisch und willst nicht mehr weiter machen. Wir wissen in solchen Situationen manchmal nicht genau, ob du wirklich nicht mehr kannst, oder ein wenig Theater spielst. Es ist völlig in Ordnung eine kleine Pause zu machen, wenn du nicht mehr weiter kannst. Es ist aber nicht in Ordnung, wenn du einfach keine Lust mehr hast. Wir wünschen uns von dir, daß du in Zukunft versuchst, so lange wie möglich zu arbeiten. Was meinst du dazu?
Im Jahrgangsflur bewegst du dich zwar gerne, kasperst dabei aber auch leider viel herum. Dadurch fühlen sich die anderen Kinder oft gestört. Das ist sehr schwer für dich zu verstehen, nicht war?
Du weißt wo die Fachräume sind und kannst sie auch mit Begleitung aufsuchen. In den Pausen hältst dich gerne in der Cafeteria auf. Oftmals tobst du dich dann so sehr aus, daß du anschließend ganz k.o. bist.
Wenn du an einer Stelle, z.B. vor dem Lehrerzimmer, auf uns warten sollst, kannst du dich fast immer an diese Verabredung halten. Darüber freuen wir uns sehr, weiter so!!
Dein Verhalten gegenüber deinen Mitschülern ist nach wie vor sehr stürmisch. Mittlerweile seid ihr alle schon so groß, daß sie nicht mehr von dir in den Arm genommen werden möchten. Das ist sehr schwer zu verstehen für dich, oder? Wir wünschen uns von dir, daß du darauf hörst, was die anderen Kinder wollen und was nicht. Was meinst du dazu? Schaffst du das?
Lieber Till-Philipp, dieses Schuljahr war zwar ganz schön anstrengend, hat uns aber trotzdem viel Spaß gemacht. Hoffentlich geht es dir auch so.
Wir sind schon gespannt auf deinen Antwortbrief und freuen uns auf das nächste Schuljahr.
Deine Tutorinnen und Tutoren
Braunschweig, den 27.6.2001
Till-Philipp wird nach den Rahmenrichtlinien der Sonderschule für
geistig Behinderte unterrichtet.
Im vergangenen Halbjahr hats dunan 4 Tagen gefehlt, davon 0 unentschuldigt.
6.2. Bericht der Schülerin/des Schülers



6.3. Projekt KidS - Kunst - Mathematik und Natur
KidS (Kultur in der Schule) fand in diesem Jahr in größerem Rahmen statt als in den Jahren zuvor:
In der ersten Woche wurden sechs verschiedene AGs im Jahrgang 7 angeboten. Jede/r Schüler/in durfte sich ein Thema auswählen, an dem sie/er eine Woche lang arbeiten wollte. Du hast dir folgendes Thema gewählt: "Natur sinnlich" Im Rahmen dieser AG hast du mit den anderen zunächst im Wald nach verschiedenen Materialien gesucht: Moos, Laub, Tannennadeln und Kies. Dieses Material hast du in der "Fuß-Fühl-Kiste" angeordnet. Anschließend konnten viele Kinder und bei der Gala auch viele Besucher diesen "Fuß-Fühl-Pfad" barfuß oder auf Strümpfen ausprobieren. Weiterhin hast du kleine Brettchen mit Fellresten beklebt. Andere mußten dann raten, von welchem Tier die Felle stammen. Als letztes hast du noch das 4-Sinne-Spiel gespielt.
Schulweit wurden in dieser und der nachfolgenden Woche viele Workshops von Lehrer/innen und Schüler/innen angeboten, an denen insgesamt ca. 300 Schüler/innen teilnahmen. Manche Workshops dauerten nur einige Stunden, andere erstreckten sich über mehrere Tage oder sogar die ganze Zeit.
Du konntest leider an keinem Workshop teilnehmen.
Den Abschluß bildete die KidS-Gala, zu der viele Eltern, Freunde und Interessierte kamen. In der Aula wurden einige Ergebnisse vorgeführt, aber vor allem gab es eine Ausstellung, die sich auf die ganze Schule erstreckte.
In unserem Jahrgang wurden die Arbeiten aus der ersten KidS-Woche ausgestellt.
Insgesamt war dieses Projekt wohl für die meisten Beteiligten ein schönes und (lern-) intensives Erlebnis mit ansehnlichen Ergebnissen!
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Lernbereiche |
Lernleistungsaussagen |
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| Erledigung der Wochenplan- und Freiarbeiten | Du hast die Arbeiten fast immer regelmäßig und vollständig bearbeitet und abgegebent. | X | X | X | X; | ||
| Du hast deine Arbeiten zu unregelmäßig und zu oft unvollständig bearbeitet. | |||||||
| Du hast deine Arbeiten fast nie bearbeitet und abgegeben. | |||||||
| Du hast häufig die Möglichkeit von Zusatzaufgaben genutzt. | X | ||||||
| Wenn eine Selbstkontrolle möglich war, hast due sie durchgeführt. | |||||||
| Arbeit in den Wochenplan- und Freiarbeitsstunden | Du hast an den Aufgaben intensiv und konzentriert gearbeitet und die Zeit sinnvoll genutzt | ||||||
| Du hattest noch Probleme, dich mit den Aufgaben intensiv und konzentriert zu befassen | X | X | X | X | X | ||
| Du warst zu häufig abgelenkt und hattest Mühe mit der Arbeit zu beginnen | |||||||
| Du hast selbständig gearbeitet | |||||||
| Du hast dich noch zu häufig auf andere, bes. Lehrer, verlassen | X | X | X | X | X | ||
| Du hast gut mit anderen zusammen gearbeitet. | X | X | X | X | X | ||
| Du hattest noch Probleme mit anderen zusammen zu arbeiten | |||||||
| Du konntest dir die zur Verfügung stehende Zeit gut einteilen. | |||||||
| Du hattest noch Schwierigkeiten dir die Zeit einzuteilen. |
unterrichtete Lernbereiche
Entwicklungsorientierte Lernbereiche/Handlungsorientierte Lernbereiche/Fachorientierte Lernbereiche
Beschreibung der Lernentwicklung / Bemerkungen / Hinweise / Empfehlungen
6.5.1. Entwicklungsorientierte Lernbereiche
Im Bereich der visuellen Wahrnehmung haben wir in diesem Halbjahr viel gearbeitet. Du hast Unterschiede aus zwei scheinbar gleichen Bildern herausgesucht und gleiche Gruppen von Symbolen gesucht und gefunden. Ein einfaches Labyrinth konntest du mit dem Stift nachfahren.
Zur Schulung der Figur - Grund - Wahrnehmung hast du versteckte Tiere oder Figuren aus einem Durcheinander herausgesucht.
Auch die auditive Wahrnehmung, also das genaue Hören haben wir immer wieder geübt. Du hast verschiedene Spiele, wie das Geräuschmemory oder Richtungshören gespielt. Das hat dir viel Spaß gemacht.
Du kannst mittlerweile einfache Informationen aus Bildern entnehmen und wiedergeben. Dabei achtest du manchmal sogar auf Kleinigkeiten. Wenn wir dich erinnern und dir vorsprechen, bemühst du dich nach in ganzen Sätzen zu sprechen.
6.5.2. Handlungsorientierte Lernbereiche
Beim Thema "Wäsche pflege" war ein Schwerpunkt das Waschen von Textilien. Du hast Pflegesymbole kennengelernt. Mit Hilfe dieser Symbole kann man entscheiden, ob ein Kleidungsstück für die Maschine geeignet ist, ob es im Trockner getrocknet werden kann, oder bei welcher Temperatur es gewaschen werden darf.
Beim Sortieren der Wäsche ging es außerdem um das geeignete Waschmittel. Stoffart und Farbe sind weitere Merkmale, nach denen Wäsche sortiert wurde. Beim Bügeln hast du geübt, mit dem Bügeleisen Wäsche glatt zu machen. Das ist gar nicht so einfach, oder? Mit Hilfe der Symbole kannst du die richtige Bügeltemperatur einstellen.
Beim Thema "Bahnhof und Zug fahren" hast du den Braunschweiger Hauptbahnhof erkundet. Du mußtest herausfinden, wie man wichtige Dinge findet. Zum Beispiel das richtige Gleis, den Informationsschalter, ein Telefon oder die Toilette. Außerdem bist du einige Male mit dem Zug zum Bahnhof Gliesmarode gefahren.
Auch in diesem Halbjahr hast du dich eine Weile im "Umgang mit Lebensmitteln" geübt. Aufbauend auf den schon erworbenen Kenntnissen konntest du schwierigere Abläufe einüben. Sozusagen als Beweis dafür hast du zum Abschluß an einem Menü mitgewirkt, daß die Schülerinnen und Schüler ohne Lehrerhilfe zubereiten mußten. Dein Beitrag war Gurkensalat. Hierbei hat allerdings Frau Nabbalt geholfen.
Als letzter Themenbereich stand der "Umgang mit Geld" auf dem Programm. Du hast dabei oft einen Kontoauszug von deinem Konto gezogen und gelesen. Weiterhin hast du Geld eingezahlt und abgehoben. Die Überweisung mußte indessen Frau Nabbalt für dich ausfüllen.
Deine Mitarbeit im WPK Selbständigkeit war meistens gut. Du bist oft bereit, angemessene Arbeiten zu erledigen. Manchmal sitzt du aber lieber unter dem Tisch und spielst mit anderen Dingen. Dann müssen andere für dich arbeiten. Das finden wir nicht gerecht.
Du spielst nach wie vor sehr gerne. Du kannst dir Spielregeln merken und sie einhalten. Besonders viel Spaß machen dir kleine Rollenspiele. Es gelingt dir dabei die wichtigen Sachen deutlich wiederzugeben. Erinnerst du dich noch an die Szene aus dem Buch von "Fräulein Bauer"? Immer wieder wolltest du nachspielen, wie Tomtom ihr in der Nacht in den Fuß beißt.
In der Klasse fühlst du dich weiterhin recht wohl. Es wird aber auch zunehmend schwieriger, weil viele andere Kinder mittlerweile etwas andere Interessen haben. Du hättest auf der Klassenfahrt gerne mit Charlotte und Birgitt ein Zimmer geteilt und warst ganz traurig, als das nicht geklappt hat. Schließlich hast du dich aber sehr gefreut, dein Zimmer mit Julia zu teilen.
Unser erstes Thema im Geselle-Unterricht war das Berufsleben. Du hast eine Collage mit Menschen bei der Arbeit gestaltet. Gemeinsam mit Nell und Julia habt ihr über die abgebildeten Berufe gesprochen. Du wußtest schon einiges über die verschiedenen Arbeiten. Und einiges neues hast du auch erfahren.
An einem Tag hast du deinen Vater zur Arbeit begleitet. Es war bestimmt ganz interessant für dich, Vati bei der Arbeit zu beobachten. In diesem Zusammenhang konntest du auch schon ein wenig darüber nachdenken, was du später einmal werden willst. Und? Hast du schon einen Berufswunsch?
Als nächstes haben wir uns mit Menschen beschäftigt, die in ferne Länder gefahren sind. Meistens haben diese Entdecker dabei Schiffe benutzt. Deshalb hast du aus Papier ein Modell von so einem Entdeckerschiff gebastelt. Das war wirklich schrecklich schwierig, nicht wahr?
Ganz viele Stunden haben wir damit verbracht, aus Lego und Papier Gebäude zu bauen. Auf diese Weise sind viele Häuser, eine Schule, eine Feuerwehr, ein Parkhaus, eine Kirche und ein Einkaufszentrum entstanden. Aus diesen Gebäuden hast du mit den anderen eine kleine Stadt aufgebaut. Im Moment sind wir dabei, alles ab zu zeichnen. Am Schluß haben wir von unserer ausgedachten Stadt dann einen Plan, einen Stadtplan.
Auch in diesem Jahr sind wir einige Male Bus gefahren. Es gelingt dir immer noch nicht gut, auf die Haltestellen-Ansage zu achten.
Auch als Fußgänger mußt du dich im Straßenverkehr an Regeln halten. Diese Beachtung einiger Regeln (Ampel, Überqueren von Straßen) haben wir zusammen weiter geübt. Beim Überqueren von Straßen schaust du mittlerweile meistens richtig nach links und rechts.
Als wir über die Menschen gesprochen haben, die in ferne Länder gefahren sind, ging es Im Gespräch auch darum, wie die sich verhalten haben. Ist es nicht schrecklich, daß die Entdecker dort ganz viel erobert und ganz ganz viele Menschen ermordet haben?
Ein weiteres Thema In Religion war "Fair miteinander umgehen". Du kannst ganz gut sagen, was du magst und was nicht. Manchmal fällt es dir aber noch sehr schwer zu bedenken, was denn andere wohl mögen und was nicht.
In Mathe bist du beim Vorwärts-Zählen bis 20 ein wenig sicherer geworden. Das Rückwärts-Zählen gelingt mit viel Hilfe. Wenn wir einen 10er-Stab und aus Einer-Würfel hinlegen, dann kannst du meistens sagen, wie viel das insgesamt ist. Auch umgekehrt kannst du zu einer Zahl die entsprechenden Dinge hinlegen.
Wenn du ein Bild vorgelegt bekommst, dann kannst du oft die richtige Rechenaufgabe dazu sagen. Plusaufgaben oder Minusaufgaben rechnest du durch Abzählen aus. Dabei brauchst du nach wie vor viel Hilfe.
Rechtecke kannst du mit Hilfe ausmessen und mit viel Hilfe nach einer Maßangabe zeichnen.
Lieber Till-Philipp, du machst ganz langsam Fortschritte in Mathe und wir sind mit deinen Leistungen zufrieden. Wir finden es auch toll, daß du fast immer so fleißig mit uns übst. Weiter so.
Im Deutschunterricht haben wir zu Beginn des Halbjahrs mit dem Zauberlehrling weiter gemacht. Erinnerst du dich noch? Ganz eifrig und mit viel Spaß bei der Sache hast du das Lied vom kleinen Zauberer gelernt. Zum Schluß konntest du einige Teile sogar auswendig. Wir haben eine Aufnahme davon gemacht und mit unseren Stabpuppen die Geschichte mitgespielt. Das haben wir dann schließlich der ganzen Klasse vorgeführt und ihr habt viel Applaus für die tolle Darbietung bekommen. Herr Gertal hat sogar eine Videoaufnahme davon gemacht. Das war besonders schön, weil Julia an dem Tag leider krank war. So konntet ihr euch euren Auftritt gemeinsam noch einmal anschauen. Um euer Leseverständnis zu erweitern, haben wir anschließend ein Arbeitsheft über die Fledermaus gestaltet und bearbeitet. Du hast kleine Texte mit Hilfe erlesen und konntest einfache Fragen beantworten und Arbeitsaufträge mit Unterstützung ausführen. Du hast zwei Fledermäuse unterscheiden gelernt und konntest ein typisches Merkmale benennen.
Zum Ende des Halbjahrs haben wir uns noch einmal intensiv mit Grammatik beschäftigt. So nennt man Aufgaben dazu, wie man zum Beispiel Sätze richtig bildet oder ob man "der", "die", oder "das" zu einem Wort sagt. Dieser Bereich war sehr schwierig für dich und du hast viel Unterstützung gebraucht.
Obwohl es manchmal ganz schön schwer für dich ist haben wir den Eindruck, daß du gerne im Deutschunterricht mitarbeitest. Darüber freuen wir uns sehr. Weiter so, Till-Philipp!
6.5.3. Fachorientierte Lembereiche
Mit dem Thema "Comics" haben wir in diesem Halbjahr den Kunstunterricht begonnen. Du hast dir zunächst einen Jungen ausgesucht, den du abgepauscht und ausgemalt hast. Danach hast du auch einen Hund und ein Mädchen sehr schön gestaltet. Zum Schluß hast du ein ganzes Bild auf diese Weise gemalt. Zusammen mit Julia und Nell ist dann eine ganze Geschichte entstanden.
Unser zweites Thema war der Linolschnitt. Dafür hast du einige Motive, wie deine Anfangsbuchstaben und ein Seepferdchen, aufgemalt und mit Blaupapier auf Moosgummi übertragen. Du hast die Motive ausgeschnitten und auf eine Platte geklebt. Anschließend hast du mit einer Walze Farbe auf die Platte gebracht und das Ganze auf Briefpapier gedruckt. Du hast während der gesamten Arbeitsgänge recht sorgfältig und ordentlich gearbeitet und dich meistens an Absprachen gehalten, so daß deine Ergebnisse sehr schön geworden sind. Das hat uns sehr gefreut. In der letzten Stunde durftest du dann noch den "richtigen" Linolschnitt ausprobieren. Es ist ganz schön schwierig mit dem Werkzeug umzugehen, findest du nicht?!
Beim Sportunterricht zeigst du immer noch sehr guten Einsatz. Nur noch sehr selten müssen wir dich ermahnen, weiter zu machen. Du bist sehr bemüht, Bewegungen richtig nachzumachen und strengst dich mächtig an. Manchmal überforderst du dich dabei ein wenig. Dann bekommst du Kopfschmerzen und mußt dich ausruhen.
Beim Badminton warst du in der Lage, den Ball in die Richtung deines Partners zu schlagen. Es hat dir Spaß gemacht und du hast sehr ausdauernd geübt.
Deine Bemühungen während der Leichtathletik - Einheit waren ebenfalls sehr erfreulich. Du bist viel gelaufen, gesprungen und gehüpft. Am besten gefielen dir hierbei die unterschiedlichen Stationen.
Im Englisch - Unterricht singen wir nach wie vor oft. Du versuchst meistens, bei den Liedern mit zu singen. Das ist gar nicht so einfach, weil der Text so schwierig ist. Besonders lustig findest du es immer, wenn wir bei "Old McDonald ..." die Tierstimmen nachahmen.
Die bisher gelernten Wörter üben wir nach wie vor mit Gegenständen, mit der Steckleiste, mit der Vokabelkartei, mit Kartenspielen, mit dem Memory oder mit Dominos. Weitere Wörter sind nicht hinzu gekommen.
Ein Schwerpunkt war im letzten Halbjahr, daß du Sätze, Aufforderungen und Fragen verstehen solltest, die Herr Berzig sagt. Das geht manchmal recht gut wenn zusätzlich Gesten und Mimik helfen. Du äußerst dich dann jeweils mit yes oder no.
In den AWT Stunden hast du in der ersten Zeit nach Anweisung numerierte Punkte verbunden. Daraus sind sehr schöne Muster entstanden, die du anschließend ausgemalt hast.
Zur Vorbereitung auf die Klassenfahrt Habt ihr alle Rezepte einmal ausprobiert. Du hast dir meistens Mühe gegeben, gut mit zu arbeiten. In manchen Situationen wolltest du allerdings lieber auf dem Boden sitzen und spielen.
Als letztes haben wir uns noch mit der Bearbeitung von Metallen beschäftigt. Du hast aus Kupfer- und Messingblech Formen ausgeschnitten und gefeilt. Diese wurden dann aufeinander geklebt und lackiert. So ist ein schönes Schmuckstück entstanden.
| Persönlicher Teil | Bericht der Tutoren |
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Bericht der Schülerin / des Schülers |
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| Fachlicher Teil |
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| Pflichtbereich |
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| Freiarbeit | |
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Entwicklungsorientierte Lernbereich Handlungsorientierte Lernbereiche Fachorientierte Lernbereiche |
Tischgruppe: Julia, Nelli
Lieber Till-Philipp,
wieder ist ein halbes Jahr vorbei. Wieder bekommst du einen neuen TUT-Brief. Und wie immer möchten wir, daß du ihn aufmerksam liest. Natürlich wünschen wir uns auch diesmal einen Antwortbrief.
Zu Anfang des Schuljahres waren wir in der Troja-Ausstellung. Erinnerst du dich noch an das riesige Pferd aus Holz? Oder an die vielen Schaukästen? Auf den Vasen und Schalen waren Bilder aufgemalt. Diese Bilder erzählten die Geschichte vom trojanischen Krieg. Leider hatten wir nicht genügend Zeit, alles in Ruhe anzusehen.
Kurz darauf war das Sommertest. Beim Aufbau unserer Losbude hast du ein wenig geholfen. Danach hast du dir die anderen Stände angeschaut. Was war für dich am meisten interessant?
Von den Einnahmen des Sommerfestes hat unsere Klasse einen Teil bekommen. Dieses Geld haben wir für arme Kinder gespendet. Auch du hast dafür gestimmt, das Geld zu spenden. Es freut uns, wenn du etwas abgibst an andere, die nicht so viel haben.
Kurz vor Weihnachten haben wir mit der ganzen Klasse noch etwas ganz Tolles unternommen. Wir waren im Kino und haben uns den Film von Harry Potter angeschaut. Manchmal war der Film ein wenig gruselig, fandest du das auch? Aber es war schon ein tolles Erlebnis, nicht wahr? Wie wäre es, wenn dir jemand das Buch von Harry Potter vorlesen würde?
Wenn wir darüber nachdenken, wie du dich im letzten halben Jahr in der Schule verhalten hast, dann fallen uns viele schöne Dinge ein. Aber auch einige Sachen, die nicht so toll waren. Zum Beispiel passiert es immer noch sehr oft, daß du einfach weg läufst. Zum Glück gehst du dabei niemals allein vom Schulgelände. Trotzdem ist es ärgerlich, wenn wir dich suchen müssen. Wir wünschen uns, daß du immer Bescheid sagst, wenn du irgendwohin gehen willst! Es gelingt ja mittlerweile bereits recht häufig, wenn wir dich zusammen mit Julia oder Nell losschicken. Dann kannst du auch ohne Erwachsene von der 6.1 nach oben kommen oder von unserer Klasse aus zum Werkraum gehen. Wir freuen uns, daß das schon oft so gut klappt.
Weiter ist uns aufgefallen, daß du in den letzten Monaten viel geweint hast. Du klagtest dann häufig über Bauchweh oder über Kopfschmerzen. Du mußtest dich auch sehr oft übergeben. Wir wissen, daß du selbst nicht weißt, woran das liegt. Wir haben aber festgestellt, daß dir beim Spielen oder beim Toben auf dem Ruhehof niemals schlecht wird. Das passiert eigentlich nur dann, wenn wir von dir etwas verlangen, was du nicht tun willst. Zum Beispiel, wenn du lesen oder rechnen sollst und das nicht möchtest. In den letzten Wochen haben wir etwas ausprobiert: Morgens sprechen wir mit dir und deiner Mutti, ob du gesund bist. Dann sagst du ja und du bist auch den Rest des Tages gesund. Das werden wir weiter so machen.
Oft müssen Arbeiten gemacht werden. Zum Beispiel Geschirr abtrocknen in der Küche. Oder in der Klasse aufräumen. Oftmals hilfst du dabei nicht mit. Dann müssen andere für dich mitarbeiten. Das finden wir nicht in Ordnung. Wir wünschen uns, daß so etwas nicht vorkommt.
Insgesamt gesehen entspricht dein Sozialverhalten mit Einschränkungen den Erwartungen.
Till-Philipp, erinnerst du dich an deinen Sturz auf dem Weg zur Reithalle? Du bist auf dem Weg dorthin gerannt. In der einen Hand hattest du deinen "Klammerhandschuh", in der anderen Hand dein Täschchen. Dann bist du ausgerutscht. Du konntest dich nicht abstützen, weil du beide Hände voll hattest. Danach tat dein Po sehr weh, nicht wahr? Seitdem haben wir bei Spaziergängen oft darauf geachtet, daß du die Hände frei hast. In Zukunft wollen wir immer darauf achten.
Zu deinem Arbeitsverhalten können wir das Gleiche sagen wie vor einem halben Jahr: Wenn jemand neben dir sitzt, dann kannst du meistens vergleichsweise ausdauernd arbeiten. Wenn du allein vor einer Aufgabe sitzt, dann passiert es oft, daß du nicht weiter machst. Oder du tust mit dem Material etwas anderes als du sollst. Dabei fällt uns immer wieder auf, daß du viel lieber spielst als arbeitest. Beim Spielen kannst du dann viel Einfallsreichtum entwickeln. Und wenn du spielst, dann geht es dir auch gut. Möchtest du in Zukunft mehr spielen? Zum Beispiel mit Lego oder Playmobil?
Alles in allem entspricht dein Arbeitsverhalten mit Einschränkungen den Erwartungen.
Lieber Till-Philipp, manchmal machen wir uns Sorgen, ob es dir auch wirklich gut geht. Uns liegt nämlich viel daran, daß du dich wohl fühlst. Und daß du weiterhin gern zur Schule kommst. Wir sind nämlich immer wieder froh, daß du in unserer Klasse bist. Und wir freuen uns auf die kommende Zeit mit dir.
Deine Tutorinnen und Tutoren
Braunschweig, den 25.1.2002
Ps: Im vergangenen Schulhalbjahr hast du 13 Tage gefehlt, davon / unentschuldigt.
Du wirst nach den Rahmenrichtlinien der Schule für
Geistigbehinderte unterrichtet.
7.2. Bericht der Schülerin/des Schülers


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Lernbereiche |
Lernleistungsaussagen |
DE |
GL |
MA |
NW |
EN |
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| Erledigung der Wochenplan- und Freiarbeiten | Du hast die Arbeiten zumeist regelmäßig und vollständig bearbeitet und abgegebent. | X | X | X | |||
| Du hast deine Arbeiten zu unregelmäßig und zu oft unvollständig bearbeitet. | |||||||
| Du hast deine Arbeiten fast nie bearbeitet und abgegeben. | |||||||
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Du hast |
X | ||||||
| Wenn eine Selbstkontrolle möglich war, hast due sie durchgeführt. | |||||||
| Arbeit in den Wochenplan- und Freiarbeitsstunden | Du hast an den Aufgaben häufig intensiv und konzentriert gearbeitet und die Zeit sinnvoll genutzt | X | X | X | X | ||
| Du hattest noch Probleme, dich mit den Aufgaben intensiv und konzentriert zu befassen | |||||||
| Du warst zu häufig abgelenkt und hattest Mühe mit der Arbeit zu beginnen | |||||||
| Du hast selbständig gearbeitet | x | x | |||||
| Du hast dich noch zu häufig auf andere verlassen | x |   | X |   | x | ||
| Du hast gut mit anderen zusammen gearbeitet. | X | X | X |   | X | ||
| Du hattest noch Probleme mit anderen zusammen zu arbeiten | |||||||
| Du konntest dir die zur Verfügung stehende Zeit gut einteilen. | |||||||
| Du hattest noch Schwierigkeiten dir die Zeit einzuteilen. |
Persönliches Projekt/Bemerkungen/Hinweise/Empfehlungen:
In den Freiarbeitsstunden suchst du dir oft zusammen mit Nell und Julia ein Spiel oder ein Lernspiel aus. In vielen Stunden arbeitest du auch an Aufgaben aus den verschiedenen Fächern. Diese Arbeiten kannst du gut selbst auswählen. Häufig nutzen wir die Freiarbeitsstunden auch, um "Reste", zum Beispiel vom WPK, zu erledigen.
7.4.1. Entwicklungsorientierte Lernbereiche
Auch in diesem Halbjahr haben wir viele Spiele, Übungen und Aufgaben zu den verschiedenen Bereichen der Wahrnehmung gemacht.
Beim 4 - Sinne - Spiel zum Beispiel mußt du gut hören können. Genaues Hinschauen, Fühlen und Riechen sind bei diesem Spiel ebenso wichtig. Merkfähigkeit, Gedächtnis und genaues Hinsehen trainierst du ebenfalls bei den verschiedenen Memory - Spielen. Dabei fällt uns auf, daß du dir sehr gut Wörter merken kannst, auch und besonders englische.
Bei Materialien, die häufig wiederkehren, kennst du die Einsatzmöglichkeiten und die Spielregeln.
Deine Bewegungsabläufe haben sich in diesem Jahr wenig verändert. Es gelingt dir sehr oft, deine Kräfte gezielt und im erforderlichen Ausmaß einzusetzen. Zum Beispiel drückst du nicht mehr so doll, besonders wenn wir dich daran erinnern. Außerordentlich vorteilhaft wirkt sich nach unseren Beobachtungen das Reiten aus. (s.u.) Schade, daß wir nur einmal in der Woche gehen können. Vielleicht wären die Fortschritte für dein Bewegungsverhalten noch deutlicher.
Leider ist es bislang nicht gelungen, daß du beim Hinfallen deine Hände zum Abstützen benutzt.
Das Nachspuren, Malen und Ausschneiden gelingt dir deinen Möglichkeiten entsprechend. Dabei ist es oft von großem Vorteil, wenn jemand sich ständig in deiner Nähe aufhält.
Beim Sprechen können wir sehr große Unterschiede feststellen. Im Klassenrat haben alle große Probleme zu verstehen, was du sagen willst. Wahrscheinlich bist du da zu aufgeregt. In der Kleingruppe ist das ganz anders. Du kannst dich mitteilen und sprichst dabei manchmal in Sätzen. In Situationen, in denen das ganze Drumherum nicht so wichtig ist, da erzählst du dann lange Geschichten. Zum Beispiel beim Reiten eine ausführliche Schilderung der Erlebnisse mit Kater Mikesch.
7.4.2. Handlungsorientierte Lernbereiche
Spiele aller Art machen dir nach wie vor große Freude. Wir denken da an verschiedene Würfelspiele, an das Memory oder an Rollenspiele. Als "kleiner Gelber" konntest du dich gut in die Rolle hinein versetzen. Darüber hinaus entwickelst du mit Spielfiguren oder Autos immer sehr viel Phantasie.
Im WPK haben wir uns in diesem Halbjahr sehr viel mit der Vorbereitung von Festen befaßt. Gemeinsam haben wir überlegt, was zu einer richtig schönen großen Feier dazu gehört. Du hast dich an diesen Überlegungen ein wenig beteiligt. Aus den vielen Vorschläge ist eine lange Liste entstanden. Dabei konnten wir feststellen, daß eine richtige Party eine Menge Vorbereitungen erfordert. Alle diese Dinge haben wir geübt: Verschiedenste Speisen für ein kaltes Büfett zubereiten; kalte Platten schön verzieren; den Tisch ordentlich decken und schmücken; nette Einladungskarten herstellen; Servietten einfallsreich falten. Bei alledem hast du meistens deinen Möglichkeiten entsprechend mitgeholfen.
Bei den vielen Stunden in der Küche ist uns aufgefallen, daß sich deine Kenntnisse und Fähigkeiten bei der Zubereitung von Speisen ein klein wenig erweitert haben (z.B. Tunnelgriff). Darüber hinaus bist du oft bereit, bei den anstehenden Aufgaben zu helfen. Es kommt aber immer noch vor, daß du nichts tust und die anderen für dich mitarbeiten müssen. Das finden wir nicht fair. Wir möchten, daß du dich immer an den anfallenden Arbeiten beteiligst.
In unserer "Putzwoche" hast du leider überwiegend gefehlt. Diese Übungen müssen wir unbedingt noch nachholen.
Kurz vor Weihnachten haben wir aus Ton Baumschmuck hergestellt. Du konntest mit Hilfe der Backförmchen aus Tonplatten Figuren ausstechen und Löcher zum Aufhängen anbringen. Habt ihr mit den schönen Figuren zu Hause euren Weihnachtsbaum geschmückt?
Unser Unterrichtsvorhaben im Januar war dann der Erste-Hilfe-Kurs. In diesem Kurs hattest du immer besonderen Spaß daran, den Verletzten zu spielen. Darüber hinaus hast du aufgepaßt und versucht, alle Übungen mitzumachen. Zum Beispiel den Rettungsgriff anwenden, Personen in eine Decke einwickeln und Verletzte in die stabile Seitenlage bringen.
Mit deiner Mitarbeit im WPK sind wir überwiegend zufrieden.
Im Geselle-Unterricht haben wir uns sehr sehr lange mit der Sage von Troja beschäftigt. Du hast die entsprechende Geschichte vorgelesen bekommen und eine ganz verkürzte Fassung selbst mitgelesen. Im Anschluß hast du ein Troja - Bilderbuch angefertigt. Die ganze Geschichte wird in deinem Heft in Zeichnungen dargestellt. Zu jeder Abbildung hast du einige Sätze geschrieben. Und natürlich konntest du die Bilder auch anmalen. Auf diese Weise ist ein sehr schönes Troja - Heft entstanden.
Weiterhin konntest du im Geselle - Unterricht einiges über den Euro erfahren. Du hast die verschiedenen Münzen und einige Scheine kennen gelernt. Die Münzen solltest du auch mit geschlossenen Augen erkennen. Das ist dir zum Teil gelungen. Gemeinsam mit Nell und Julia hast du in diesem Zusammenhang restliches DM - Geld auf ein Sparbuch eingezahlt und in Euro wieder abgehoben.
Als Letztes haben wir noch an unserer Stadt aus Lego weitergearbeitet.
Das Verhalten im Straßenverkehr als Fußgänger haben wir auch in diesem Halbjahr geübt. Wenn dich niemand ablenkt, dann achtest du ganz gut auf die Verkehrsregeln. In einer Gruppe gehst du oft mit den anderen ohne selbst zu schauen.
Im Bus achtest du mittlerweile besser auf die Haltestellen - Ansage. Bei bekannten Strecken weißt du, wann du den Bus verlassen mußt. Wenn du nicht abgelenkt bist, dann drückst du rechtzeitig den Halteknopf und steigst an der richtigen Haltestelle aus.
Zum Thema Islam haben wir im Religionsunterricht eine Moschee besucht. Dir hat der große, nur mit Teppich ausgelegte Raum gefallen. Vor dem Eintreten mußtest du dir die Schuhe ausziehen. Danach konntest du auf dem Boden spielen und krabbeln. Auch der anschließende Tee und die Kekse waren interessant. Theoretisch haben wir an diesem Thema nicht gearbeitet.
In Mathe zählst du vorwärts sicher bis 14. Wenn du allein zählst, kommt danach oft die 11. Mit Hilfe kannst du bis 20 zählen.
Wenn wir Einer - Würfel (oder Cent - Stücke) und gegebenenfalls einen 10er - Stab (10 - Cent - Stück) hinlegen, dann kannst du bis 14 die entsprechende Zahl sagen. Du legst umgekehrt auch die richtige Menge, wenn wir die Zahl sagen. Ab 15 brauchst du für diese Tätigkeiten Hilfe.
Plus- und Minusaufgaben bis 20 rechnest du durch Abzählen. Dabei brauchst du nach wie vor viel Hilfe.
Das Bündeln (Verteilen) gelingt dir mit konkreten Gegenständen. Beim Aufschreiben der entsprechenden Rechenaufgaben helfen wir dir.
Lieber Till-Philipp, wir haben den Eindruck, daß du an Mathe häufig keinen Spaß mehr hast, stimmt das?
Im Deutschunterricht haben wir mit dem Thema Geschichten begonnen. Dazu hast du Rätselgeschichten gelöst. Du konntest sehr schnell herausfinden, wer oder was beschrieben wurde und warst mit Spaß bei der Sache. Etwas länger haben wir uns mit der Geschichte "Spaghetti für zwei" beschäftigt. Erinnerst du dich an den Jungen, der Spaghetti essen wollte und dachte, ein anderer Junge hätte sie ihm weg gegessen? Jeder von euch hat ein anderes mögliches Ende der Geschichte bekommen. Ihr habt euch auf eins geeinigt, das Nell in der ganzen Klasse vorgelesen hat. An dem kleinen Rollenspiel dazu hast du dich sehr gerne beteiligt. Vor der Klasse hast du zusammen mit Nell eure Szene vorgespielt. Das ist euch gut gelungen. Eure Mitschüler haben alles verstanden und euch zurückgemeldet, daß ihr gut gespielt habt.
Du hast "Jemanden, der erschrocken ist" als Standbild vor der Klasse dargestellt. Dazu brauchtest du viel Ermutigung. Die Darbietung ist dir recht eindeutig gelungen und ist fast sofort erkannt worden.
Beim Thema "Beschreibungen" hast du verschiedene bekannte und fremde Personen beschrieben. Mit Hilfe von Wortkarten hast du bestimmte Kennzeichen zugeordnet.
Einen großen Teil des Deutschunterrichts haben wir mit der Bearbeitung von Tu-Wörtern und Wie-Wörtern zugebracht. Du kannst sie mittlerweile mit ein wenig Unterstützung unterscheiden. Dazu habt ihr einige Spiele, wie Memory und Bingo gespielt. Du bist mit viel Hilfe in der Lage, aus kleinen Sätzen die Wie- und Tuwörter heraus zu suchen, oder Sätze damit zu bilden.
Zum Ende des Halbjahrs haben wir mit Texten zu Pippi Langstrumpf begonnen. Du kennst diese ungewöhnliche junge Dame natürlich schon und bist in der Lage, einfache Fragen zu den Texten zu beantworten. Besonders interessiert warst du an den Bildern. Du hast dich prächtig über einige amüsiert: Wie Pippi die Kuh hochhebt zum Beispiel oder wie sie mit den Füßen auf dem Kopfkissen im Bett liegt.
Lieber Till-Philipp, du arbeitest recht gerne im Deutschunterricht mit und gibst dir meistens viel Mühe. Darüber freuen wir uns sehr.
7.4.3. Fachorientierte Lernbereiche
Nach den Sommerferien haben wir zunächst am Erlernen der Uhrzeit weiter gearbeitet. Bei kontinuierlicher Wiederholung beherrscht du die vollen und halben Stunden mittlerweile recht sicher. Es macht dir viel Spaß, verschiedene Spiele zur Uhrzeit zu spielen oder große und kleine Uhr einzustellen.
Besonders gerne hast du mit der Riesenuhr in der 6.1 gespielt. Weißt du noch wie wir Reifen für die Zahlen und Springseile für die Zeiger benutzt haben? Vor Weihnachten haben wir natürlich wieder gebastelt und viele Übungen zur Wahrnehmung und Entspannung gemacht. Du hast viel Freude an Entspannung zu ruhiger Musik. Du kannst dann richtig abschalten und genießt diese Ruhephasen.
Ganz besonders viel Spaß hast du an unserem neuen Spiel "Bärenstark und Mäuseschlau". Du kennst die Regeln mittlerweile sicher und bist mit Freude und Ausdauer dabei.
In Gesprächen über Weihnachten hast du erzählt, wie euer Weihnachtsbaum geschmückt ist. Ganz interessiert hast du auch den anderen Kindern zugehört.
Lieber Till-Philipp, diese Stunden in der Kleingruppe gefallen dir besonders gut. Du kommst immer fröhlich und gerne in den Gruppenraum der 6.1 und beteiligst dich an allen Themen mit Ausdauer. Darüber freuen wir uns sehr!
In Musik hast du einige einfache Lieder gesungen und oft geübt, still einer Musik zu lauschen und zu schauen, was dann in dir drinnen passiert. Einige Male hast du Musik angehört und versucht, sie durch Bewegungen darzustellen.
Außerdem hast du mit verschiedenen Schlaginstrumenten unterschiedliche Rhythmen in unterschiedlicher Lautstärke getrommelt.
Für den Sportunterricht hast du dir in diesem Halbjahr Voltigieren ausgesucht. Dabei hatten wir von Anfang an den Eindruck, daß du überhaupt nicht ängstlich bist. Du gehst auf die Pferde zu, streichelst sie, gibst ihnen Futter oder striegelst sie. Du hast dich auch gleich getraut, auf ein Pferd zu steigen. Das Aufsitzen ist allerdings mit großen Problemen verbunden, nicht wahr? Denn es ist nicht so einfach, auf ein so hohes Tier hinauf zu kommen. Wenn du erst einmal oben bist, dann fühlst du dich "pudelwohl" und möchtest am liebsten gar nicht mehr herunter.
Auch die ersten kleinen Turnübungen konntest du auf dem Pferderücken ausprobieren.
Wenn dann die anderen an der Reihe sind, hast du auch niemals Langeweile. Manchmal spielst du mit dem Ziegenbock. Oder du beschäftigst dich mit dem Stroh und dem Heu. Oder du versuchst, Hühner zu fangen. Oder du machst in der Phantasie eine lange Fahrt auf dem Kutschwagen.
Alles in allem haben wir den Eindruck, daß dir dieser Kurs riesige Freude bereitet. Wir würden gern im nächsten Halbjahr wieder mit dir in die Reithalle fahren. Was hältst du davon?!
Im Werkunterricht hast du als Erstes ein Mühle - Spiel hergestellt. Unter Aufsicht hast du die Löcher mit einer Ständerbohrmachine gebohrt. Von dieser Arbeit warst du sehr begeistert. Beim Zeichnen der Linien, beim Schleifen und beim Lackieren haben wir dir geholfen. Das fertige Spiel konntest du danach mit nach Hause nehmen. Hast du es schon einmal ausprobiert?
Im Moment sind wir dabei, eine Schlange zu basteln. Dazu hast du die Form durch langwieriges Raspeln herausgearbeitet. Nun mußt du sie noch feilen, schleifen und polieren.
Im Englisch - Unterricht singen wir nach wie vor oft. Du versuchst meistens mitzusingen. Das ist gar nicht so einfach, weil der Text so schwierig ist. Als neues Lied hast du "For he's a jolly good fellow" kennengelernt.
Die bisher gelernten Wörter üben wir nach wie vor mit Gegenständen, mit der Steck leiste, mit der Vokabelkartei, mit Kartenspielen, mit dem Memory oder mit Dominos. Als weiteres Wortfeld sind mittlerweile die Werkzeuge hinzugekommen.
Ein weiterer Schwerpunkt war das Vorlesen von Bilderbüchern in englischer Sprache. Da dir der Inhalt der Geschichten bekannt ist, verstehst du so einiges.
| Persönlicher Teil | Bericht der Tutoren |
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Bericht der Schülerin / des Schülers |
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| Fachlicher Teil |
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| Pflichtbereich |
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| Freiarbeit | |
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Entwicklungsorientierte Lernbereich Handlungsorientierte Lernbereiche Fachorientierte Lernbereiche |
Lieber Till-Philipp,
das vergangene Halbjahr war wirklich sehr kurz. Kaum hatte es begonnen, kamen die Osterferien, und danach war es dann auch schon bald vorbei.
Aus diesem Grund wird es diesmal auch ein kurzer Tutorenbrief.
Trotz der Kürze hat uns das Halbjahr viele schöne, spannende und interessante Sachen gebracht. Im Waldeinsatz durftest du eine ganze Woche außerhalb der Schule arbeiten und hast eine Menge über den Wald und den Arbeitsplatz "Wald" gelernt. Besonders viel Spaß hat das abschließende Grillen im Wald zusammen mit den Forstwirten gemacht. Schließlich gab es noch die Radtour nach Sophiental mit Übernachtung in Zelten. Das Lagerfeuer oder die Übernachtung im Regen wirst du bestimmt nicht vergessen Im Anschluß daran hast du bei einem dreitägigen "workshop" mitgemacht: Das Mini-Zeltlager im Garten von Herrn Berzig. Bei den anstehenden Arbeiten hast du gut mitgeholfen. D as Lagerfeuer und das Grillen haben dir viel Freude bereitet. Und mit der Katze konntest du ja ebenfalls viel spielen. Es war auch schön, daß du für die alte Frau im Haus einen Blumenstrauß gepflückt hast.
Wir haben im vergangenen Halbjahr eine 8.4 erlebt, die insgesamt eine positive Entwicklung gemacht hat. Alle Schülerinnen und Schüler sind ein wenig erwachsener geworden. Fast alle gaben sich Mühe fair und rücksichtsvoll miteinander umzugehen. Auch du gibst dir Mühe, zu anderen lieb und freundlich zu sein. Prima! Mit den Kindern aus unserer Klasse und aus dem Jahrgang kommst du gut zurecht. Nur manchmal sind wir traurig, wenn es dir nicht gut geht, wenn du Bauchweh oder Kopfschmerzen hast. Was können wir tun?
In den Unterrichtsfächern arbeitest du in unterschiedlicher Weise mit. Das hängt viel vom Fach ab.
Insgesamt sind wir der Meinung, daß dein Arbeits- und Sozialverhalten den Erwartungen mit Einschränkungen entspricht.
Lieber Till-Philipp, wir sind froh, daß du in unserer Klasse bist und freuen uns auf das nächste Schuljahr mit dir.
Deine Tutoren
Braunschweig, den 19.6.2002
PS: Im vergangenen Schuljahr hast du 10 Tage gefehlt, davon / unentschuldigt.
PPS: Du wirst nach den Rahmenrichtlinien der Schule für geistig Behinderte unterrichtet.
8.2. Bericht der Schülerin / des Schülers

Als persönliches Projekt hattest du in diesem Halbjahr die Geschichte vom jungen Gespenst. Das junge Gespenst sollte lernen, unheimlich zu werden. Dazu wurde es zum unheimlichsten Gespenst von ganz Schottland in die Lehre geschickt. Als aber das unheimlichste Gespenst von ganz Schottland Gesellschaft vom jungen Gespenst hatte, da war es nicht mehr unheimlich, weil es keine Angst mehr hatte.
Diese Geschichte hast du dir zuerst als Dia - Serie angeschaut. Danach haben wir sie vorgelesen und gelesen. Als nächstes mußtest du Fragen zur Geschichte beantworten, sowohl mündlich als auch schriftlich. Dabei haben wir dir geholfen. Einige Male konnten wir die Geräusche nachmachen, bei denen es dem unheimlichsten Gespenst immer unheimlich wurde. Das hat dir sehr viel Freude bereitet. Welche Geräusche fandest du denn am unheimlichsten?
Besonders viel Spaß hat es gemacht, einzelne Szenen aus dem Buch nachzuspielen. Die Rolle als unheimlichstes Gespenst zum Beispiel hast du sehr schön gespielt. Leider haben wir nicht genügend Schauspieler, um das ganze Buch als Theaterstück aufzuführen. Wir sind aber sicher, daß du bestimmt mit Begeisterung dabei gewesen wärest.
Weiterhin habt ihr große Wandbilder zu der Geschichte gemalt. Dazu wurde das Dia an die Wand geworfen und ihr habt die Umrisse abgezeichnet. Anschließend wurden die Bilder ausgemalt. Dabei hast du mitgeholfen.
Auch einige kleine Bilder, zum Beispiel vom jungen Gespenst, hast du gemalt.
Und wie sieht es bei dir aus, Till-Philipp? Wird dir auch manchmal unheimlich? Und ist es dann besser, wenn du nicht allein bist?
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Lernbereiche |
Lernleistungsaussagen |
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| Erledigung der Wochenplan- und Freiarbeiten | Du hast die Arbeiten zumeist regelmäßig und vollständig bearbeitet und abgegebent. | ||||||
| Du hast deine Arbeiten zu unregelmäßig und zu oft unvollständig bearbeitet. | X | ||||||
| Du hast deine Arbeiten fast nie bearbeitet und abgegeben. | |||||||
| Du hast häufig die Möglichkeit von Zusatzaufgaben genutzt. | |||||||
| Wenn eine Selbstkontrolle möglich war, hast due sie durchgeführt. | X | ||||||
| Arbeit in den Wochenplan- und Freiarbeitsstunden | Du hast an den Aufgaben häufig intensiv und konzentriert gearbeitet und die Zeit sinnvoll genutzt | ||||||
| Du hattest noch Probleme, dich mit den Aufgaben intensiv und konzentriert zu befassen | X | ||||||
| Du warst zu häufig abgelenkt und hattest Mühe mit der Arbeit zu beginnen | |||||||
| Du hast selbständig gearbeitet | |||||||
| Du hast dich noch zu häufig auf andere verlassen |   |   | X | ||||
| Du hast gut mit anderen zusammen gearbeitet. |   | X | |||||
| Du hattest noch Probleme mit anderen zusammen zu arbeiten | |||||||
| Du konntest dir die zur Verfügung stehende Zeit gut einteilen. | |||||||
| Du hattest noch Schwierigkeiten dir die Zeit einzuteilen. | X |
In den Freiarbeitsstunden arbeiten wir sehr häufig Inhalte auf, die in anderen Stunden nicht beendet wurden. Sehr oft arbeitest du auch an Aufgaben aus den verschiedenen Fächern. Du bekommst von uns Angebote, aus denen du gut auswählen kannst. Oft suchst du dir zusammen mit Nell und Julia ein Spiel oder ein Lernspiel aus.
8.5.1. Entwicklungsorientierte Lernbereiche
Wenn wir dich bei der Arbeit beobachten, dann fällt uns auf, daß du beim Schneiden, Kleben oder Nachspuren kleine Fortschritte machst. Auch das Schreiben und Zeichnen gelingt dir besser.
Beim Klettern, Balancieren oder beim Treppe steigen traust du dich ein wenig mehr. In diesen Bereichen mußt du aber noch viel dazulernen. Das gilt ebenso für den Einsatz deiner Kraft. Wir wissen, daß du es immer lieb meinst, aber manchmal drückst du eben doch zu dolle.
Genaues Hinschauen, Fühlen, Tasten, Riechen, Schmecken und Hören üben wir mit vielen Spielen. Hierzu gehören unter anderem das Wald - Spiel, das Vogel - und das Ei - Memory oder das Geräuschmemory. In diesem Bereich hast du viel geübt. Ein wenig Probleme hast du anscheinend, wenn du dir Sachen merken mußt, die du nur kurz gesehen hast. Oder wenn zwei gleiche Bilder verdreht auf dem Tisch liegen. Bei Wörtern, besonders bei englischen, hast du ein gutes Gedächtnis.
Deine Sprache und deine Art zu sprechen hat sich nach unseren Beobachtungen wenig verändert.
8.5.2. Handlungsorientierte Lernbereiche
Bei den vielen Spielen, mit denen wir uns beschäftigen kennst du die Regeln und du hältst sie ein. Bei neuen Spielen lernst du die Regeln. Besonderen Spaß hast du anscheinend an Rollenspielen. Dabei denkst du dir sehr viel aus. Wir haben den Eindruck, daß du nach wie vor große Freude an Spielen aller Art hast. Im WPK haben wir uns in diesem Halbjahr zunächst mit der Herstellung eigener Kosmetika beschäftigt. Die Gesichtsmaske hast du gern ausprobiert. Hast du dir mit dem selbstgemachten Shampoo die Haare gewaschen? Bei den Cremes duftete unserer Meinung nach die Orangencreme am besten. Welche hat dir besonders gefallen?
Kurz vor den Osternferien haben wir einen Ausflug nach Hannover gemacht. Du konntest dich auf dem großen Bahnhof dort mit Hilfe zurecht finden. Dazu hast du Bahnbeamte oder andere Menschen du gern angesprochen, um dir von ihnen etwas erklären zu lassen. Als ihr den Weg zum Regenwaldhaus finden solltet, hast du mit den anderen die richtige U-Bahn - Haltestelle gefunden und in der U-Bahn gut auf die Ansagen geachtet. Am Regenwaldhaus konntest du dich anhand der Hinweisschilder orientieren.
Als nächstes haben wir uns mit Heimwerker - Tätigkeiten beschäftigt. Beim Bohren mit der Schlagbohrmaschine, beim Schrauben mit dem Akku - Schrauber beim Zusammenschrauben von elektrischen Leitungen oder beim Zusammensetzen eines Steckers hast du gut mitgemacht.
Und dann ging es auch schon los mit der Planung unseres Abschlußfestes. Du hast dir Gedanken über die Einladung gemacht und darüber, was wir alles vorbereiten müssen. Da gibt es schon eine ganze Vielzahl von Dingen, die man bei der Organisation so einer großen Feier bedenken muß, nicht wahr? Bei all diesen Überlegungen hast du dich deinen Möglichkeiten entsprechend beteiligt. Im Anschluß an das Planen haben wir verschiedene Speisen zubereitet, die sich eine Weile lagern lassen. Zum Beispiel die Antipasti, die in Öl aufbewahrt werden oder das Fleisch, das wir eingefroren haben. Hier hast du mitgeholfen. Auch beim Abwasch und beim Aufräumen beteiligst du dich oft.
Das Fest selber war dann ein großer Erfolg. Unser Buffet hat allen gefallen und die Speisen und Getränke waren sehr lecker. Beim Aufräumen und Abwaschen hast du gut mitgeholfen. Weißt du noch, wie heiß das Geschirr aus der Spülmaschine kam?
Im Geselle - Unterricht haben wir zunächst die Stadt aus Lego zu Ende gebaut. Anschließend konntet ihr die Häuser abzeichnen und danach den ganzen Plan ausmalen. Alle Straßen und viele Gebäude haben Namen und die Häuser Hausnummern bekommen. Danach konntet ihr mit dem "Stadtplan" spielen: Zu Fuß den Weg zur Schule oder zum Supermarkt gehen oder mit dem Krankenwagen zum Krankenhaus fahren. Beim "Gehen" auf dem Plan hast du versucht, den Weg zu beschreiben. Oft habt ihr auch Rollenspiele ausprobiert. Wie erinnern uns, daß du viel Spaß hattest, als die Mutter ihre beiden Kinder zur Schule beziehungsweise zum Kindergarten brachte.
In sehr vielen Geselle - Stunden haben wir mit dem Buch vom jungen Gespenst befaßt (s.Projekt - LEB).
Beim Busfahren bist du sicherer geworden. Die Strecke zum Reitstall kennst du. Du weißt, wann du aussteigen mußt und drückst rechtzeitig auf den Halteknopf. Auch die Wege zur Reithalle oder von der Haltestelle zur Schule zurück kennst du. Bei diesen und bei anderen Fußwegen denkst du oft schon von dir aus an die Regeln für Fußgänger.
Beim Radfahren beherrscht du die wesentlichen Fertigkeiten: Du kannst auf geraden Strecken anfahren und die Balance halten. Weiterhin gelingt es dir, weite Kurven zu fahren und zu bremsen, wenn du dazu aufgefordert wirst. Mehrere dieser Anforderungen zur gleichen Zeit gelingen meistens nicht.
Im Mathematik - Unterricht hast du in diesem Halbjahr meistens gern mitgearbeitet. Wir haben neben anderen Fertigkeiten weiterhin geübt, zu zählen. Im Bereich von 15 bis 20 benötigst du nach wie vor Hilfe. Das gilt ebenso, wenn du zu Zahlen die entsprechende Anzahl von Gegenständen oder Geld hinlegen sollst.
Das Rechnen mit Geld hat einen breiten Raum eingenommen; damit du dich an den Euro gewöhnst und damit du in der Lage bist, kleine "Geldgeschäfte" selbst zu erledigen. Beim Zählen übst du unter anderem, daß man für ein Zwei - Euro - Stück auch zweimal zählen muß. Daß ist schwer, nicht wahr?
Das erste Thema in diesem Halbjahr war das Hörspiel von "Harry Potter". Dazu haben wir auch Teile aus dem Buch gelesen. An manche Dinge konntest du dich noch erinnern, weil wir den Film ja im letzten Jahr im Kino gesehen hatten. Du hast die Namen der Kinder Harry, Ron und Hermine kennengelernt und konntest sie richtig zuordnen. Verschiedene Merkmale, wie die Haarfarbe, Harrys Narbe auf der Stirn oder die Tiere der Kinder hast du mit Hilfe richtig wiedergeben können. Einfache Fragen zur Geschichte hast du mit viel Unterstützung richtig beantwortet. Du hast viel Spaß dabei, kleine Szenen nachzuspielen, du läßt dann deiner Phantasie freien Lauf und gehst richtig in deiner Rolle auf.
Auch an deinem Arbeitsheft für dieses Schuljahr hast du weiter gearbeitet. Du hast mit unserer Hilfe die Einzahl und Mehrzahl von Namenwörtern geübt, die richtigen Begleiter zugeordnet oder Tu-Wörter und Wie-Wörter unterschieden.
Eine ganz lange Zeit hast du dich zusammen mit Julia und Nell mit der Geschichte vom jungen Gespenst beschäftigt. Daran habt ihr auch in anderen Fächern gearbeitet. In Deutsch hast du in diesem Zusammenhang vor allem gelesen, Sätze vervollständigt, Fragen beantwortet und nacherzählt. Einige Szenen haben dich besonders beeindruckt und du hast sie immer wieder nachgespielt. Auch zwei größere Bilder der Geschichte habt ihr gemeinsam gemalt. Sie sind sehr schön geworden und hängen jetzt im Gruppenraum.
Unser Hauptthema im Sachunterricht in diesem Halbjahr war die Bewegung und die Entspannung. Wir haben die meisten unserer Stunden in der Aula verbracht und dort unsere Motorik in vielen Bereichen geschult. Du fühlst dich in der Gruppe mit Nell, Magdalena und Julia ausgesprochen wohl und machst alle Übungen gerne mit. Du bist dabei bemüht, alle Übungen korrekt nachzumachen und warst mit großer Motivation bei der Sache. Manchmal hast du sogar kleine Übungen für die anderen Kinder vorgemacht. Schwierigere Übungen wie das Balancieren auf einer Linie (vorwärts und rückwärts!) sind dir mit Unterstützung gelungen. An kleinen Gymnastikübungen hast du gerne und ausdauernd teilgenommen.
Die Entspannung zu Musik und Phantasiereisen gelingt dir sehr gut. Wir merken dir an, daß dir die Ruhe und Entspannung gut tut und du sie sehr genießt. Im Vergleich zum letzten Jahr gelingt es dir immer besser, zu entspannen. Ein weiterer Schwerpunkt waren verschiedene Spiele mit Bewegung. Dafür sind wir ein paar mal (Wenn es das Wetter zuließ) nach draußen gegangen. Du magst solche Spiele (Seilspringen, Kästchenhüpfen, Gummitwist) ausgesprochen gerne und strengst dich mächtig an. Wir müssen manchmal sogar aufpassen, daß du dich nicht zu sehr anstrengst, so eifrig bist du bei der Sache. Das freut uns natürlich sehr!
8.5.3. Fachorientierte Lernbereiche
Der Schwerpunkt im Musikunterricht lag auf Erlernen einfacher Rhythmen. Du hast die Lieder mit Klatschen und selbstgebastelten Rasseln begleitet. Außerdem hast du Lieder durch Bewegung und Tanz ausgedrückt. Weiterhin konntest du zu Musik meditieren. Bei allen Übungen hast du gern und ausgelassen mitgemacht.
Im Kunstunterricht hast du in vielen Stunden getuscht. Du hast eigene Bilder gestaltet und dich an den Gemeinschaftsarbeiten (junges Gespenst) beteiligt. Ein weiteres Thema war das Zeichnen von Tieren (Hase, Schmetterling, Eule). Dabei hast du dir große Mühe gegeben. Oft gestaltest du Bilder nach deinen eigenen und nicht nach den vorgegebenen Vorstellungen.
Im Sportunterricht hattest du in diesem Halbjahr wieder Voltigieren. Da können wir nur wiederholen, was wir schon letztens geschrieben haben: Du bist immer mit Begeisterung dabei und hast riesig Spaß, auf dem Pferderücken so richtig durchgeschaukelt zu werden. Die kleinen Turnübungen, die die Reitlehrerinnen dir sagen, führst du bereitwillig aus. Auch wenn du nicht an der Reihe bist, kommt niemals Langeweile auf. Da gibt es immer wieder Neues zu entdecken und tolle Spielmöglichkeiten. Wir freuen uns, daß dir dieser Unterricht so großen Spaß macht.
Im Werkunterricht konntest du als erstes eine einfache "Rennbahn" aus Papier bauen. Dazu mußtest du Pfeiler und die Fahrbahn ausschneiden, knicken und zusammenkleben. Als die Bahn fertig war, konntest du Kugeln oder kleine Autos herunterrollen lassen.
Ein wenig schwieriger war anschließend die Kugelbahn mit mehreren Ebenen. Bei den schwierigen Tätigkeiten haben wir dir geholfen. Eine knifflige Arbeit, aber zum Schluß kullerten die Kugeln ohne Probleme die Bahn hinunter. Bei diesen Papierarbeiten hast du deinen Möglichkeiten entsprechend gearbeitet. Die nächste Werkarbeit war danach die Murmelbahn aus Nägeln. Du mußtest eine riesige Menge an Nägeln in das Brett nageln. Leider sind wir mit der Arbeit nicht fertig geworden. Hast du sie zu Hause beendet? "Zur Belohnung" macht dann die Murmel schöne Geräusche, wenn sie die Bahn hinunterhüpft.
Im Moment bist du dabei, ein Labyrinth zu bauen. Durch dieses Labyrinth soll am Ende eine Kugel rollen ohne in eine der Fallen zu geraten. Diese Arbeit wird noch eine ganze Weile dauern.
In Englisch sind nur sehr wenig neue Wörter hinzu gekommen. Wir haben genug damit zu tun, die alten immer wieder zu lernen.
| Persönlicher Teil | Bericht der Tutoren |
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Bericht der Schülerin / des Schülers |
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| Fachlicher Teil |
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| Pflichtbereich | Projekt |
| Freiarbeit | |
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Entwicklungsorientierte Lernbereich Handlungsorientierte Lernbereiche Fachorientierte Lernbereiche |
Lieber Till-Philipp,
wieder einmal bekommst du von uns einen Tutorenbrief. Du sollst ihn wie immer aufmerksam lesen. Und dann erwarten wir auch diesmal einen Antwortbrief.
Die erste besondere Aktion in diesem Schuljahr war das Schulfest.
Beim Sponsorenlauf am Vormittag bist du eine Runde gelaufen.
Am Nachmittag fand das Sommertest statt. Unsere Klasse war mit dem Waffel- und Hotdog - Stand vertreten. Beim Aufbau des Standes hat du mitgeholfen. Wir sind stolz, daß alle Beteiligten an diesem Tag einen derart großen Geldbetrag erlaufen und erwirtschaftet haben. Dadurch konnte der Schule und den Opfern der Hochwasserkatastrophe geholfen werden. Dafür auch dir noch einmal ein herzliches Dankeschön.
Vor den Herbstferien hat die gesamte Schule in unterschiedlicher Weise am KidS - Projekt gearbeitet. In der ersten Woche hast du am Workshop "Kräuterspirale" teilgenommen. Am ersten Tag waren wir im Arzneipflanzengarten der Universität. Du hast dir einige Kräuter angeschaut. Am meisten haben dich aber wohl die beiden Laufenten interessiert, nicht wahr?!
Als die alte Spirale abgeräumt wurde, hast du Unkraut ausgerupft. Am Aufbau der neuen Kräuterspirale und am Bepflanzen warst du ebenfalls beteiligt.
Zusammen mit Nell und Julia hast du danach den Einkauf für das gesamte "Kräuter - Menu" erledigt. Beim Kochen habt ihr eine leckere Cremespeise mit Zitronenmelisse zubereitet.
In der zweiten Woche warst du im Workshop Schildkröten. Du hast gut mitgeholfen, eine große Anzahl dieser Tiere aus Pappmaschee für die KidS - Gala herzustellen.
Die drei letzten Wochen vor den Weihnachtsferien waren dann sehr durch das persönliche Projekt geprägt. (Näheres dazu im Projekt-LEB).
Lieber Till-Philipp, wenn wir an das vergangene Halbjahr denken, dann fallen uns zunächst deine beiden Operationen ein, Wir denken, daß diese Zeit nicht einfach für dich gewesen ist. Und wir sind der Meinung, daß du sehr tapfer warst. Wir freuen uns, daß du nach wie vor jeden Tag gern zur Schule kommst. Am Unterricht zeigst du oft Interesse und arbeitest dann deinem Tempo entsprechend. Mit den Schülerinnen und Schülern der Klasse und des Jahrgangs verstehst du dich nach wie vor gut. Besonders in den Pausen spielst du oft im Schülertreff mit anderen, z.B. Fangen. Manchmal bist du bei diesen Spielen etwas grob zu anderen Kindern.
Lieber Till-Philipp, wir haben dich sehr gern in unserer Klasse und freuen uns, daß du da bist. Wir wollen gern alles tun, damit du dich wohl fühlst und damit es dir gut geht. Jetzt wünschen wir aber erst einmal schöne "Mini - Ferien".
Deine Tutoren
Braunschweig, den 31.1.2003
PS. Im vergangenen Schulhalbjahr hast du 30 Tage gefehlt, davon / unentschuldigt.
Du wirst nach den Rahmenrichtlinien der Sonderschule für geistig Behinderte unterrichtet.
9.2. Bericht der Schülerin / des Schülers
Thema: "Luft"
Du hast dich im Rahmen des persönlichen Projekts mit dem Thema
"Versuche und Werkarbeiten zu physikalischen Erscheinungen"
auseinandergesetzt.
Die Bewertung erfolgt im Fach: Naturwissenschaften (NW)
Während des persönlichen Projektes hast du eine ganze Reihe von Versuchen durchgeführt und viele Bastelarbeiten gemacht. Alle haben sich mit Erscheinungen zum Thema Luft beschäftigt.
So hast du zum Beispiel gesehen, daß
Bei den meisten dieser Experimenten hast du gut mitgemacht.
Wir denken auch, daß du viel Freude an den Arbeiten hattest und eine Menge dazulernen konntest.
Bei der Präsentation hast du Fallschirme vorgeführt und gezeigt, daß unterschiedlich große Fallschirme auch unterschiedlich schnell zu Boden fallen.
Deine Mappe hast du sauber und ordentlich geführt!
Insgesamt sind wir mit deiner Arbeit während des persönlichen Projekts zufrieden.
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Lernbereiche |
Lernleistungsaussagen |
DE |
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| Erledigung der Wochenplan- und Freiarbeit | Du hast meistens selbständig gearbeitet. | ||||||
| Du hast schon manchmal selbständig gearbeitet. | X | ||||||
| Du hast mit Unterstützung gearbeitet. | X | X | |||||
| Du mußt noch besser mitarbeiten. | |||||||
| Wenn eine Selbstkontrolle möglich war, hast due sie durchgeführt. | X | X | |||||
| Arbeit in den Wochenplan- und Freiarbeitsstunden | Du kannst dich schon gut auf deine Arbeit konzentrieren. | ||||||
| Du kannst dich mit Unterstützung auf deine Arbeit konzentrieren. | X | X | X |   | |||
| Du brauchst noch viel Hilfe, um dich auf deine Arbeit zu konzentrieren | |||||||
| Du kannst gut mit anderen zusammen arbeiten. | X | X | X | ||||
| Du kannst nicht gut mit anderen zusammen arbeiten. |   |   |   |
Normalerweise bekommst du in den Freiarbeitsstunden von uns ein Angebot. An dieser Aufgabe arbeitest du dann deinem Tempo entsprechend.
Oft spielst du mit einem anderen Schüler oder mit mehreren eines von unseren vielen Lernspielen.
Oft nutzt du die Zeit auch, um Dinge aufzuarbeiten, die in Fachunterrichtsstunden nicht fertig geworden sind.
In sehr vielen Freiarbeitsstunden dieses Halbjahres hast du am persönlichen Projekt Luft gearbeitet. (Siehe Seite 4)
9.5.1. Entwicklungsorientierte LernbereicheWir machen weiterhin viele Spiele und Übungen zu den Bereichen der Wahrnehmung. Besonders wichtig sind uns die Übungen zum genauen Hinsehen, zum genauen Hören und zum Merken. Du bist hier fast immer mit Freude und aufmerksam bei der Sache.
Wenn du in Ruhe etwas vorliest oder erzählst, dann verstehen wir dich meistens. In einer größeren Gruppe oder bei fremden Menschen kannst du dich verständlich machen, oft mit Hilfe. Dabei gelingt es dir zumeist, die Ziele, die du mit deinem Sprechen verfolgst, zu erreichen.
Wenn du etwas nachspuren oder ausschneiden sollst, dann gibst du dir fast immer große Mühe. Die Ergebnisse sind deinen Möglichkeiten entsprechend ordentlich und genau.
In deinen Bewegungsabläufen haben wir gegenüber früher wenig Veränderungen beobachtet. Allerdings ist uns aufgefallen, daß du im Überschwang einige Male anderen Kindern weh getan hast. Das liegt meistens daran, daß dich die anderen anspornen und mit dir toben. Dann vergißt du vielleicht, daß du vorsichtig sein mußt.
9.5.2. Handlungsorientierte Lernbereiche
Im Wahlpflichtbereich gibt es in diesem Jahr zwei unterschiedliche Kurse: Den vierstündigen WPK I und den zweistündigen WPK II.
Als WPK I hast du "Textil" belegt. Der Schwerpunkt lag vor allem auf dem Bereich "sticken". Du hast unterschiedliche Tierkarten ausgemalt und bestickt. Am Anfang fiel es dir ganz schön schwer, immer das richtige Loch zu treffen, oder den Faden von der richtigen Seite durchzuziehen. Nach einiger Übung ist es dir aber recht gut gelungen und du hast phasenweise sehr ausdauernd und ordentlich gearbeitet. Darüber freuen wir uns sehr! Für die Weihnachtszeit haben wir zunächst einen Nikolausstiefel ausgeschnitten, mit Löchern versehen, zwei Teile zusammen genäht und anschließend bestickt. Dein Stiefel ist dir wirklich gut gelungen, die Arbeit und Mühe hat sich gelohnt! Unser letztes Thema wird sich sicher noch eine Weile in das nächste Halbjahr ziehen. Wir haben Bettlaken blau gefärbt und ganz viele Sterne aus gelbem Filz ausgeschnitten. Die müssen jetzt alle auf die Laken genäht werden. Das Ergebnis wird ein Sternenhimmel für unseren Ruheraum. Bist du auch schon gespannt, wie es aussehen wird??
Im WPK 11 haben wir in diesem Halbjahr wieder viel gekocht. Ziel ist es, daß du immer mehr Küchenarbeiten ganz ohne Hilfe erledigen kannst. Dazu hast du einige Male geübt möglichst selbständig einfache Speisen zuzubereiten, zum Beispiel Pudding.
Bei den schwierigeren Aufgaben arbeitest du nach Anleitung.
Eine ganz besonders schöne Arbeit in der Küche war nach unserer Meinung die Gummibärchen - Geburtstagstorte, für dich auch?
Nach den Herbstferien hat unser Kurs für ein Fest viele italienische Vorspeisen zubereitet. Nach dem Fest gab es von den Besuchern sehr, sehr viel Lob. Nach den Weihnachtsferien haben wir damit angefangen englische Backspezialitäten für die Teestunde auszuprobieren. Leider hast du dieses Backen wegen deiner Genesung nicht mitbekommen. Hoffentlich bist du zur English Night, für die wir dieses Teegebäck ja zubereiten, wieder fit. Im Rahmen des Lernfeldes "Geld" hast du in der Postbank Geld auf das Sparbuch eingezahlt und wieder abgehoben.
Häufig beobachten wir, daß du nach wie vor mit großem Vergnügen spielst. Wir denken da zum einen an unsere vielen Lernspiele, mit denen du dich immer gern befaßt. Wir denken auch an Gesellschaftsspiele. Als neues Spiel haben wir in diesem Halbjahr Uno geübt. Du lernst die Regeln und hältst die bekannten ein. Weiterhin beschäftigst du dich gern mit selbst ausgedachten Spielen, besonders solchen mit Spielfiguren oder -puppen.
Im Geselle - Unterricht war ein wichtiges Thema die Orientierung auf dem Stadtplan. Dazu haben wir uns zuerst ein Luftbild von der Schule und der Schulumgebung angeschaut. Auf dem Bild konntest du Gebäude, Wege und Plätze wiederfinden. Es ist dir zum Teil gelungen, einen Spaziergang mit dem Finger auf dem Bild zu verfolgen. Anschließend haben wir das Luftbild mit dem Stadtplan verglichen. Du hast die verschiedenen Gebäude und Orte vom Bild mit denen auf dem Stadtplan verglichen. Bei einem weiteren Spaziergang mußtest du wiederum den Weg auf dem Plan verfolgen.
Ein weiteres Thema war das richtige Aufschreiben von Adressen auf Postkarten und Briefe. Das ist dir mit Hilfe gelungen. In der Post hast du dann die richtige Briefmarke gekauft.
Im Dezember hast du die Gesellestunden für das persönliche Projekt verwendet.
Mit dem Bus zu fahren haben wir einige Male auf unserem Weg zum Schwimmbad geübt. Wenn du nicht abgelenkt bist, dann achtest du auf die Haltestellenansagen und drückst zum richtigen Zeitpunkt auf den Halteknopf.
An Mathe hast du nach wie vor zumeist Interesse und arbeitest gut mit. Auch in diesem Halbjahr hast du wieder viel geübt mit Geld zu rechnen. Dazu spielst du mit anderen Einkaufen. Es gelingt dir gut, "Waren" bis zu einem Preis von 20 € mit einem Zehn - € - Schein und 1 - € Münzen zu bezahlen. Geldbeträge aus verschiedenen Münzen zählst du mit Hilfe.
Weiterhin hast du geübt bis 20 Einer von einer Zahl abzuziehen oder zu ihr hinzuzuzählen. Als Hilfsmittel benutzt du dabei Stäbe und Würfel, Steckwürfel oder Geld.
Unser erstes Thema im Deutschunterricht hieß "Detektivgeschichten". Du hast eifrig die Rätsel des Inspektor Forberich gelöst. Die Frage war immer: "Wer ist der Täter?" Auf einem Ausmalbild hast du die Personen angemalt, die nicht in Frage kamen, bis zum Schluß nur noch ein Kind, ein Mann oder eine Frau übrig blieb. Das war manchmal ganz schön schwierig! Du hast es aber fast immer mit Unterstützung geschafft, den Bösewicht heraus zu finden.
Unser nächstes Thema in Deutsch waren die Artikel. Du hast mit Unterstützung fleißig "der, die und das" vor die Worte gesetzt. Das ist dir mit viel Übung und Hilfe oft gelungen. Auf viele verschiedene Arten hast du die richtigen Artikel genannt, zugeordnet oder geschrieben. Am besten hat dir das "Schnapp-Spiel" gefallen, bei dem du dir aus vielen Gegenständen immer einen heraussuchen und mit dem richtigen Artikel versehen durftest. Auch das Memory- und das Würfelspiel hat dir viel Spaß gemacht und du warst meistens motiviert dabei.
Zum Thema Luft haben wir die Geschichte "Wer springt am höchsten" von Astrid Lindgren gelesen und besprochen. Leider warst du in dieser Zeit krank, so daß du an dieser Einheit nur sehr kurz mitgearbeitet hast. Lieber Till-Philipp, mit deiner Mitarbeit im Deutschunterricht sind wir meistens zufrieden. Wir freuen uns, daß du vor allem an Bildergeschichten und dem spielerischen Umgang mit Worten und Sätzen so viel Spaß hast. Weiter so!
In unseren Sachunterrichtstunden haben wir in diesem Halbjahr an zwei großen Themen gearbeitet. Zu Beginn haben wir viele Übungen zum Entspannen und Abschalten gemacht. Daran hast du besonders viel Freude und kannst diese Stunden so richtig genießen. Wir haben unseren alten Gruppenraum als Ruheraum eingerichtet. Du hast beim Aufräumen und Gestalten gut geholfen. Wir sind zusammen zu Ikea gefahren und haben Stoffe, einen Kriechtunnel, Matratzen und ein Moskitonetz gekauft. Jetzt ist es dort richtig gemütlich und ihr habt die Möglichkeit, euch zum Beispiel in den Pausen etwas zurück zu ziehen. Wir können immer deutlich merken, wie gut dir kleine Ruhepausen zwischendurch tun!
Unser zweiter Schwerpunkt war die Orientierung im Straßenverkehr. Meist haben wir unsere Gänge mit Einkäufen (z.B. für den WPK) verbunden. Wir haben geübt, eine Straße zu überqueren. Du weißt, daß du nach rechts und links schauen mußt um zu gucken, ob ein Auto kommt. Es gelingt dir dabei noch nicht, z.B. die Entfernung eines Fahrzeugs einzuschätzen. Gemeinsam mit uns ist es dir aber gelungen, die Straße vorschriftsmäßig zu überqueren.
9.5.3. Fachorientierte Lernbereiche
Im Rahmen des Sportunterrichts hast du in diesem Halbjahr mit viel Freude am Schwimmen teilgenommen. Dabei waren deine Fortschritte groß. So konntest du dich im Wasser schön lang ausstrecken und die einzelnen Schwimmbewegungen gut einüben.
Im Kunstunterricht hast du dich mit verschiedenen Möglichkeiten beschäftigt, Menschen darzustellen (Portraitdarstellung). Dazu mußtest du zunächst den Kopf nach einer Vorlage (Fotokopie) mit Bleistift zeichnen. Beim zweiten Bild wurde der Kopf in Flächen zerlegt die du entweder schwarz angemalt oder weiß gelassen hast. Beim dritten Bild hast du farbige Flächen gemalt. Auf diese Weise entstanden vier verschiedene Ansichten von Oliver Kahn.
Nach den Sommerferien haben wir im Werkunterricht zunächst an dem Labyrinth weitergebaut. Dazu mußtest du mit Hilfe große Löcher in eine Platte bohren, den Auffangkasten zusammenbauen, Leisten auf Länge schneiden, schleifen und leimen. Zum Schluß hast du das Ganze mit roter Farbe angestrichen.
Das zweite Thema waren die Bastelarbeiten für das persönliche Projekt.
Lieber Till-Philipp, wir freuen uns immer, wenn du in den Unterrichtsstunden gut mitarbeitest und Freude am Lernen hast!
| Persönlicher Teil | Bericht der Tutoren |
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Bericht der Schülerin / des Schülers |
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| Fachlicher Teil |
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| Pflichtbereich | Projekt |
| Freiarbeit | |
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| Gesellschaftslehre | |
| Religion | |
| Arbeit-Wirtschaft-Technik | |
| Sport | |
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| Mathematik | |
| Naturwissenschaften | |
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| Englisch | |
| Wahlpflichtbereich | Französisch oder Spanisch |
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| Kommunikation/Kunst oder Textil oder Technik oder Abschlusskurs | |
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| Mathematik, Architektur und Kunst oder Cultural | |
| Studies oder Gesunder Körper oder | |
| Naturwissenschaften oder Sport oder | |
| Selbstständigkeit oder Theater | |
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| Zeugnis |
Lieber Till-Philipp,
danke für deinen lieben Brief, den du uns geschrieben hast. Das war diesmal ja etwas ganz Neues: Du mußtest zuerst schreiben, und wir antworten.
Du schreibst, daß du Spaß am Lesen hast. Das freut uns um so mehr, weil es doch sehr anstrengend ist. Es ist schön, wenn du am Lesen Freude hast, zumal wir es ja auch jeden Tag üben.
Mathe ist schwer, sagst du. Das sagt bestimmt die Hälfte aller Schüler. Wir finden es prima, daß du dich trotzdem immer so sehr anstrengst, wie du nur kannst.
In diesem Jahr gab es wieder viele aufregende, angenehme und großartige Ereignisse.
Da war zum Beispiel das Betriebspraktikum, über das wir ausgiebig gesprochen haben und über das in diesem LEB ausführlich berichtet wird.
Und da gab es noch die English-Night, bei der du mitgeholfen hast, die Gäste zu bewirten.
Und das Sportfest, bei dem du, wir glauben zu deiner Freude, wieder einmal auf dem Pferderücken sportlich warst. Die Prüfung zum kleinen Hufeisen konntest du leider nicht mitmachen, weil du krank warst, aber das holen wir bestimmt nach.
Lieber Till-Philipp, das war wieder ein schönes Halbjahr mit dir, wir freuen uns schon auf das nächste. Erst einmal wünschen wir dir aber schöne, erlebnisreiche und erholsame Ferien.
Deine Tutoren
Braunschweig, den 9.7.2003
PS. Im vergangenen Schulhalbjahr hast du 4 Tage gefehlt, davon / unentschuldigt.
PPS. Du wirst nach den Rahmenrichtlinien der Schule für geistig Behinderte unterrichtet.
10.2. Bericht der Schülerin / des Schülers

Nach den Weihnachtsferien begann dein Projekt "Beruf", das fast bis Ende März einen wesentlichen Schwerpunkt des Unterrichts bildete.
Zunächst wurde in einigen Unterrichtsstunden zu folgenden Schwerpunkten gearbeitet:
Ziel war es dabei, daß du erste Einblicke in die Berufswelt erhalten solltest. Außerdem war es auch beabsichtigt, daß du Überlegungen zu deiner eigenen Berufswahl einleitest. Weiterhin konntest du dir Gedanken über eigene Wünsche und Fähigkeiten machen.
Nicht zuletzt dienten die ersten Wochen des Projekts zur Vorbereitung auf das dreiwöchige Berufspraktikum, das als Bestandteil des Projekts vom 24.2.- 14.03.2003 stattfand.
Bei der Suche nach einem Praktikumplatz solltest du deine Wünsche äußern und zusammen mit deinen Eltern einen geeigneten Platz suchen.
In der Praktikumzeit war es deine Aufgabe, durch gezieltes Beobachten und - je nach innerbetrieblichen Möglichkeiten - eigenes, praktisches Tun einen Ausbildungsberuf und die "Menschen im Betrieb" genau kennen zu lernen.
Die Auswertung des Praktikums erfolgte in der anschließenden Woche und verfolgte ein weiteres wichtiges Lernziel: Die angemessene und möglichst kreative Präsentation der Praktikumbetriebe und der Berufe in einer großen Ausstellung am 19. und 20.03.2003, zu der etliche Betreuerinnen und Betreuer aus den Betrieben, Eltern und Verwandte sowie die Schülerinnen und Schüler des achten Jahrganges mit ihren Lehrkräften kamen.
Deine Arbeit im Betrieb wurde maßgeblich von den betrieblichen Betreuern begutachtet. Die Praktikummappe sowie die Präsentation wurden von den
betreuenden Lehrkräften in der Schule beurteilt.
Du hast dein Praktikum im Parkhotel Wolfenbüttel absolviert.|
Lernbereiche |
Lernleistungsaussagen |
DE |
GL |
MA |
NW |
EN |
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| Erledigung der Wochenplan- und Freiarbeit | Du hast die Arbeite zumeist regelmäßig und vollständig bearbeitet und abgegeben. | X | X | X | X | ||
| Du hast deine Arbeiten zu unregelmäßig und zu oft unvollständig bearbeitet. | |||||||
| Du hast deine Arbeiten fast nie bearbeitet und abgegeben. | |||||||
| Du hast häufig die Möglichkeit von Zusatzaufgaben genutzt. | |||||||
| Wenn eine Selbstkontrolle möglich war, hast du sie durchgeführt. | X | X |   | ||||
| Arbeit in den Wochenplan- und Freiarbeitsstunden | Du hast an den Aufgaben häufig intensiv und konzentriert gearbeitet und die Zeit sinnvoll genutzt. | ||||||
| Du hattest noch Probleme, dich mit den Aufgaben intensiv und konzentriert zu befassen. | X | X | X | X |   | ||
| Du warst zu häufig abgelenkt und hattest Mühe mit der Arbeit zu beginnen. | |||||||
| Du hast selbständig gearbeitet. | X | X | X | ||||
| Du hast dich noch zu häufig auf andere verlassen. |   |   |   | ||||
| Du hast gut mit anderen zusammen gearbeitet. | X | X | X |   | X |   | |
| Du hattest noch Probleme mit anderen zusammen zu arbeiten. |   |   |   | ||||
| Du konntest dir die zur Verfügung stehende Zeit gut einteilen |   |   |   | ||||
| Du hattest noch Schwierigkeiten dir die Zeit einzuteilen. |   |   |   |
In den Freiarbeitsstunden machen wir meistens ein Angebot. Oft sind es Lernspiele, die du fast immer mit Begeisterung spielst, manchmal sind es Arbeitsblätter, an denen du deinem Tempo entsprechend arbeitest oder es sind Freiarbeitsmaterialien wie Logico, Steckkarten oder Karteien.
Lernspielen gehören natürlich nach wie vor zu den Freiarbeitsstunden.
Häufig nutzt du die Zeit auch, um Dinge aufzuarbeiten, die in Fachunterrichtsstunden nicht fertig geworden sind.
10.5.1. Entwicklungsorientierte Lernbereiche
Deine Sprache und deine Art zu sprechen haben sich wenig verändert. Im Klassenrat hast du eine feste Redezeit. In deinen Berichten vermischen sich dabei Ausgedachtes mit Dingen, die du erlebt oder von denen du gehört hast. Die anderen in der Klasse versuchen dich zu verstehen. Oft gelingt dieses, manchmal wird auch nachgefragt. Außerhalb des Unterrichts erzählst du deinem Handschuh gern lange Berichte.
Beim Schneiden, Kleben, Zeichnen oder Nachspuren fällt uns auf, daß du kleine Fortschritte machst. Beim Schreiben von Buchstaben vermischt du nach Belieben große und kleine Schriftzeichen und verwendest die Lineatur als grobe Richtschnur.
Die größte Freude im Schulalltag bereiten dir immer noch und immer wieder die verschiedenen Spiele, die wir gemeinsam mit anderen Kindern oder mit dir allein spielen. Das gilt für freies Spiel ebenso wie für die vielen, vielen Lernspiele. Wir versuchen so oft wie möglich die Unterrichtsinhalte in spielerischer Form zu vermitteln, dann kannst du am besten lernen.
Genaues Hinschauen, Hinhören und Fühlen üben wir nach wie vor recht oft. Neben den vielen Spielen bearbeitest du zu diesem Thema regelmäßig Arbeitsblätter.
Viel Freude hat dir auch in diesem Halbjahr das Reiten bzw. Voltigieren bereitet. (siehe Sport) Ansonsten haben sich in der Art und Weise wie du dich bewegst, wenig Veränderungen gezeigt. Dabei haben wir den Eindruck, daß du zur Zeit schneller ermüdest als früher.
10.5.2. Handlungsorientierte Lernbereiche
Im vierstündigen WPK I ("Textil") hast du zusammen mit Nell und Julia zunächst die Arbeit am Sternenhimmel für den Ruheraum beendet. Als er fertig war, habt ihr ihn aufgehängt. Dadurch ist der Kuschelraum jetzt viel gemütlicher und du nutzt ihn gern einmal, wenn du dich von den Anstrengungen des Unterrichtstages erholen mußt.
Das nächste Thema war die Gestaltung einer Baumwolltasche. Du hast dich für das Motiv "Im Wald" entschieden. Danach mußtest du die einzelnen Teile deines Bildes auf Papier aufzeichnen, auf Stoff übertragen, ausschneiden und von Hand aufnähen. Diese Tätigkeiten hast du mit Hilfe ausgeführt. Bei der Flechtarbeit und bei der Papierbatik hast du sorgfältig gearbeitet.
Das erste Thema im WPK II war in diesem Halbjahr die Vorbereitung der Englisch Night. Dazu haben wir süße Brötchen (scones), Früchtebrot (plumbread), kleine Eierkuchen (pikelets) und Butterkekse (short-bread) gebacken. Dabei hast du deinen Möglichkeiten entsprechend mitgeholfen. Am Abwasch und am Aufräumen hast du dich nach energischer Aufforderung beteiligt.
Als Nächstes haben wir besprochen, wie Gäste bewirtet und wie die entsprechenden Vorbereitungen getroffen werden. Im Anschluß hatten wir zweimal Besuch aus den Praktikumsgruppen von Julia und Nell. Da konntest du das Gelernte anwenden.
Zur Zeit befassen wir uns mit dem Thema Geburt und Säuglingspflege. Dazu hast du Fragen notiert, die du einer Mutter mit einem Säugling stellen konntest. Als Frau Janson mit ihrem Sohn zu uns in den Unterricht kam, warst du sehr interessiert.
Später haben wir verschiedene Gerichte für Säuglinge zubereitet: Gemüse- Milch- und Obstbrei. Ganz schön lecker diese Sachen, nicht wahr?
Im Rahmen des WPK II übst du auch, einzukaufen und mit Geld umzugehen. Dazu schreiben wir Einkaufszettel und vergleichen Preise. Mit der notwenigen Hilfe findest du die entsprechenden Waren. An der Kasse bezahlst du und nimmst das Wechselgeld entgegen.
Wenn du dich in einer fremden Umgebung aufhältst und zu einem bestimmten Ziel gelangen willst, dann musst du manchmal nach dem Weg fragen. Das haben wir ausgiebig in Querum geübt. Bei diesen Unterrichtsgängen hast du kleine Kärtchen mit Wegbeschreibungen bekommen. Die mußtest du lesen und verstehen. Danach solltest du dann entsprechend den Weg finden. Dies alles ist dir mit entsprechender Hilfe gut gelungen.
Orientierung und das richtige Verhalten im Straßenverkehr üben wir bei den vielen "Spaziergängen", im Sachunterricht und bei den Fahrten mit dem Bus zum Reiten. Unter Aufsicht und wenn du nicht abgelenkt bist hältst du die bekannten Regeln ein.
Im Mathe-Unterricht arbeitest du zumeist gut mit. Du kannst mittlerweile Zahlen von 1 bis 20 sicher die richtige Menge zuordnen (10er-Stab plus Einer-Würfel, 10- €-Schein plus 1-€-Münzen). Dabei hast du auch wieder viel mit Geld gerechnet. Beträge, die sich aus verschiedenen Münzen und Scheinen (10- 5- Euroscheine, 2- und 1-€ Münzen) zusammensetzen, kannst du in zunehmendem Maße sicherer angeben. Dazu spielst du nach wie vor sehr gern Einkaufen mit Frau Nabbalt.
In diesem Halbjahr hast du darüber hinaus angefangen, mit ganzen Zehnerzahlen bis 100 zu rechnen. Du kannst entsprechende Gegenstände (Stäbe, Steckwürfeltürme oder Münzen) zahlen. Es gelingt dir auch, zu Zahlenkarten die entsprechenden Mengen zu legen und umgekehrt. Plusaufgaben mit ganzen Zehnern rechnest du mit gegenständlicher oder ikonischer Hilfe.
Das wichtigste Thema im Deutschunterricht war in diesem Halbjahr die Vor- und die Nachbereitung des Betriebspraktikums.
Zu diesem Zweck hast du zunächst einen Arbeitsplatz, den du gut kennst, beschrieben: die Schule. Du hast mit Hilfe einfache Fragen hierzu in Ein- bis Zwei-Wort-Sätzen beantwortet und die Antworten aufgeschrieben. Als Nächstes hast du einen Arbeitsvorgang, nämlich das "Brötchen-schmieren" geschildert. Als ersten Schritt hast du hierzu diesen Vorgang ausprobiert und im Anschluss benannt. Zum Schluß mußtest du Satzkarten in die richtige Reihenfolge bringen und aufkleben.
Die Beschreibung eines Gegenstandes war dann eine weitere Aufgabe. Du durftest dir verschiedene Gegenstände aussuchen, hast dann Fragen dazu beantwortet (Farbe, Form, Größe usw.) und schließlich Sätze aufgeschrieben. Abschließend haben Julia, Nell und du die Praktikummappe besprochen. Während des Praktikums hast du gemeinsam mit Frau Huldig die Praktikummappe bearbeitet. Hierfür mußtest du die vielen Seiten lesen, Fragen dazu mündlich beantworten und dann die Antworten aufschreiben.
Nach den Osterferien haben wir zusammen eine Geschichte gelesen: "James und der Riesenpfirsich". Dabei warst du manchmal aufmerksam und hast mit Hilfe vorgelesen. Du konntest einzelne Wörter des Textes richtig abschreiben. Auch in den Förderstunden haben wir uns viel mit Inhalten des Deutschunterrichts befaßt: Übungen zum Lesetraining Sinnentnahme, Laut-Wahrnehmung und Rechtschreibförderung.
10.5.3. Fachorientierte Lernbereiche
Als Sportkurs hattest du in diesem Halbjahr Voltigieren. Dabei konntest du einfache Anweisungen auf dem Pferd (Arm heben, auf die Kruppe fassen, "kuscheln") umsetzen. Wenn du nicht an der Reihe warst, dann hast du gern im Sand gespielt, Löcher ausgehoben oder eine Burg gebaut.
In Musik hast du zusammen mit Magdalena, Nell und Julia das Lied aus dem Zauberlehrling wiederholt. Des weiteren konntest du bei alten und neuen Liedern, die Frau Huldig oder Herr Malsig auf der Gitarre begleitet haben, manchmal mitsingen. Dabei trommelst du gern und kannst den Rhythmus der Musik mit Hilfestellung aufnehmen. Bei manchen Liedern war es für dich eine große Freude, mit zu tanzen.
Auch im AWT - Unterricht war das Betriebspraktikum zunächst das wichtigste Thema. Gemeinsam mit Nell und Julia hast du deren Betrieb besichtigt. Zusammen mit deinen Eltern hast du einen Praktikumplatz gesucht und gefunden: das Parkhotel in Wolfenbüttel. Dort konntest du Einblick in die verschiedenen Tätigkeiten bekommen, von A wie Aufräumen der Zimmer und Betten machen bis hin zu Z wie Zapfen von Bier. Von deinem Praktikum warst du sehr begeistert:
In der darauf folgenden Woche hast du zwei Plakate für die Präsentation gestaltet. Auf diesen konnten die Besucher der Ausstellung über deine Tätigkeiten informieren. Außerdem hast du einen schön gedeckten Tisch präsentiert
Außerdem haben wir uns (als Fortsetzung der Arbeit im Letzten KidS - Projekt) um die Kräuterspirale gekümmert. Die mußten wir zunächst ein wenig reparieren, da etliche Steine umgefallen waren. Dann haben wir viel gejätet und einige Kräuter neu eingepflanzt (Rosmarin) bzw. gesät (Petersilie, Fenchel, Kümmel, Anis). Bis zu den Sommerferien mußte die Kräuterspirale dann laufend gepflegt werden. Besonders das Gießen war dabei eine wichtige Maßnahme. An all diesen Arbeiten hast du dich nach deinen Möglichkeiten beteiligt.
Nebenbei haben wir in den Wnden häufig am Geobrett gearbeitet, das nun fertig ist. Dabei hast du den Umgang mit Hammer und Nagel geübt. Wir werden das fertige Brett demnächst im Mathe - Unterricht für Übungen zum Spiegeln einsetzen.
In den wenigen Englisch - Stunden standen Spiele (Memory, Drehspiel, "I can spy...") zur Wiederholung der bekannten Vokabeln auf dem Programm. Außerdem hast du einen Unterrichtsgang zum Thema "In the garden / in the park" mit Herrn Lendig gemacht.
Lieber Till-Philipp, der Unterricht mit dir macht uns nach wie vor große Freude. Wir hoffen, dass du das genauso siehst.
| Persönlicher Teil | Bericht der Tutoren |
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Bericht der Schülerin / des Schülers |
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Lieber Till-Philipp,
mit Riesenschritten geht es auf das Ende unserer gemeinsamen Zeit hier an der IGS Querum zu. Zum letzten Mal haben wir Gelegenheit, dir Dinge mit auf das letzte Stück des Weges zu geben. Natürlich wollen wir auch kurz Rückschau auf das vergangene halbe Jahr halten und dir Rückmeldung geben, wie wir dich und dein Verhalten erlebt haben.
In der Rückschau fällt uns als erstes besonderes Ereignis das Sommerfest als Start in das 10 - Jahres - Jubiläumsjahr ein. Auch diesmal haben wir uns wieder mit einem Stand beteiligt und zum Gelingen des Festes beigetragen. Beim Verkauf der Laugenbrezel hast du dich besonders eingesetzt!
Vor den Herbstferien fand dann das Projekt Faschismus statt. (Mehr dazu siehe Bericht ab S. 6).)
Über das Projekt "Leinen los" nach den Herbstferien wird im Projekt-LEB ausführlich berichtet. Dabei fällt uns ein, dass du zusätzlich ein Praktikum im Zoo Hannover absolviert hast. Das war für dich bestimmt ganz spannend und aufregend, auch wenn es im Stall wohl gewaltig "gemüffelt" hat.
Den letzten Schultag vor den Weihnachtsferien verbrachten wir in gemütlicher Runde in der Klasse. Es gab, der Adventszeit angemessen, Kekse und Getränke. Zum Abschluss durfte jede und jeder ihr/sein Wichtelgeschenk in Empfang nehmen. Hat dir die kleine Schlage gefallen?
Wenn wir dich bei der Arbeit beobachten, dann sehen wir, dass dir die Aufgaben oft schwer fallen, dass du aber immer wieder zur Weiterarbeit zu motivieren bist! Prima.
Mit deinen Mitschülerinnen und Mitschülern kommst du nach wie vor gut aus.
Lieber Till-Philipp, wir wünschen dir gute Erholung in den kurzen Ferien und freuen uns auf das nächst halbe Jahr mit dir.
Braunschweig, 30.01.2004
PS. Im vergangenen Schulhalbjahr hast du 11 Trage gefehlt, davon / unentschuldigt.
PPS. Du wirst nach den Richtlinien der Schule für geistig Behinderte unterrichtet.
11.2. Bericht der Schülerin/des Schülers

11.3. Projekte Nationalsozialismus / Leinen los
In diesem Halbjahr führte der Jahrgang zwei Projekte durch: "Nationalsozialismus" und "Leinen los". Im Projekt "Nationalsozialismus" setzten sich die Schüler/innen im Fach Gesellschaftslehre mit den geschichtlichen Zusammenhängen und der Ideologie auseinander. Das Fach Religion ging schwerpunktmäßig auf die Rolle der Frau in der NS-Zeit, Formen des Widerstands und die Haltung der Kirche ein.
Alle Klassen führten eine Exkursion nach Bergen-Belsen durch. Bei einer Führung über das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers wurde theoretisch Gelerntes greifbarer, ein wenig vorstellbarer.
In einer Intensivphase am Ende des Projektes nahmen wir uns vier Tage Zeit, einen Schwerpunkt aus dem Bereich "Faschismus" zu vertiefen.
Du hast in dieser Zeit an folgender Arbeitsgruppe teilgenommen:X "Schuhe" (Theaterszene)
o Orte des Nationalsozialismus in Braunschweig (Power Point-Präsentation mit Vortrag)
o Zwangsarbeiter in Braunschweig und Salzgitter
o Jüdisches Leben in Berlin / Rosenstraße: Film und historische Wirklichkeit
o Das kurze Leben der Erna Wazinski.
Eine abschließende Präsentation wurde mit einer symbolischen Darstellung von Massenvernichtung und dem späteren Nichtwahrhabenwollen (Alles unter den Teppich kehren) eingeleitet. Anschließend gab es die Gelegenheit, die vielfältigen Dokumentationen zu den o.g. Schwerpunkten anzusehen.
Bei dem Projekt "Leinen los" ging es um die berufliche Zukunft der Zehntklässler.
Während im neunten Schuljahr neben dem Berufspraktikum auch weitere praktische Einblicke ins Berufsleben angeboten wurden, ging es hier um Informationen über weiterführende/weiterbildende Schulen sowie die Erwartungen, welche an die Schulabgänger gestellt werden.
Alle Klassen nahmen an einem Bewerbungstraining teil, welches u.a. die Vorbereitung auf ein Einstellungsgespräch einschloss.
An zwei Tagen hatten alle Schülerinnen Gelegenheit, an den Berufschulen, privaten weiterbildenden Schulen und evtl. auch an der Oberstufe einer IGS zu hospitieren und sich über die Inhalte und Anforderungen zu informieren.
Die IGS Franzsches Feld informierte in einer Abendveranstaltung interessierte Eltern und Schülerinnen über die Stundentafel an einer Oberstufe sowie das besondere Profil ihrer Sek. II.
Alle Klassen wurden in verschiedenen Veranstaltungen über das Freiwillige Soziale Jahr, den Zivildienst und die Bundeswehr informiert.
Den Abschluss dieses Projektes bot eine Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen der Technischen Universität Braunschweig, Firma Siemens, Bundeswehr und dem Diakonischen Werk. Das Gespräch unter der Fragestellung "Was brauchen die Berufsanfänger an Fähigkeiten und Fertigkeiten für die Berufsqualifikation von morgen?" wurde von zwei Schülerinnen moderiert.
Du hast nicht an allen oben beschriebenen Inhalten gearbeitet. Näheres findest du im Bericht ab Seite 6
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Lernbereiche |
Lernleistungsaussagen |
DE |
GL |
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| Erledigung der Wochenplan- und Freiarbeit | Du hast meistens selbständig gearbeitet. | ||||||
| Du hast schon manchmal selbständig gearbeitet. | X | X | |||||
| Du hast mit Unterstützung gearbeitet. | X | X | X | ||||
| Du mußt noch besser mitarbeiten. | |||||||
| Wenn eine Selbstkontrolle möglich war, hast du sie durchgeführt. |   | X |   | ||||
| Arbeit in den Wochenplan- und Freiarbeitsstunden | Du kannst dich schon gut auf deine Arbeit konzentrieren | ||||||
| Du kannst dich mit Unterstützung auf deine Arbeit konzentrieren. | X | X | X | X | X |   | |
| Du brauchst noch viel Hilfe, um dich auf deine Arbeit zu konzentrieren. | |||||||
| Du kannst gut mit anderen zusammen arbeiten. | X | X | X | X | X | ||
| Du kannst nicht gut mit anderen zusammen arbeiten. |   |   |   |
11.5.1. Entwicklungsorientierte Lernbereiche
Unterrichtete Lernbereiche
Entwicklungsorientierte Lernbereiche/HandIungsorientierle
Lernbereiche/Fachorientierte Lernbereiche
Auch in diesem Halbjahr haben wir viele Spiele, Übungen und Aufgaben zu den verschiedenen Bereichen der Wahrnehmung gemacht.
Bei vielen Spielen musst du genau hinsehen können, bei anderen genau hören oder fühlen.
Merkfähigkeit, Gedächtnis und genaues Hinsehen trainierst du besonders bei den verschiedenen Memory - Spielen. hiervon kannst du gar nicht genug bekommen, immer wieder bist du mit Eifer bei der Sache!
Wie denken, dass gerade diese Merkspiele besonders wichtig für dich sind. Bei Unterrichtsmaterialien, die häufig wiederkehren, kennst du die Regeln und Einsatzmöglichkeiten.
Das Nachspuren, Malen und Ausschneiden gelingt dir deinen Möglichkeiten entsprechend gut. Das gilt auch für Genauigkeit, Sauberkeit und Ordnung.
Zum Sprechen können wir das Gleiche sagen wie früher. Du erzählst gern von dir und deinen Erlebnissen und möchtest am liebsten in jedem Klassenrat ein kleines Referat halten. Ganz oft teilst du deinem Handschuh Dinge mit, meistens in den Pausen. Beim Schreiben, Ausschneiden, Kleben oder Nähen arbeitest du deinen Fähigkeiten entsprechend genau und ordentlich.
Du bewegst dich nach wie vor sehr gern und strengst dich dabei ganz dolle an. Auch wirst du dabei immer sicherer. Du gehst zum Beispiel ohne Anfassen die Treppen rauf und runter und traust dich, ohne Hilfe auf einem Stuhl zu stehen.
Spiele und Lernspiele, die wir gemeinsam spielen, sind für dich nach wie vor die größte Freude in der Schule. Bei allen Unterrichtsmaterialien, die wir mehrfach benutzt haben, kennst du die Spielregeln und hältst sie ein. Neue einfache Spiele lernst du schnell.
11.5.2. Handlungsorientierte Lernbereiche
Im vierstündigen WPK I ("Textil") hast du diesem Halbjahr die Technik des Batikens kennen gelernt und mit ihr gearbeitet. Dabei stand zuerst das Papierbatiken im Mittelpunkt des Unterrichts. Durch verschiedene Falttechniken entstanden sehr hübsche Muster, die du zu Wandbildern und Lesezeichen weiterverarbeitet hast. Die Lesezeichen sollen während des Markttags des WPK's verkauft werden. Anschließend hast du ein sehr schönes T-Shirt gebatikt, das du stolz angezogen und mit nach Hause genommen hast. Außerdem hast du verschiedene Näharbeiten durchgeführt: die Lesezeichen wurden umnäht, die Arbeit zu einem Kissen wurde begonnen u.a. Du hast mit Hilfestellung meist konzentriert gearbeitet und dich auch von schwierigeren Aufgaben nicht abschrecken lassen.
Das Hauptthema im WPK II war in diesem Halbjahr die Vorbereitung auf unser großes Abschlussessen mit Eltern. Dazu haben wir gemeinsam viele Dinge ausprobiert. Als Erstes soll es einen Gruß aus der Küche geben. Wie haben verschiedene Rezepte getestet und uns dann für die gerösteten Weißbrotscheiben mit Tomaten (Bruschetta) entschieden.
Darauf soll eine Suppe folgen. Als Grundlage für klare Suppen haben wir Gemüse und Fleischbrühe gekocht und Eierstich zubereitet. Als gebundene Suppen standen Karottencreme- und Broccolicremesuppe auf dem Speiseplan. Nach den Tests habt ihr euch dann für die Niedersächsische Hochzeitssuppe entschieden. Als Hauptgericht soll es Schweinebraten geben, den müssen wirnoch üben. Und zum Schluss ein Dessert. Da haben wir auch vieles ausprobiert: geschichtete Crepes, Pudding, Obstsalat oder Quarkspeise.
Außerdem haben wir im WPK II, wie viele andere Kurse aus der Schule auch, im Rahmen der Feierlichkeiten zum 10-jährigen Bestehen der Schule einen Markstand vorbereitet und durchgeführt. Dazu haben wir auf dem Markt über die Arbeit in unserem Kurs informiert und selbstgemachtes Pflaumenkompott, Pflaumenmus, Apfelmus, und die pikelets verkauft.
Groß - Reinemachen muss auch mal sein. Beim Putztag in der Küche hast du mitgeholfen.
Im Dezember stand dann die Weihnachtsbäckerei auf dem Programm. Diesmal sollten es kompliziertere und aufwändigere Kekse sein als beim letzten Mal. Wie hat dir denn unser Gebäck geschmeckt?
Im Rahmen des WPK II übst du auch einzukaufen und mit Geld umzugehen. Wir schreiben Einkaufszettel und vergleichen Preise. Beim Bezahlen gibst du oft das Geld hin und wir kontrollieren gemeinsam das Wechselgeld.
In diesem Halbjahr sind wir wieder viele Male in die Innenstadt gefahren. Du mußtest die Wegbeschreibungen und Anweisungen von den kleinen Kärtchen lesen und verstehen. Anschließend kam es noch darauf an, das Richtige auch zu tun. All dies ist dir gut gelungen.
Bei diesen und anderen Unterrichtsgängen oder auf dem Weg zum Markt üben wir weiterhin das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Als Fußgänger steigerst du deine Sicherheit in diesem Bereich immer mehr.
Im Mathematik - Unterricht stand das Rechnen mit Geld sehr im Vordergrund. Du kannst Geldbeträge bis 20, die sich aus Euro - Scheinen und Euro - Münzen zusammensetzen, inzwischen sehr sicher zählen. Es gelingt dir auch gut 10 - Euro - Scheine oder - Münzen bis 100 zu zählen bzw. hinzulegen.
Bei gemischten Geldbeträgen aus Euro und Cent benötigst du Unterstützung. All dies verlangt natürlich, dass du die entsprechenden Rechenverfahren zusammen zählen (addieren) und weg nehmen (subtrahieren) beherrscht. Daher hast du auch dies viel geübt. Im Moment bist du dabei Zahlen, die aus Zehnern und Einern bestehen zu lesen, zu zählen und zu legen.
Im Deutschunterricht dieses Halbjahres stand die Lektüre von "James und der Riesenpfirsich" von Roald Dahl im Mittelpunkt.
Du hast einzelne Sätze und kurze Abschnitte des Textes mit Hilfestellung gelesen. Du hast dich bemüht, aufmerksam zuzuhören und konntest einige Fragen zum Inhalt mit etwas Hilfe beantworten. Zu einzelnen Kapiteln hast du sehr fantasievolle Bilder angefertigt, die den Inhalt des Textes wiedergeben und darüber hinaus zeigen, dass sich die Geschichte in deiner Vorstellung entwickelt und verändert.
Du hast Arbeitsblätter mit verschiedenen Schwerpunkten bearbeitet: Anlaute, Mittellaute, Artikel, Zuordnungen Bild-Wort, Worträtsel u. a.
Andere Arbeitsblätter dienten zum Üben der Schriftgröße, der Einhaltung der Linien, des Schreibschwungs.
Mit etwas Hilfestellung warst du in der Lage, die Aufgaben zu lösen. Dabei konntest du dich meist gut konzentrieren und die Arbeitsblätter fertig stellen.
Auch in den Förderstunden haben wir uns viel mit Inhalten des Deutschunterrichts befasst: Übungen zum Lesetraining Sinnentnahme, Laut- Wahrnehmung und Rechtschreibförderung.
11.5.3. Fachorientierte Lernbereiche
In diesem Halbjahr hast du in Sport am Unterricht der Klasse teilgenommen. Direkt nach den Sommerferien konntest du zwischen Rugby und Dauerlauf wählen, du hast dich für Rugby entschieden.
Für diese Sportart musstest du viele Dinge üben: einen Ball werfen und fangen, schnell laufen, andere aufhalten oder wegschieben. Anschließend haben wir mit dem Geübten kleine Spiele gespielt. Du hast dich gut beteiligt und deinen Fähigkeiten entsprechend eingesetzt.
Beim zweiten Thema fiel deine Wahl auf Volleyball. Auch hier hast du dich eingesetzt und besonders das Fangen eines Balles geübt Wenn er nicht zu schnell angeflogen kommt, dann erwischt du ihn, ansonsten lässt du ihn erst einmal aufticken.
In allen Sportstunden merken wir, dass du dich gern bewegst und mit Freude bei der Sache bist!
Im Musikunterricht hast du bekannte Lieder wiederholt und einige neue kennen gelernt, wobei du stets freudig mitgesungen und dich zu den verschiedenen Liedern bewegt hast.
Besonders positiv ist dein Mitwirken bei unseren wöchentlichen Besuchen der Lamas in Gifhorn zu erwähnen. Du gehst handfest mit den Tieren um, wobei du aber einfühlsam bist und deine Kräfte angemessen einsetzt. Du hast dazu beigetragen, die zuerst sehr scheuen Lamas an uns zu gewöhnen und warst der erste, der die Tiere im Stall auch für längere Zeit anfassen und streicheln konnte. Auch der Umgang mit den Eseln, den Ziegen, dem Pony, den Kaninchen und all den anderen Tieren hat dir viel Freude bereitet, und du hast einiges über die Pflege und die Fütterung der Tiere gelernt.
Im Rahmen des AWT - Unterrichts haben wir uns nach den Sommerferien weiter um die Kräuterspirale gekümmert. Es musste wieder viel gegossen und gejätet werden. Einige Male konnten wir auch Kräuter für die Küche ernten.
Außerdem hast du geholfen, das Brett mit den vielen Nägeln zu Ende zu machen. Wir können damit jetzt in Mathe Spiele zur Achsensymmetrie spielen.
Ein weiteres Werkstück war das Mensch - ärgere - dich - nicht - Spiel, das du hergestellt hast. Dazu musstest du zunächst einen Plan auf das Brett zeichnen, viele Löcher bohren und die Spielfiguren zurecht sägen. Abschließend wurde alles farbig gestaltet und lackiert. Während der Arbeit konnten wir sehen, dass du deine Fertigkeiten im Werkraum weiter verbessert hast.
Als im Jahrgang das Projekt "Faschismus" stattfand, haben wir uns auch mit diesem Thema beschäftigt. Du hast erfahren, dass es viele ganz böse Menschen gegeben hat, die andere Menschen gequält und umgebracht haben. Darüber warst du sehr traurig. In der Workshop - Phase warst du an der Theaterszene beteiligt. Du hast zusammen mit Nell Styropor zurechtgeschnitten. Daraus wurden dann Zähne gemacht. Beim Flechten der Zöpfe konntest du auch gut mithelfen. An der Aufführung warst du leider nicht beteiligt, da du krank geworden warst.
In einigen Freiarbeitsstunden machen wir immer mal wieder Spiele um die bekannten Englisch - Vokabeln zu wiederholen.
Lieber Till- Philipp, wir freuen uns auf das nächste halbe Jahr mit dir.
| Persönlicher Teil | Bericht der Tutoren |
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Bericht der Schülerin / des Schülers |
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| Fachlicher Teil |
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| Pflichtbereich | Projekt |
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Lieber Till-Philipp,
wir schauen auf sechs Schuljahre zurück, die wir mit dir zusammen hier an der IGS verbracht haben, wobei einer von uns deine Entwicklung nicht von Anfang an miterleben konnte.
Natürlich interessiert uns, was du so über diese Zeit denkst. Schreib uns doch bitte im Antwortbrief etwas dazu auf.
Für uns waren es sehr schöne Jahre, Wir hatten viele, viele großartige Erlebnisse zusammen. Erinnerst du dich noch an die Nachtwanderung in Klasse 5, als Julia so große Angst hatte und du sie trösten konntest? Oder an die Wattwanderung, bei der immer so viele Muscheln in die Füße gepiekt haben? Einige Male sind wir zusammen im Paddelboot gefahren, das hat uns und dir riesigen Spaß gemacht. Auch die Besuche bei den Lamas haben dir immer sehr gefallen. Diese wenigen Beispiele mögen ausreichen. Wenn wir über alle tollen Ereignisse berichten wollten, dann würde das mehrere Bücher füllen.
Wenn wir an die Arbeit in der Schule denken, dann können wir sagen, dass du immer bemüht warst, alle angemessenen Aufgaben zu erledigen, die du von uns bekommen hast.
Am liebsten lernst du wenn wir spielen, basteln oder werken. In solchen Phasen konntest und kannst du aufmerksam und ausdauernd tätig sein. Das hast du auch während des Betriebspraktikums bewiesen. Wir konnten sehen bzw. haben Rückmeldung bekommen, dass dir diese praktische Tätigkeit gefallen hat und dass du dich gut einbringen konntest.
In der Klasse wurdest du von Anfang an angenommen und respektiert. Da die anderen mittlerweile überwiegend andere Interessen haben, machst du mit ihnen nur noch selten Dinge gemeinsam.
In der Kleingruppe kannst du zusammen mit Nell, manchmal auch mit Magdalena gut zusammen arbeiten.
Lieber Till - Philipp, es war für uns eine Freude, dich auf einem langen Stück deines Lebensweges zu begleiten, du bist uns dabei ans Herz gewachsen.
Für das nächste Stück wünschen wir dir von Herzen alles Gute.
Braunschweig, den 30.06.2004
PS. Im vergangenen Schulhalbjahr hast du - Tage gefehlt, davon 0 unentschuldigt.
PPS. Du wirst nach den Richtlinien der Schule für geistig Behinderte unterrichtet.
12.2. Bericht der Schülerin/des Schülers

Das Projekt des zweiten Halbjahres diente der Vorbereitung auf die mündliche Prüfung.
Jede/r Schülerln wählte sich ein Unterrichtsfach und ein Thema (= "Persönliches Projekt"), welches sich in den Themenkatalog des 9. bzw. 10. Schuljahres eingliederte.
Mit dem/der Prüfer/in (= Lehrer/in des entsprechenden Faches) besprach er/sie die genauere Ausgestaltung des Themas.
Eine grobe Gliederung musste schon vor den Osterferien vorgelegt werden.
Während der Ferien hatte jede/r die Gelegenheit Informationen zum Thema zusammenzutragen.
In den ersten Tagen nach den Ferien fand ein Teil der Vorbereitungszeit in der Schule statt. In dieser Zeit hatte der/die Schüler/in die Möglichkeit, im Austausch mit dem/der Prüfer/in, das Thema genauer zu definieren, Fragen zu stellen, weitere Informationen zu sammeln und zu sichten, für Anschauungsmaterial zu sorgen usw.
Zu Beginn der mündlichen Prüfung erhielt der/die Schüler/in ein Aufgabenblatt zum Thema, bei dem das erworbene Wissen angewendet wurde oder auch Transferleistungen gefordert waren.
Beim anschließenden Prüfungsgespräch stellte er/sie das persönliche Projekt analog zu einer differenzierten Gliederung vor. Eine Phase, in der Nachfragen gestellt und die vorher gestellten Aufgaben angesprochen wurden, schloss sich an.
Die Beurteilung der Prüfung fließt in die mündliches Note des jeweiligen Faches ein.
Du hast das Thema "Zubereitung eines Gurkensalats -
Ernährtungslehre" im Fach WPK II - Selbständigkeit bearbeitet.|
Lernbereiche |
Lernleistungsaussagen |
DE |
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MA |
NW |
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| Erledigung der Wochenplan- und Freiarbeit | Du hast meistens selbständig gearbeitet. | ||||||
| Du hast schon manchmal selbständig gearbeitet. | X | X | X | X |   | ||
| Du hast mit Unterstützung gearbeitet. | X | X | X | X | |||
| Du mußt noch besser mitarbeiten. | |||||||
| Du hast häufig die Möglichkeit von Zusatzaufgaben genutzt. | X | ||||||
| Wenn eine Selbstkontrolle möglich war, hast du sie durchgeführt. | X | X |   | ||||
| Arbeit in den Wochenplan- und Freiarbeitsstunden | Du kannst dich schon gut auf deine Arbeit konzentrieren | ||||||
| Du kannst dich mit Unterstützung auf deine Arbeit konzentrieren. | X | X | X | X |   |   | |
| Du brauchst noch viel Hilfe, um dich auf deine Arbeit zu konzentrieren. | |||||||
| Du kannst gut mit anderen zusammen arbeiten. | X | X | X | X |   | ||
| Du kannst nicht gut mit anderen zusammen arbeiten. |   |   |   | ||||
| Du konntest dir die zur Verfügung stehende Zeit selbstständig gut einteilen. |   | ||||||
| Du brauchtest bei der Zeiteinteilung noch Unterstützung. | X | X | X | X |   |
Mit deiner Arbeit in den Wochenplanstunden bin ich zufrieden.
Unterrichtete Lernbereiche
Entwicklungsorientierte Lernbereiche/Handlungsorientierte Lernbereiche/Fachorientierte Lernbereiche
12.5.1. Entwicklungsorientierte Lernbereiche
Grobmotorik: Till-Philipp bewegt sich zumeist gern und mit Freude. Oftmals teilt er seine Kräfte nicht ein. Weiterhin übt er, seine Körperkräfte gezielt und dosiert einzusetzen. Bewegungsabläufe, bei denen er sich sicher fühlt, führt er zuverlässig aus, wenn er sich unsicher fühlt, nimmt er gern Hilfe an.
Die Koordination von Sehen und Handbewegungen gelingt bei sich langsam bewegenden Gegenständen.
Feinmotorik: Till-Philipp kann Pinsel, Stifte usw. korrekt halten und nutzen. Lineal und Schere handhabt er bei gelegentlicher Hilfe den Anforderungen entsprechend.
Wahrnehmung: Till-Philipp erreicht gute Ergebnisse beim Nachspuren, bei der Wahrnehmungskonstanz und beim visuellen Gedächtnis. Bei der Wahrnehmung der Raumlage bzw. von räumlichen Beziehungen erledigt er die Aufgaben mit Hilfe.
Wörter und Gegenstände, die Till-Philipp gesehen und gehört hat, kann er sich gut merken. Besonders deutlich wird dies beim Memorieren englischer Vokabeln. Beim Unterscheiden ähnlicher Geräusche (Hör-Memory) und beim Heraushören von Lauten aus Wörtern braucht er Unterstützung.
Sprache: Obwohl seine Sprache für Außenstehende, auch bedingt durch das starke Stottern, manchmal nur schwer zu verstehen ist, erreicht Till-Philipp die Ziele seines sprachlichen Handelns zumeist, manchmal unter Zuhilfenahme körperlicher Mittel (Mimik, Gestik, Zeigen, Hinführen).
12.5.2. Handlungs- und fachorientierte LernbereicheSelbstversorgung: Till-Philipp ist in der Lage, eigenständig und ohne Hilfe zu essen, und handhabt das Besteck dabei sehr sachgerecht. Oft wird er darauf hingewiesen die Nahrung ausreichend zu kauen. Er kann sich selbst Brote schmieren oder Getränke einschenken. Einfache Gerichte (z.B. Quarkspeise) bereitet er unter genauer Anweisung und mit Hilfe zu.
Im vergangenen Halbjahr hat er im Rahmen der mündlichen Überprüfungen selbstständig einen Gurkensalat zubereitet.
Bei vielen Küchenarbeiten (vom Kartoffelschälen bis hin zum Abwasch) hilft Till-Philipp unter Anleitung mit.
Till-Philipp kann sich nahezu vollständig allein an- und ausziehen, benötigt lediglich beim Binden einer Schleife und bei Knöpfen Unterstützung. Die Körperpflege erledigt er weitgehend selbstständig, wenn er dazu angehalten wird.
Spiel: Till-Philipp spielt sehr gern. Er entwickelt bei selbstausgedachten Rollenspielen eine rege Fantasie. Bei den vielen Lernspielen kennt er die Regeln und hält sie ein. Auch bei einfachen Gesellschaftsspielen (z.B. Mensch-Ärgere-dich-nicht) kann sich Till-Philipp die Regeln merken und sie einhalten, bei komplizierteren (z.B. Mau-Mau) gelingt ihm dies mit Hilfe.
Soziale Beziehungen: Till-Philipp ist in der Klasse und im Jahrgang beliebt. Er kommt gern zur Schule und wird von seinen Mitschülerinnen und Mitschülern überwiegend akzeptiert. Besonderes Vergnügen bereitet es ihm und ihnen, wenn er als Geist oder Tier andere jagen kann. Die erste Pause verbringt er mittlerweile am liebsten im Gruppenraum um in Ruhe sein Frühstück einzunehmen. In der zweiten Pause geht er fast an jedem Tag im Ruhehof spazieren und erzählt seinem Handschuh die Dinge, die ihn bewegen.
Die in der Klasse anfallenden Dienste (z.B. Tafel wischen) erledigt Till-Philipp unter Anleitung.
Arbeitsverhalten: Till-Philipp ist in der Lage, entsprechend formulierte mündliche Arbeitsanweisungen zu verstehen und umzusetzen. Bei ständig wiederkehrenden Aufgabenformen erkennt er die Aufgabenstellung oftmals selbstständig. In den täglichen Unterrichtsphasen von mehrmals 10 bis 15 Minuten arbeitet Till-Philipp überwiegend motiviert mit. Dabei fördern spielerische Lernformen sowohl die Anstrengungsbereitschaft als auch die Ausdauer. Auch ist er bei dieser Art des Lernens sehr viel weniger ablenkbar.
Werken: Till-Philipp handhabt Werkzeuge (Hammer, Säge, Feile) unter Anleitung zumeist sachgerecht und bearbeitet Werkstücke mit Unterstützung (Kraftdosierung, Auge-Hand-Koordination). In diesem Schulhalbjahr hat er intensiv und ausdauernd mit dem Stechbeitel gearbeitet (höhlen und nuten in Holz).
Orientierung: Till-Philipp kann sich in der Schule, in der Schulumgebung und an gut bekannten Orten orientieren. Kurze Wegbeschreibungen (nächste Straße links abbiegen usw.) kann er eigenständig verstehen und umsetzen, bei umfangreicheren gelingt dies mit Hilfe.
Verkehr: Till-Philipp kann die verschiedenen Verkehrsbereiche gegeneinander abgrenzen. Dabei kennt er die wichtigsten Regeln für Fußgänger im Straßenverkehr und kann sie einhalten, wenn man ihn darauf aufmerksam macht. Ampelsignale beachtet er gewissenhaft. Beim Busfahren achtet Till-Philipp unter Aufsicht auf die richtige Busnummer und während der Fahrt auf die Haltestellenansagen.
Zeit: Till-Philipp hat eine ungefähre Vorstellung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Er weiß, dass "morgen" in der Zukunft liegt und "gestern" schon vorbei ist. Er ist in der Lage die vollen Stunden auf analogen Uhren abzulesen und zu benennen.
Lesen: Till-Philipp liest synthetisierend, kurze Wörter aus seinem Wortschatz dabei sinnentnehmend. Sinnerfassendes Lesen und die Umsetzung von kurzen handlungsanweisenden schriftlichen Aufforderungen gelingen ebenfalls bei sehr einfachen kurzen Sätzen. Bei der spielerischen Umsetzung der Inhalte ist er in den meisten Fällen sehr motiviert.
Schreiben: Till-Philipp kennt alle Buchstaben und kann sie weitgehend korrekt abbilden. Er schreibt in Gemischtantiqua überwiegend lautangenähert nach eigenen Regeln. Das Abschreiben von Wörtern gelingt in unterschiedlichem Tempo und mit häufiger motivierender Unterstützung. Freie schriftliche Textproduktion bereitet Till-Philipp große Freude.
Mathematik: Till-Philipp kann Farben benennen und zeigen. Er unterscheidet Kreis, Dreieck und Viereck selbstständig. Die Unterscheidung von Quadrat und Rechteck gelingt mit Unterstützung. Er kann diese geometrischen Figuren nach drei verschiedenen Eigenschaften (Farbe, Form, Größe) ordnen. Das Sortieren von Gegenständen nach der Größe gelingt ebenso wie die Stück - für - Stück Zuordnung von Elementen einer Menge. Wenn die Begriffe mehr und weniger, größer und kleiner zeitnah erläutert werden, kann Till-Philipp Mengen vergleichen. Er erkennt durch gemeinsames Abzählen, dass sich eine Menge nicht ändert, wenn sie anders angeordnet wird.
Die simultane Erfassung von Mengen gelingt bis vier Elemente, bei Würfelbildern bis sechs.
Till-Philipp kann vorwärts sicher bis 20 zählen, rückwärts gelingt dies mit Hilfe des Zahlenstrahls. Er liest die Zahlen bis 20 und kann ihnen die korrekten Mengen zuordnen. Zahlen bis 100 benennt Till- Philipp zumeist richtig und legt mit Unterstützung die entsprechende Anzahl an 10er-Stäben und Einerwürfeln hinzu. Die Orientierung auf dem Zahlenstrahl bis 100 ist angebahnt, die im 100er-Feld noch nicht eingeführt.
Das Addieren von Einern gelingt im Zahlenraum bis 20 mit gegenständlicher Hilfe. Subtraktionsaufgaben löst Till-Philipp mit gegenständlicher, ikonischer und verbaler Hilfe.
Zu Sachaufgaben, die als Geschichte oder bildlich dargeboten werden (Pferd auf der Koppel, es laufen einige weg), kann Till-Philipp eine Rechenaufgabe aufschreiben.
Natur: Beim Baumspiel unterscheidet Till-Philipp einige heimische Laub- und Nadelbäume und ordnet ihnen die richtigen Früchte bzw. Blätter zu. In der Natur bewältigt er diese Aufgaben mit Unterstützung. Bei der Gartenarbeit hilft Till-Philipp oft gern mit, besonders wenn sie in spielerischer Form erledigt wird.
Arbeit und Beruf: Till-Philipp hat, wie die gesamte Klasse, im vergangenen Schuljahr ein Praktikum absolviert. In seinem Praktikumsbetrieb, einem Hotel, war Till-Philipp sehr beliebt und konnte bei vielen anfallenden Arbeiten helfen. In laufenden Schuljahr hat er ein zweiwöchiges Praktikum im Zoo Hannover geleistet. Ihm wurde bescheinigt, dass er sich entsprechend seinen Möglichkeiten gut eingebracht habe.
Musik: Till-Philipp kann sehr einfache Trommelrhythmen nachspielen, liedbegleitend rhythmisch in die Hände klatschen, einfache Tanzbewegungen nachvollziehen und sich beim Musikhören dynamisch bewegen.
Sport: Till-Philipp hat im vergangenen Schuljahr am Sportunterricht der Klasse teilgenommen. Er beteiligt sich an den gemeinsamen Aktivitäten wie Laufen oder Dehnübungen. Wenn der Unterricht komplexere Anforderungen enthält, wie z.B. bei technischen Sportarten), übt er basale Fähigkeiten, z.B. Fangen und Zuwerfen von Bällen.
13. Bewerbungszeugnis
13.1. Entwicklunsorientierte Lernbereiche
Grobmotorik: Till-Philipp bewegt sich zumeist gern und mit Freude. Oftmals teilt er seine Kräfte nicht ein. Sein Muskeltonus ist nach wie vor hypoton, die Kraftdosierung und der gezielte Einsatz z.T. noch unkontrolliert. Bewegungsabläufe, bei denen er sich sicher fühlt, führt er zuverlässig aus, wenn er sich unsicher fühlt, nimmt er gern Hilfe an.
Die Koordination von Sehen und Handbewegungen gelingt bei sich langsam bewegenden
Gegenständen.Feinmotorik: Till-Philipp kann Stifte korrekt halten und dosiert dabei seine Kraft überwiegend richtig. Das Lineal, Schere und Kleber handhabt er bei gelegentlicher Hilfe den Anforderungen entsprechend.
Wahrnehmung: Till-Philipp erreicht gute Ergebnisse beim Nachspuren, bei der Wahrnehmungskonstanz und beim visuellen Gedächtnis. Bei der Wahrnehmung der Raumlage bzw. von räumlichen Beziehungen erledigt er die Aufgaben mit Hilfe.
Wörter und Gegenstände, die Till-Philipp gesehen und gehört hat, kann er sich gut merken. Beim Heraushören von Lauten aus Wörtern braucht er Unterstützung.
Sprache: Obwohl seine Sprache für Außenstehende, auch bedingt durch das starke Stottern, manchmal nur schwer zu verstehen ist, erreicht Till-Philipp die Ziele seines sprachlichen Handelns zumeist, manchmal unter Zuhilfenahme körperlicher Mittel (Mimik, Gestik, Zeigen, Hinführen).
13.2. Handlungs- und fachorientierte Lernbereiche
Spiel: Till-Philipp spielt sehr gern. Er entwickelt bei selbstausgedachten Rollenspielen eine rege Fantasie. Bei den vielen Lernspielen kennt er die Regeln und hält sie ein. Auch bei einfachen Gesellschaftsspielen kann sich Till-Philipp die Regeln merken und sie einhalten, bei komplizierteren (z.B. Mau-Mau) gelingt ihm dies mit Hilfe.
Soziale Beziehungen: Till-Philipp ist in der Klasse und im Jahrgang beliebt. Er kommt gern zur Schule und wird von seinen Mitschülerinnen und Mitschülern überwiegend akzeptiert. Besonderes Vergnügen bereitet es ihm und ihnen, wenn er als Geist oder Tier andere jagen kann. Dabei kommt es vor, dass er andere zu sehr bedrängt oder ihnen weh tut, was aber niemals absichtlich geschieht.
Die in der Klasse anfallenden Dienste (z.B. Tafel wischen) erledigt Till-Philipp unter Anleitung.
Arbeitsverhalten: Till-Philipp ist in der Lage, entsprechend formulierte mündliche Arbeitsanweisungen zu verstehen und umzusetzen. Bei ständig wiederkehrenden Aufgabenformen erkennt er die Aufgabenstellung oftmals selbstständig. Im Unterricht arbeitet Till-Philipp überwiegend motiviert mit, wobei spielerische Lernformen sowohl die Anstrengungsbereitschaft als auch die Ausdauer fördern. Auch ist er bei dieser Art des Lernens sehr viel weniger ablenkbar
Selbstversorgung: Till-Philipp ist in der Lage, eigenständig und ohne Hilfe zu essen, und handhabt das Besteck dabei sehr sachgerecht. Oft wird er darauf hingewiesen die Nahrung ausreichend zu kauen. Er kann sich selbst Brote schmieren oder Getränke einschenken. Einfache Gerichte (Quarkspeise, Tütensuppe) bereitet er unter genauer Anweisung und ständiger Aufsicht zu. Bei vielen Küchenarbeiten (vom Kartoffelschälen bis hin zum Abwasch) hilft Till-Philipp unter Anleitung mit.
Till-Philipp kann sich nahezu vollständig allein an- und ausziehen, benötigt lediglich beim Binden einer Schleife und bei Knöpfen Unterstützung. Die Körperpflege erledigt er weitgehend selbstständig, wenn er dazu angehalten wird.
Werken: Till-Philipp handhabt Werkzeuge (Hammer, Säge, Feile) unter Anleitung zumeist sachgerecht und bearbeitet Werkstücke mit Unterstützung (Kraftdosierung, Auge-Hand-Koordination).
Orientierung: Till-Philipp kann sich in der Schule, in der Schulumgebung und an gut bekannten Orten orientieren. Kurze Wegbeschreibungen (nächste Straße links abbiegen usw.) kann er eigenständig verstehen und umsetzen, bei umfangreicheren gelingt dies mit Hilfe.
Verkehr: Till-Philipp kann die verschiedenen Verkehrsbereiche gegeneinander abgrenzen. Dabei kennt er die wichtigsten Regeln für Fußgänger im Straßenverkehr und kann sie einhalten, Ampelsignale werden gewissenhaft beachtet.
Zeit: Till-Philipp hat eine ungefähre Vorstellung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Er weiß, dass "morgen" in der Zukunft liegt und "gestern" schon vorbei ist.
Er ist in der Lage die volle Stundenzahl auf analogen Uhren abzulesen und zu benennen. Halbe Stunden benennt er mit Unterstützung.
Lesen: Till-Philipp liest synthetisierend, kurze Wörter aus seinem Wortschatz dabei sinnentnehmend. Sinnerfassendes Lesen und die Umsetzung von kurzen handlungsanweisenden schriftlichen Aufforderungen gelingen ebenfalls bei sehr einfachen kurzen Sätzen.. Bei der spielerischen Umsetzung der Inhalte ist er in den meisten Fällen sehr motiviert.
Schreiben: Till-Philipp kennt alle Buchstaben und kann sie weitgehend korrekt abbilden. Er schreibt in Gemischtantiqua überwiegend lautangenähert nach eigenen Regeln. Das Abschreiben von Wörtern gelingt in unterschiedlichem Tempo und mit häufiger motivierender Unterstützung. Freie schriftliche Textproduktion bereitet Till-Philipp große Freude.
Mathematik: Till-Philipp kann Farben benennen und zeigen. Er unterscheidet Kreis, Dreieck und Viereck selbstständig. Die Unterscheidung von Quadrat und Rechteck gelingt mit Unterstützung. Er kann diese geometrischen Figuren nach drei verschiedenen Eigenschaften (Farbe, Form, Größe) identifizieren. Das Ordnen von Gegenständen nach der Größe gelingt ebenso wie die Stück - für - Stück Zuordnung von Elementen einer Menge. Wenn die Begriffe mehr, weniger, größer und kleiner zeitnah erläutert werden, kann Till-Philipp Mengen vergleichen. Er erkennt durch gemeinsames Abzählen, dass sich eine Menge nicht ändert, wenn sie anders angeordnet wird.
Die simultane Erfassung von Mengen gelingt bis vier Elemente, bei Würfelbildern bis sechs. Till-Philipp kann die Zahlen bis 20 sowie ganze Zehnerzahlen bis 100 lesen, nach Diktat schreiben und ihnen die korrekten Mengen zuordnen. Das Addieren von Einern gelingt im Zahlenraum bis 20 mit gegenständlicher Hilfe, ebenso das Addieren von Zehnerzahlen im Zahlenraum bis 100.
Subtraktionsaufgaben löst Till-Philipp mit gegenständlicher, ikonischer und verbaler Hilfe. Zu Sachaufgaben, die als Geschichte oder bildlich dargeboten werden (Pferd auf der Koppel, es laufen einige weg), kann Till-Philipp eine Rechenaufgabe aufschreiben.
Natur: Beim Baumspiel unterscheidet Till-Philipp einige heimische Laub- und Nadelbäume und ordnet ihnen die richtigen Früchte bzw. Blätter zu. In der Natur bewältigt er diese Aufgaben mit Unterstützung. Bei der Gartenarbeit hilft Till-Philipp oft gern mit, besonders wenn sie in spielerischer Form erledigt wird.
Arbeit und Beruf: Till-Philipp hat, wie die gesamte Klasse, im vergangenen Schuljahr ein Praktikum absolviert. In seinem Praktikumsbetrieb, einem Hotel, war Till-Philipp sehr beliebt und konnte bei vielen anfallenden Arbeiten helfen. In laufenden Schuljahr hat er ein zweiwöchiges Praktikum im Zoo Hannover geleistet. Auch dort waren die Mitarbeiter sehr von ihm angetan. Ihm wurde bescheinigt, dass er sich entsprechend seinen Möglichkeiten gut eingebracht habe.
Braunschweig, den 3. 11. 2003